64. Ö-Tour: Am Glockner hängt Fuglsang alle ab und ist in Gelb

Verfasst von am 4. Juli 2012 in news, news - Kommentare deaktiviert

Jako Fuglsang

Der Däne Jakob Fuglsang (RadioShack-Nissan) hat am Mittwoch auf der “Königsetappe” der 64. Österreich-Radrundfahrt von Lienz nach St. Johann/Alpendorf seien große Klasse gezeigt. Der 27-Jährige, der vor Start der Tour de France nicht dafür nominiert wurde und seitdem mit seinem Team etwas zerstritten ist,  sicherte sich den Titel des “Glocknerkönigs”, als Solist den Tagessieg und das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Der RadioShack-Teamkollege von Thomas Rohregger hatte das Hochtor oben am Großglockner, den höchsten Punkt der 64. Auflage, gemeinsam mit Leopold König (NetApp) passiert. Dramatisches Ende des dualen Ausriss, der Tscheche Leopold König (NetApp) muss rund 10 Kilometer vor dem Ziel Vogelsang ziehen lassen, weil seine Kreuzschmerzen wieder zurückgekommen sind, die ihm schon die ganze Saison verfolgen. Er schaffte aber mit rund einer Minute Rückstand noch den zweiten Platz.

Vrecer (Team Vorarlberg) hatte sich bei der Auffahrt zum Dientner Sattel von den Verfolgern absetzen können. De Luca ( Acqua & Sapone) im gelben Trikot konnte nicht nachsetzen und sieht nun seine Felle davon schwimmen.

Der vor Etappenbeginn auf Platz 15 gelegene Fuglsang löste den Italiener Danilo di Luca als Gesamtführenden ab. Der ehemalige Giro-Sieger kam in der ersten größeren Verfolgergruppe knapp vor Rohregger ins Ziel und hat nun rund eine Minute Rückstand auf den Dänen. Thomas Rohregger muss sich am Berg zurückhalten, weil Fuglsang als Teamkollege vorne war. Rohregger ist nun in der Gesamtwertung auf dem vierten Platz. Seinem auch im Zeitfahren starken Teamkollegen ist der Gesamtsieg auf den verbleibenden vier Etappen wohl nur noch schwer zu nehmen. Am Donnerstag folgt mit der 5. Etappe von St. Johann auf den Sonntagberg (228,3 km) das längste Teilstück.

 Fuglsang: „Es war ein super Tag; ich hab mich heute früh schon gut gefühlt. Es war zwar nicht unsere Taktik, aber ich habe gesehen, dass da Luca Schwierigkeiten hat, da habe ich angegriffen. Es bedeutet viel für mich hier in Österreich in Gelb zu sein. Jetzt mit dem starken Team ist alles möglich. Der Grossglockner war mächtig und leider sehr windig. König gab mir anfänglich gute Unterstützung aber am Ende konnte er nicht mehr und ich fuhr allein. Die Entscheidung ist noch nicht da, aber es sieht gut aus“.

Di Luca: „Vom Start war das Tempo sehr hoch. Mein Team hat zwar geholfen. Ich habe in der Verfolgergruppe keine Führungsarbeit geleistet, weil das Team BMC es gemacht hat und ich selbst nicht den besten Tag hatte“.

Thomas Rohregger: Persönlich etwas enttäuschend, aber für das Team war es ein super Tag. Unsere Teamtaktik war ausgelegt volles Tempo zu fahren, um das Feld auseinander zu ziehen.  Für mich war es fast ein Ruhetag, weil ich dann nicht mehr attackieren durfte. Der Abstand ist noch gering auf das Gelbe Trikot, noch ist es möglich oder zumindest einen Etappensieg. Morgen werde ich versuchen anzugreifen, um Zeit gut zu machen. Es gibt bei uns noch keine Teamorders.

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Ergebnis Etappe:

1 Jakob FUGLSANG DEN RNT 27 3:52:37 20 0*
2 Leopold KONIG CZE APP 25 +1:14 14 14
3 Robert VRECER SLO VBG 32 +2:35 8 8
4 Petr IGNATENKO RUS KAT 25 +2:47 7 0*
5 Marcel WYSS SUI APP 26 +2:47 6 6
6 Danilo DI LUCA ITA ASA 36 +2:47 5 5
7 Steve MORABITO SUI BMC 29 +2:47 4 0*
8 Yannick EIJSSEN BEL BMC 23 +2:47 2 0*
9 David ARROYO DURAN ESP MOV 32 +2:51
10 Rubens BERTOGLIATI SUI TT1 33 +2:51

Gesamtklassement

1 Jakob FUGLSANG Denmark RNT 27 15:09:02 10 0*
2 Danilo DI LUCA Italy ASA 36 +1:12
3 Steve MORABITO Switzerland BMC 29 +1:21
4 Robert VRECER Slovenia VBG 32 +1:28
5 Thomas ROHREGGER Austria RNT 30 +1:31
6 Petr IGNATENKO Russia KAT 25 +1:43
7 Alexsandr DYACHENKO Kazakhstan AST 29 +2:02
8 Sergio PARDILLA BELLON Spain MOV 28 +2:08
9 Angelo PAGANI Italy COG 24 +2:24
10 Marcel WYSS Switzerland APP 26 +2:39