Alban Lakata gewinnt den hochspanndenden Dolomiti Superbike

Verfasst von am 7. Juli 2012 in offroad - Kommentare deaktiviert

Sally Bigham und Alban Lakata (foto by topeak ergon racing team

In einem hochspannenden Dolomiti Superbike hat sich der Österreicher Alban Lakata über die Langdistanz durchgesetzt. Bei den Damen war es einmal mehr die Britin Sally Bigham, die ihre Konkurrentinnen auf die Plätze verwies.

Das heurige Rennen über 119,9 Kilometer mit einem Höhenunterschied von knapp 4.000 Meter war gespickt mit Topfahrern, dementsprechend schwer war es, im Vorfeld den einen Favoriten rauszupicken. Eine Topgruppe mit Alban Lakata, Urs Huber, Alexandre Moos, Ilian Periklis und Juri Ragnoli hielt sich lange Zeit in Schach.

Im letzten Drittel des Rennens musste der Vorjahressieger Urs Huber aufstecken und fiel zurück. Die Attacken von Lakata und Moos waren zu kräfteraubend für die anderen.  Einzig der Grieche Periklis hielt noch einigermaßen mit. Bei der letzten Abfahrt jedoch fuhr der Österreicher den anderen auf und davon und gewann schließlich mit 15 Sekunden vor Moos und Periklis. Einmal mehr wurde Alban seinem Spitznamen Albanator gerecht.

Alban nach dem Rennen: „ Ich hatte heute super Beine. Nur so ist ein Sieg bei solch einer extrem starken Beteiligung möglich. Der Sieg hier war mir sehr wichtig. Der Dolomiti Superbike ist eine perfekt organisierte Veranstaltung. Mit um die 4000 Starter auch einer der grössten Marathons Europas. Es war mir wichtig, dass ich den Dolomiti einmal in meiner Karriere gewinne. Die Strecke führt durch eine wunderschöne Landschaft der Südtiroler Dolomiten. Mit 120km und 3800hm ist er ein richtiger Marathon“, so Lakata im Interview

Bei den Frauen fuhr Sally Bigham ihr eigenes Tempo und ließ am Ende nichts mehr anbrennen. Am Ende kam sie zu einem ungefährdeten Sieg mit mehr als vier Minuten Vorsprung auf Borghild Loevset und Nina Gässler.

(Quelle: dolomiti superbike) Alban Lakata, Sieger: „Dies war eines der ersten Rennen, das ich als Profi gefahren bin und hat mich dank seiner Atmosphäre, der perfekten Organisation und der Strecke so richtig mit dem MTB-Virus infiziert. Hier nun zu gewinnen, nachdem ich schon oft knapp dran war, ist der Wahnsinn! Obwohl ich Magenprobleme hatte, spürte ich, dass ich hervorragende Beine habe. Am Ende war es ein harter Dreikampf und das Überholen der Hobbyfahrer erforderte höchste Konzentration, bergab habe ich dann voll durchgezogen und das Ziel immer näher kommen sehen. Ein Kompliment auch an Alexandre Moos, der sehr engagiert fuhr und mit mir das Feld gespalten und das Tempo hochgehalten hat.“

Alexandre Moos, Zweitplatzierter: „Da ich 40 Jahre alt bin, wird dies vermutlich meine letzte Saison sein und gerade da bei diesem hochdekorierten und gutbesetzten Rennen bis zum Schluss um den Sieg zu fighten und dann den zweiten Platz zu gewinnen, ist fantastisch. Zusammen mit Lakata habe ich das Tempo hochgehalten. Es war ein spannendes und heißes Finale unter perfekten äußeren Bedingungen.“

Ilias Periklis, Drittplazierter: „Ich bin sehr glücklich, für mich ist Dolomiti Superbike ein Klassiker, vergleichbar mit Mailand – San Remo. Ich hatte einige Mühe nach der Attacke von Moos und Lakata amSilvesterplatz den Beiden zu folgen, da ich Krämpfe hatte. Ich konnte jedoch dran bleiben und habe am letzten Anstieg selbst attackiert, da ich den Siegeswillen in mir spürte, aber auf der Abfahrt konnte ich dann nicht mehr mit Lakata mithalten und bin mit Moos um den zweiten Platz gesprintet.“Ein taktisch kluges Rennen fuhr am Sonntag Sally Bigham. Die Britin, Siegerin beim KitzAlpBike vor einer Woche, erhöhte das Tempo mit Fortdauer des Bewerbs sukzessiv, ließ Gegnerin um Gegnerin hinter sich und bewältigte das Schlussviertel der Langstrecke schließlich im Alleingang. Bis zum Schluss baute sie ihren Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen deutlich aus, die Uhr blieb bei 5:39:38,4 stehen. Rund viereinhalb Minuten später kam die Zweitplatzierte Borghild Loevset (Norwegen) ins Ziel. Dritte wurde Nina Gässler aus Deutschland.

Sally Bigham, Gewinnerin 5:39.38: „Es war ein sehr taktisches Rennen. In einer Dreiergruppe mit Andreeva und Loevset bin ich dem Feld davon gefahren. Nach der Verpflegungsstation bei Innichen ist Andreeva etwas zurückgefallen und am letzten Anstieg habe ich nach der Verpflegungsstation auch Loevset abschütteln können, die auch sehr stark gefahren ist. Ich freue mich riesig, dass ich dieses Bergrennen gewonnen habe, auch weil bei mir zu Hause fast nur Hügel vorzufinden sind. Ich habe in England als Mittelstrecken-Läuferin angefangen und bin dann schließlich zum MTB gewechselt. Diese Saison läuft wirklich sehr gut und ich bin einfach glücklich.“

Borghild Loevset, Zweitplazierte: „Die letzten 15 km waren hammer-hart. Ich hatte große Schwierigkeiten, da wir ein hohes Tempo gegangen sind. Die klimatischen Bedingungen waren perfekt und es war für mich wunderbar, dass ich so lange mit Bigham mithalten konnte, dies habe ich nicht erwartet. Das Profil der Strecke kam mir sicher entgegen, da ich lange Anstiege liebe und Dolomiti Superbike bietet davon einige. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und hoffe, dass ich diese Form halten kann.“

Nina Gässler, Drittplatzierte: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Es ging heute alles wie von alleine. Wäre das Rennen noch länger gegangen, hätte ich vielleicht noch auf Rang zwei vorfahren.

Overall Men 119,9 km

1. Lakata Alban AUT 4:40.56,4
2. Moos Alexandre SUI 4:41.11,5
3. Ilias Periklis GRE 4:41.12,6

Overall Women 119,9 km

1. Bigham Sally GBR 5:39.38,4
2. Loevset Borghild NOR 5:44.11,5
3. Gässler Nina NOR 5:46.18,2

Streckenverlauf>>