MELDUNGEN

TRANS VORARLBERG HÄRTETEST FÜR TRIATHLETEN

(TRans/AKP) - Vor der Kulisse der malerischen Seebühne der Bregenzer Festspiele starten Spitzen- und Breitensportler am 27. August beim Trans Vorarlberg Triathlon in den spektakulären Dreikampf. 1,2 Kilometer Schwimmen im Bodensee, 93 Kilometer Radfahren mit 2000 knackigen Höhenmetern durch den Bregenzerwald über den Hochtannbergpass nach Lech und ein zwölf Kilometer langer Crosslauf stehen nach dem Start um 8 Uhr Früh im Bregenzer Strandbad auf dem Programm. Der Sieger wird gegen 11.30 Uhr im Zielgelände beim Schlosskopfparkplatz erwartet. Im Rahmen des Events werden die Landesmeister auf der Mitteldistanz gekürt.

Bei der fünften Edition nach dem Revival des Kultevents, das bereits in den Jahren 1993 bis 1997 die Triathlon-Szene nach Vorarlberg lockte, soll sogar das Wetter mitspielen. „Die derzeitige Prognose zeigt stabiles Hochdruckwetter. Unser Triathlon zählt mit der einzigartigen Streckenführung vom Bodensee bis zum Arlberg sicherlich landschaftlich zu den schönsten Sporterlebnissen und bei Sonnenschein kommt die beeindruckende Kulisse in der Vorarlberger Gebirgswelt noch mehr zur Geltung“, weiß OK-Chef Thomas Kofler. Die Anmeldefrist wurde für Spätentschlossene bis Montag, 22. August (24 Uhr) verlängert.

Titelverteidiger am Start

Im Vorjahr gewann der Tiroler Thomas Steger den Trans Vorarlberg in 3:46:31 Stunden und markierte damit neuen Streckenrekord. Der 24-Jährige belegte vor Kurzem bei der Ironman 70.3-EM in Wiesbaden den achten Rang. Die Form für die Titelverteidigung stimmt: „Die Radstrecke des Trans Vorarlbergs ist viel härter als bei anderen Triathlons. Ich werde versuchen, mich dort abzusetzen. Aufgrund der zahlreichen Konkurrenz wird das aber nicht einfach“, weiß Steger.Zu seinen härtesten Herausforderern zählen der Vorjahreszweite Sebastian Neef (Ger), der Deutsche Michael Göhner, bis dato zwei Mal beim Trans Vorarlberg am Podest, der Dornbirner Martin Bader, der heuer mit Top-10-Rängen bei  70.3-Bewerben aufzeigte, der Deutsche Roman Deisenhofer, Vierter des diesjährigen Ironman Switzerland, oder Norbert Dürauer, österreichischer Cross-Triathlon-Staatsmeister.

Steurer laboriert an Verletzung

Die Vorjahressiegerin bei den Damen, die Schwarzenbergerin Bianca Steurer, kämpft nach einem Radsturz bei der 70.3-EM in Wiesbaden mit Problemen am Ellbogen. Die 29-Jährige setzt alles daran, um rechtzeitig wieder fit zu werden und beim Heimevent am Start zu stehen. „Ich werde kurzfristig entscheiden, ob ich teilnehmen kann. Es wäre sehr bitter, wenn ich nicht zur Titelverteidigung antreten könnte“, betont die Drittplatzierte des diesjährigen Ironman Barcelona. Mit der ehemaligen Duathlon-Weltmeisterin Ulrike Schwalbe (Ger) oder der Lebensgefährtin von Thomas Steger, Lisa Maria Dornauer, haben weitere starke Athletinnen gemeldet. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren wird ein attraktives Preisgeld von jeweils 5000 Euro für die sechs Bestplatzierten ausgeschüttet. Auf den Sieger warten je 2000 Euro.

Staffelbewerbe für Einsteiger und Spezialisten

Wer beim legendären Triathlon durch Vorarlberg dabei sein will, aber nicht die gesamte Distanz im Alleingang absolvieren möchte, hat die Möglichkeit des Staffelstarts. Zur Auswahl stehen Dreier, Vierer- oder Fünferteams. „Das ist eine perfekte Gelegenheit für Vereine, Firmen und ihre Mitarbeiter, einen unvergesslichen Tag miteinander zu verbringen. Das gemeinsam Erlebte schweißt eine Gruppe zusammen. Hier wollen wir vor allem auch den Breitensportlern etwas bieten“, erklärt Kofler. Zahlreiche Spezialisten in den Einzeldisziplinen lassen sich das Highlight nicht entgehen. Unter anderem steht Lauf-Ass Sabine Reiner mit einem starken Damenteam am Start.

Sport und Party

Abschließendes Highlight des Tages ist die After-Race-Party in Lech. Der Tannbergerhof, das Pfefferkörndl, die Archiv Bar und das Haus Nr.8 laden nach der Siegerehrung im Sportpark ab 19.30 Uhr zum Feiern ein. Bonus: Ticket für Eurobike Die Teilnehmer des Trans Vorarlberg erhalten am 3./4. September vergünstigte Eintritte zu den Festival Days im Rahmen der Eurobike in Friedrichshafen, der Leitmesse der Fahrradbranche. Aber auch Messebesucher können Preisvorteile zum Trans Vorarlberg generieren.

Trans Kid – jeder ist ein Sieger

Am Freitag, den 26. August lockt der Trans Kid den Nachwuchs ins Strandbad Bregenz. Der Startschuss fällt um 14.30 Uhr. Erstmals starten die Jüngsten von drei bis sechs Jahre gemeinsam mit einem Elternteil bei einem lustigen Luftmatratzenbewerb. Für Kinder zwischen sieben und 12 Jahren gibt es einen Schwimm- und Laufbewerb. Jeder Teilnehmer erhält eine Medaille, der Spaß am Sport steht im Vordergrund.

Facts Trans Vorarlberg Triathlon
Datum: Samstag, 27. August 2016
Distanz: 1,2 km Schwimmen/93 km Radfahren/12 km Laufen
Start: 8.00 Uhr Strandbad in Bregenz Ziel: Schlosskopfparkplatz Lech am Arlberg,
Sieger wird gegen 11.30 Uhr erwartet
Siegerehrung: 16.30 Uhr Sportpark Lech
 
Rahmenprogramm:
Freitag, 26. August:
Tri Expo im Startbereich in Bregenz
Samstag, 27. August:
ab 19.30 Uhr: After Race Partys in zahlreichen Lokalen in Lech am Arlberg Eintritt ist frei  
 

DIE KRÖNUNG DER (RADMARATHON)SAISON - DER ÖTZTALER

(Bericht&Foto QuaMed) - 36. Ötztaler Radmarathon Der Schmerz vergeht- der Stolz bleibt - Der Countdown Zeit-Zähler auf der Homepage des Veranstalters läuft unerbitterlich gegen Null, das ist Sonntag der 28. August, Punkt 6:45 Uhr. Jetzt, Anfang August, vier Wochen vor dem Start beginnt für die rund 4500 Starter beim 36. Ötztaler Radmarthon die heiße Phase der gezielten Vorbereitung auf diesen mit Mythen behafteten Radmarthon, mit Start und Ziel in Sölden/ Ötztal/ Tirol. 

Vom Vergleich der Geschlechter ist man beim „Ötztaler“ weit entfernt. Die mehrjährige Statistik zeigt dass zwischen 3 und 5 Prozent Frauen im Starterfeld aus 34 Nationen den Ritt über die vier Alpenpässe auf sich nehmen. Anders als bei den Herrn, erreichen die meisten Frauen die starten nach 238 Kilometern und 5.500 Höhenmetern, auch das Ziel in Sölden. Mit 1. August scheinen 4.774 Sportler in der Startliste auf, 4496 Herrn und 278 Frauen. 1977 Teams haben vor sich den Ötztaler Radmarathon zu stellen. Deutschland stellt mit 48,8% die meisten Starter. 20,7% sind Österreicher und 19,9% sind italienische Radsportler. Innerhalb Deutschlands dominieren die Bayern mit 24,9% vor Nordrhein-Westfalen mit 20,7 und BadenWürttembergern mit 18,1%. Bei den Österreichern sind Tiroler in der Überzahl: 42,8% kommen aus dem Land den man angeblich die Treue hält. Steirer sind mit 13,6% der Starter vertreten, gefolgt von Oberösterreichern 12,8% und Niederösterreichern mit 11,2%. Spannend ist Italien: Von den insgesamt 92 Provinzen des italienischen Stiefels, sind beim Ötztaler 87 Provinzen vertreten. Bozen stellt 15,2% Turin 3,5, Reggio Emilia und Trento mit je 3,3% gefolgt von Mailand mit 3,0%.

Der wohl bekannteste italienische Teilnehmer ist der ehemalige Fußballstar und Juventus Trainer Fabrizio Ravanelli. Teilnehmer, geboren 1966 stellen alleine 5% der Starterfeldes, bei den Frauen sind es die 1974 geborenen. Ältester Herr ist der Italiener Isolani Furio Camillo, I-Volterra (PI) geboren 1942, bei den Frauen ist es die 66-jährige Salzburgerin Theresia Holzleitner. Die Gruppe der 40-49-jährigen stellt mit 37,3% bei beiden Geschlechtern die meisten Starter. Der knappste Sieg:  2006 der Italiener Emanuele Negrini gewinnt nur 0,8 Sekunden vor Gerrit Glomser  Der deutlichste Sieg:  1988 gewinnt Ekkehard Dörrschlag AUT, in einer Zeit von 7:27:00 und ist damit 19 Minuten vor dem Zweitplatzierten Georg Hohenegger im Ziel.

Den Rekord bei den Herrn hält  Hugo Jenni, SUI mit 6:50:31 aus dem Jahr 2001 - Rekord bei den Damen: Laila Orenos SUI mit 7:46.50,9 im Jahr 2015 

Bei den 35. Austragungen des „Ötztalers“ starteten Teilnehmer aus 65 Nationen. Der Ötztaler Radmarathon gilt in Europa als der weitaus schwierigste und einer der am besten organisierten Radsportveranstaltungen. 

Termin ist der 28. August 2016.  Die Strecke:  Start in Sölden – Ötz  800m – Kühtai 2020m – Innsbruck 600m – Brennerpass 1377m – Sterzing 960m – Jaufenpass 2090m – St. Leonhard im Passeiertal 700m – Timmelsjoch 2509m – Sölden 1377m. Die Bergpassagen: Ötz – Kühtai : 18,5 KM; 1200 Höhenmeter;  Labestation bei Geamtkilometer 51; Innsbruck – Brenner 39 KM; 777 Höhenmeter; Labestation bei Geamtkilometer 127; Sterzing – Jaufenpass: 15,5 KM; 1130 Höhenmeter; Labestation bei KM 161;  St. Leonhard – Timmelsjoch 28,7 KM; 1759 Höhenmeter Labestationen bei KM 201 und 209. Die Gesamtteilnehmerzahl beträgt 75.131 Starter nach 2015

Hört man am Renntag genauer hin, egal ob bei Regen am Start, bei eisiger Kälte am Kühtai, bei glühender Hitze im Passeiertal in St. Leonhard zeigt das Barometer schon mal 37° an, bei der letzten Schinderei zum 2509m hohen Timmelsjoch hoch, oder im glücklichsten aller Momente im Ziel in Sölden, man vernimmt von all den Radfahrern die so feinsäuberlich in diverse Kategorien von Geschlecht, Altersklassen und Nationen eingeteilt sind, wie sie sich eine Frage stellen: Warum will ich eigentlich immer wieder den „Ötztaler“ fahren? Im Ziel lautet die erste überlegte Aussage: Nie mehr wieder! Wie stand auf einem Trikot eines Teilnehmers zu lesen: „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!“ Besser kann man es nicht ausdrücken. Kann es sein dass man sich trotz, oder gerade wegen, all der Strapazen, zum Ötztaler hingezogen fühlt? Ist es die Atmosphäre die durch die rund 1087 fleißigen Helfer versprüht wird? Im Ötztal gibt es fünf Radclubs, die sich alle mehr oder weniger in der Organisation wieder finden. Dazu kommen viele Mitglieder von anderen Tiroler Radclubs die beim Ötztaler Radmarathon für Sicherheit und mit Übersicht und Einfühlungsvermögen für einen geordneten Ablauf sorgen. Möglicherweise ist es das blinde Verständnis all dieser Clubmitglieder aus den verschiedensten Radvereinen, die eine Wohlfühlatmosphäre erzeugen, weil sie ja die Wünsche der Radfahrer viel besser verstehen und daher erfüllen können, als irgend welche helfenden Hände, die aber nicht genau Bescheid wissen um die Nöte und Sinne der gequälten Körper.

 

TEAM VORARLBERG IN FRANKREICH

(Bericht&Foto TV) - Team Vorarlberg super stark beim heutigen 55. GP des Marbriers UCI 1.2 in Frankreich – Francesc Zurita schafft Podium heute nur knapp nicht!

Das wär’s gewesen! Nach einem spannenden Rennen in Frankreich hat der junge Spanier Francesc Zurita sein nächstes Top Resultat nur knapp verfehlt. Schelling, Meiler und Zurita schafften nur knapp nicht mehr die Ausreißer zu stellen und brausten somit am Podium mit Rang acht vorbei – trotz alledem eine prächtige Vorstellung der jungen Garde!

Wie bereits im Vorjahr, hat auch dieses Jahr der Veranstalter das Team Vorarlberg zur 55. Austragung des GP Marbriers eingeladen. Wie im vergangenen Jahr mit Rang acht von Nicolas Baldo zeigte sich auch heute die Mannschaft von Beginn an als eines der aktivsten im 180 Mann Feld.

Der nicht einfach zu fahrenden zehn Kilometer lange Rundkurs selektierte das Fahrerfeld praktisch von alleine, da von Beginn an in einer Hitzeschlacht eine sehr hohe „Pace“ angeschlagen wurde.

60 Kilometer vor Ziel waren Zurita, Schelling und der junge Lukas Meiler in einer 26 Fahrer starken Spitzengruppe. Diese sollte den Sieger stellen!

In jeder Gruppe dabei – aber im Finale glücklos!

In jeder Gruppe welche sich in der Folge davon machte war einer der drei Fahrer vertreten – nicht aber in der letzten! Acht Fahrer machten sich davon und wurden von Zurita und Co. nicht mehr gestellt, obwohl sie den Rückstand fast im Alleingang verkleinern konnte. Sieger der Belgier Planckaert (Team Lotto Soudal). Francesc Zurita klassierte sich als stärkster Sprinter heute nur knapp dahinter auf Rang acht.

„Heute haben die jungen Fahrer Courage gezeigt und alles versucht was möglich war. Lukas Meiler hat heute ein tolles Rennen gezeigt. Nicolas Winter hatte mit Defekt Pech, aber im Finale hätte es heute fast geklappt für Zurita. Wenn sie diese Gruppe holen wäre „Fran“ am Podium. So spannend ist zum Glück der Sport!“ Werner Salmen nach dem Rennen

10 X ÖTZTALER - HALBZEIT BEI PRIELINGS WAHNSINNSRITT

Wenn man NADJA PRIELING nach 4 1/2 Ötztalmarathons in die Augen schaut, kann man es kaum glauben, was diese Frau bislang geleistet und noch vor sich hat. Im Spätherbst 2015 ist in ihr die Idee gereift, den Ötzi an 10 aufeinanderfolgenden Tagen tagtäglich zu finishen

Am Freitag, den 19.08. startete die gebürtige Steirerin diese Challenge und heute Dienstag ist für sie und ihr geniales Betreuerteam Halbzeit. Richtig - die Wahl-Kitzbühlerin hat jetzt binnen 5 Tagen gleich oft den härtesten und gleichermaßen berühmtesten Radmarathon hinter sich gebracht.

Othmar Peer hat für radstars.at NADJA PRIELING ein Stück weit begleitet und zwischen Innsbruck und dem Brennerpaß ein wenig "ausgequetscht".

radstars.at :
Nadja - wie würdest Du jetzt auf der 5. Schleife Deinen Fitnesszustand auf einer Skala von 1 (schwach) bis 10 (saustark) einreihen ?
 
Nadja Prieling:
Es geht mir wirklich erstaunlich gut ! Ich hätte mir nicht gedacht, dass es jetzt, wo ich ja doch schon zum 5.Mal unterwegs bin, so gut rollt. Aber mit ein Grund ist mein Team, das mich immer großartig unterstützt und genau weiß, was ich brauche. Ja - mir geht es gut - ich würde mir auf Deine Frage hin die Note 8 geben.
 
radstars.at :
Wir fahren gerade mit 20 kmh den Brennerpaß hinauf - ist Dir das für diese Dauerbelastung nicht zu schnell ? (hinten jammern bereits einige ihrer Begleiter, dass das angeschlagene Tempo vom zweimaligen Ötzi-Sieger Stefan Kirchmayr zu hoch ist)
 
Nadja Prieling:
Nein - das geht gut so - nur in den Rampen muß ich schon das Tempo rausnehmen, obwohl ich schon schneller könnte, aber ich muß das Gesamtziel im Auge behalten.
 
radstars.at:
Die nun kommende Frage ist bei Deiner positiven Körpersprache fast absurd - hast Du Bedenken, dass Dein Unternehmen noch scheitern könnte ?
 
Nadja Prieling:
Man weiß ja nie, was alles kommt, aber rein vom Gefühl her, werde ich wohl am Sonntag zum 10x mal en suite in Sölden einfahren !
 
radstras.at
Kanst Du Dir vorstellen, was dann bei Deiner letzten Zieldurchfahrt in Sölden vor tausenden Zuschauern abgeht ?
 
Nadja Prieling:
Ja - sicher Gänsehaut und es werden (Freuden)Tränen fließen !
 
radstars.at:
Noch 5 x Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch - für viele Hobbysportler unvorstellbar - für Dich offensichtlich wirklich nur ein Projekt !?
 
Nadja Prieling:
Ja - schon als Extremsportler Wolfgang Mader vor einigen Jahren vorwiegend aufgrund miserabelster Wetterbedingungen gescheitert ist, habe ich mir das vorgenommen und will das jetzt einfach machen. Ich will damit niemanden etwas beweisen - so krass das klingt - ich mache mir damit selbst die größte Freude.
 
Und wenn man bei diesen Worten Schulter an Schulter am Rad Nadja ins Gesicht schaut, während wir zum Brennersee hochstrampeln, kommt auch kein Zweifel mehr auf - diese Frau - oder wie ihr Südtiroler Betreuer Ludwig Parazza gerne betont - diese "Gitsche" ist schon eine außergewöhnliche Sportlerin !

radstars.at  freut sich, auch in den nächsten Tagen ein Stück weit mit Nadja mitkurbeln zu dürfen und sie dann am Sonntag in der Skiweltcupmetropole Sölden zu empfangen !

 

RAA: ZILLERTALER DUO 83 STUNDEN IN DEN SÄTTELN

(ESp.) - Das Race around Austria ist Europas größte Herausforderung für Radfahrer. 2200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter sprechen eine eindeutige Sprache. Das Zillertaler Duo Laura Girardi und Harald Stock hat diese Ultra-Strecke in rund 83 Stunden gemeistert.

Als einziges Mix-Duo haben die Zillertaler damit mehr erreicht, als sie sich selbst vorgenommen haben. „Wir wollten unter vier Tagen ins Ziel kommen“, erklärt Laura Girardi, die seit vielen Jahren von Rennen wie dem Ötztaler Radmarathon bekannt ist. „Dass wir es dann in 83 Stunden und 29 Minuten geschafft haben, macht uns sehr stolz.“ Denn die Voraussetzungen waren alles andere als leicht. Vom Start in St. Georgen am Attergau weg waren die ersten 24 Stunden von Regen und kalten Temperaturen geprägt. Das Passieren des Großglockners wurde wegen Schneefalls gestrichen. Und auch auf dem Weg durch Tirol nach Vorarlberg herrschten eiskalte Temperaturen.

Dennoch kämpften sich die zwei Zillertaler durch die Tage und Nächte. „Man fährt hier wirklich teilweise direkt an der Grenze Österreichs. Die große Herausforderung sind die 16 Pässe mit rund 30.000 Höhenmetern“, erklärt Harald Stock. Den Tuxer Versicherungskaufmann hat erst vor einigen Jahren die die Lust gepackt, sich auf langen Radstrecken zu quälen. Mit Rang vier unter den Zweierteams und einer Zeit, die eine Stunde schneller war als jene von Solosieger Christoph Strasser. „Uns war eine schnelle Zeit natürlich wichtig, aber viel wichtiger ist es, die Strecke erfolgreich zu absolvieren und gemeinsam mit unserem Betreuerteam etwas Einzigartiges zu erleben.“

Denn das Race around Austria ist absolute Teamarbeit. Neun Betreuer waren mit den zwei Zillertalern entlang den Grenzen Österreichs unterwegs. „Die Betreuer bekommen kaum mehr Schlaf als wir Fahrer, sind für unsere Sicherheit verantwortlich, navigieren und uns und sorgen sich um die Motivation. Das ist Schwerstarbeit“, meint Laura Girardi. Kennen gelernt haben sich die Wahl-Mayrhofnerin und der Tuxer bei verschiedenen Rennen. Im Mayrhofner Fitnesscenter Shape, das Girardi gemeinsam mit ihrem Lebenspartner führt, finden sie ideale Trainingsbedingungen vor. Das Abenteuer Race around Austria hat tiefe Eindrücke bei beiden hinterlassen. „Es ist schon verrückt, wenn du abends noch in den steirischen Weinbergen Rad fährst und am nächsten Morgen den Felbertauern-Pass bezwingen musst“, so Harald Stock.

Auf die Frage nach der größten Herausforderung entlang der Strecke haben die beiden unterschiedliche Meinungen. „Für mich war die erste Nacht die größte Schwierigkeit“, meint Laura Girardi. „Da war ich noch nicht im Rhythmus.“ Harald Stock bringt einige Berge ins Spiel: „Das Faschinajoch in Vorarlberg habe ich noch nicht gekannt. Das ist ein echt schwerer Berg. Auch der Reiseverkehr am Fernpass war für das ganze Team eine echte Herausforderung“, so der Tuxer.

Besonders beeindruckt waren die beiden Zillertaler vom Zieleinlauf in St. Georgen im Attergau nach 83 harten Stunden. Denn dort fährt man – eskortiert von Motorrädern – direkt durch das Marktfest und wird von Tausenden Menschen bejubelt. „Das war einfach unglaublich“, so Girardi. „Allerdings haben wir dieses Fest dann nicht mehr erlebt. Wir wollten nur mehr ins Bett.“

 

URS HUBER GEWINNT EIGER BIKE CHALLANGE

Trotz einem Sturz gewinnt Marathon-Schweizermeister Urs Huber zum sechsten Mal die Eiger Bike Challenge. Hansueli Stauffer kommt als Zweiter ins Ziel und bleibt Garmin Bike Marathon-Classics-Leader. Dritter wird überraschend Marc Stutzmann. Bei den Fraun schwingt Esther Süss zum vierten Mal obenaus, vor Schweizermeisterin Ariane Kleinhans und Cornelia Hug.

Die Antwort auf die Frage des Schreibenden in der Schlusssteigung zur Kleinen Scheidegg, ob das Führungstrio mit Urs Huber, Hansueli Stauffer und Marc Stutzmann den Sieger schon ausgenobelt hat, kommt umgehend. «Natürlich ich, der Neuling», sagt Stutzmann selbstbewusst. Stauffer kann sich ob der Schlagfertigkeit seines Mitstreiters ein Lachen nicht verkneifen. Huber zwinkert nur – und verschärft 100 Meter weiter resolut das Tempo zum alles entscheidenden Schlussangriff.

Im Ziel redete dann wieder Huber als Erster. Zuerst über seinen Sturz, den seine beiden Kontrahenten überrascht zur Kenntnis genommen haben. Huber sei dabei derart übel zu Fall gekommen, dass es ein Wunder grenze, dass er und sein Bike unbeschadet die Fahrt fortsetzen konnten, meinten Stauffer und Stutzmann übereinstimmend. «Nach der Bussalp, in der schnellen Abfahrt durch eine Wiese, habe ich einen Stein übersehen. Der Sturz hat mir kurz die Luft genommen. Danach gings aber wieder», sagte Huber gelassen. Den Lenker wieder gerade gerichtet – und weiter ging die wilde Fahrt. Der Angriff auf halbem Weg zur Kleinen Scheidegg seit Kalkül gewesen, denn die Steigung liege ihm, erklärte der Mettmenstetter. Er sei froh gewesen, dass das Tempo bis zu diesem Zeitpunkt nicht besonders hoch war. So habe er Energie für die kommenden Rennwochenenden mit Grand Raid und Nationalpark Bike Marathon sparen können.

Auf die Frage, weshalb er nicht gekontert habe, als Huber angegriffen hat, seufzte Hansueli Stauffer zunächst. «Gute Frage. Mit dem Angriff hat er mich überrascht. Zuerst konnte ich den Rückstand in Grenzen halten. In der Laufpassage vor dem Kulminationspunkt bin ich dann aber eingebrochen.» Zeit habe er zudem auf der schnellen Kiesabfahrt verloren, die Huber liege, erklärte Stauffer.

Marc Stutzmann zeigte sich nicht wirklich überrascht, dass ihn Huber nicht gewinnen liess. «In der Laufpassage zum Schluss habe ich brutal gelitten», sagte auch Stutzmann, der sich «angenehm überrascht» über sein gutes Abschneiden zeigte. Er habe zwar gewusst, dass er gut über die Berge komme. Dass es aber gleich für den dritten Platz reichen würde, sei für ihn eher überraschend gekommen.

Richtig euphorisch erreichte Esther Süss das Ziel. «Dieser Sieg ist für mich wie eine Erlösung. In dieser Saison hatte ich einige Tiefs. Endlich hat wieder einmal alles zusammengepasst!» Die letzten zwei Wochen im Engadin, in denen sie ausschliesslich Touren gefahren sei, hätten im Kopf sehr befreiend gewirkt. Nach ihrer Taktik gefragt, sagte Süss: Im Rennen sei sie einfach ihren Rhythmus gefahren und habe sich komplett auch sich selbst konzentriert.

Eine Zeit lang sah es so aus, als ob die Vorjahreszweite Cornelia Hug den zweiten Platz behaupten könnte. Doch ein Kettenklemmer bremste die zähe Amsoldingerin. Ariane Kleinhans, im in der ersten Steigung zur Grossen Scheidegg Tempo rausnehmen musste, konnte auf- und überholen, schnappte Hug den zweiten Platz weg. Noch mehr Pech hatte Garmin-Bike-Marathon-Classics-Leaderin Nadia Walker, die mit einer Verfolgergruppe falsch abbog und viel Zeit verlor. Doch die Urnerin gab nicht auf, büsste jedoch fast eine Stunde auf Süss ein und wurde noch sechste. Als kleiner Trost darf sie ihr Leadertrikot behalten.

Auf der Mitteldistanz gingen die Siege nach Deutschland an Frank Demuth und Janine Schneider. Garmin-Bike-Marathon-Classics-Leader sind Lorenz Inauen und Alessia Nay. Bei den Herren Fun darf sich auf der Langdistanz Hansjürg Gerber, der Gesamtsieger von 2015, wieder das begehrte Leadertrikot überziehen lassen.

 

Resultate

Männer (88 km): 1. Urs Huber (Mettmenstetten) 4:27:23. 2. Hansueli Stauffer (Sigriswil) 2:34. 3. Marc Stutzmann (Rüfenacht, BE) 3:57. 4. Jérémy Huguenin (Neuchâtel) 10:48. 5. Manuel Fasnacht (Gretzenbach) 11:05. 6. Oliver Zurbrügg (Wilderswil) 15:59. 7. Daniel Eymann (Interlaken) 19:46. 8. Andreas Moser (Madiswil) 23:00. 9. Uwe Hochenwarter (Ö) 23:33. 10. Fabian Paumann (Rupperswil) 26:11.

Frauen (88 km): 1. Esther Süss (Küttigen) 5:26:27. 2. Ariane Kleinhans (Thun) 6:02. 3. Cornelia Hug (Amsoldingen) 16:07. 4. Andrea Ming (Neerach) 37:53. 5. Anita Zimmerli (Oftingen) 47:04. 6. Nadia Walker (Altdorf UR) 58:07.

Männer (55 km): 1. Frank Demuth (De) 2:46:35. 2. Florian Thie (Thun) 1:08. 3. Rick Reimann (Uster) 4:29. 4. Florian Meyer (Münsingen) 7:19. 5. Stefan Vögeli (Wimmis) 8:33. 6. Mario Wernli (Erlinsbach SO) 9:10. 7. Michael Wolgemuth (I) 11:05. 8. Stefan Spielmann (Lostorf) 11:51. 9. Sascha Wälti (Mühledorf BE) 12:07. 10. Lorenz Inauen (Appenzell) 12:37.

Frauen (55 km): 1. Janine Schneider (De) 3:23:31. 2. Ilona Chavaillaz (Sommentier) 2:46. 3. Michèle Wittlin (Liestal) 9:19. 4. Alessia Nay (Zizers) 13:26. 5. Manuela Tresch (Schattdorf) 15:40.

Fünf Prüfungen zählt die Garmin Bike Marathon Classics, die seit 1996 besteht. Auf den maximal 494 Kilometern gilt es mit dem Mountain Bike kraftraubende 17`575 Höhenmeter in den schönsten Regionen der West-, Zentral- und Südostschweiz zurückzulegen. An den beiden teilnehmerstärksten Prüfungen am Nationalpark Bike-Marathon in Scuol und am Iron Bike Race in Einsiedeln starten jeweils an die 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die o-tour in Alpnach zählt auch in diesem Jahr zur Marathon-Weltserie des Radweltverbandes UCI. Ins Goldene Buch der Classics haben sich Fahrerinnen und Fahrer von Weltruf eingetragen, wie der dreifache Marathon-Weltmeister Christoph Sauser und der dreimalige Schweizermeister und viermalige Serien-Gesamtsieger Urs Huber; bei den Frauen die Marathon-Weltmeisterin und sechsfache Schweizermeisterin Esther Süss sowie die beiden Schweizermeisterinnen und Seriensiegerinnen Milena Landtwing und Ariane Kleinhans. Hauptsponsor der Classics ist der US Navigationsgerätehersteller Garmin


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