AUSREIßER MOLARD ÜBERNIMMT GESAMTFÜHRUNG, EMANUEL BUCHMANN NUN AUF RANG DREI DER VUELTA!

Nach einem unglaublich harten Kampf um die Gruppe des Tages setzten sich erst nach 60 km 25 Fahrer vom Feld ab. Lukas Pöstlberger war für BORA – hansgrohe an der Spitze des Rennens, fiel aber nach weiteren Attacken zurück ins Hauptfeld. Dort arbeitete BORA – hansgrohe für seinen Leader Emanuel Buchmann, der heute im Hauptfeld das Ziel erreichte. Beim Sieg von S. Clarke machte auch R. Molard heute viel Boden gut und übernahm so die Gesamtführung. Emanuel Buchmann liegt nun auf Rang drei, weiterhin nur sieben Sekunden hinter M. Kwiatkowski. 
 
Die Etappe
Auch die heutige 5. Etappe der Vuelta a España bot gute Chancen für Ausreißer. Ein durchwegs welliges Profil zwischen Granada und Roquetas de Mar bot genügen Möglichkeiten für einen Angriff. Auf den insgesamt 188,7 Kilometern stand jeweils eine Bergwertung der 3. und eine der 2. Kategorie auf dem Plan, wobei die Strecke auch dazwischen von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet war. Erst nach der letzten Bergwertung bei Kilometer 162 führte das Finale nur noch bergab bzw. flach ins Etappenziel.  
Teamtaktik
 
Nachdem sich der UCI Weltmeister Peter Sagan immer noch nicht in perfekter Form befindet, war BORA – hansgrohe heute nicht bereit für einen möglichen Massensprint zu arbeiten. Die Teamtaktik war hingegen auf Lukas Pöstlberger und Jay McCarthy ausgerichtet, die beide ihre Chance in Fluchtgruppen bekamen. Sollte es dennoch zu einem Spint in Roquetas de Mar kommen, würde Sagan natürlich versuchen, um den Sieg zu kämpfen. Der Rest des Teams war abgestellt, um Emanuel Buchmann und Rafal Majka mit so wenig Kraftaufwand wie möglich durch die Etappe zu bringen.
 
Das Rennen
Auch heute folgte nach dem Start wieder direkt Attacke auf Attacke. Da aber alle Fahrer die Chance einer Fluchtgruppe nutzen wollten, neutralisierten sich die Angriffe gegenseitig. Auch BORA – hansgrohe zeigte sich immer wieder an der Spitze des Feldes aktiv. Es dauerte aber mehr als 60 Kilometer, bevor sich eine Gruppe endgültig vom Feld lösen konnte. 25 Fahrer, darunter Lukas Pöstlberger, konnten nun schnell mehr als zwei Minuten zwischen sich und dem Feld bringen. Doch die Gruppe harmonierte nicht, und es gab weitere Attacken an der Spitze des Rennens. Unterschiedliche Gruppen formierten sich und leider fiel Lukas Pöstlberger diesen Attacken zum Opfer. Der österreichische Staatsmeister wurde 70k vor dem Ziel wieder vom Feld gestellt, dort gab Sky das Tempo vor. An der Sprintwertung des Tages hatte ein Spitzenduo etwa eine Minute Vorsprung auf die Verfolger und mehr als fünf Minuten auf das Hauptfeld. Doch in der Abfahrt zur letzten Bergwertung des Tages änderte sich die Rennsituation erneut und drei Fahrer konnten sich entscheidend absetzen. BORA – hansgrohe hatte heute mit der Entscheidung um den Tagessieg nichts mehr zu tun, arbeitete im Feld aber sehr gut für Emanuel Buchmann. Das Team hielt Emu immer in guter Position und von allen Schwierigkeiten fern. Nach einem weiteren sehr heißen und harten Tag im Sattel holte am Ende S. Clarke den Sieg in Roquetas de Mar. Emanuel Buchmann erreichte sicher im Hauptfeld das Ziel. Durch Rang sechs auf der heutigen Etappe übernahm R. Molard die Führung in der Gesamtwertung, Buchmann liegt nun auf Rang drei, immer noch 7 Sekunden hinter M. Kwiatkowski. 
 
Ergebnis
01        S. Clarke                     4:36:07
02        B. Mollema                 +0:00
03        A. De Marchi               +0:00
06        R. Molard                    +0:08
29        E. Buchmann              +4:55
 
Reaktionen im Ziel
„Der Beginn der Etappe war heute echt hart, speziell nach der Bergankunft gestern. Unser Team hat aber super gearbeitet, und als die Gruppe weg war, haben sie mich immer vorne im Feld gehalten, um nie in Schwierigkeiten zu geraten. Im Lauf der Etappe sind meine Beine dann immer besser geworden. Am Ende war es ein Tag ohne große Besonderheiten. Molard ist zwar in der Gesamtwertung nach vorne gekommen, aber ich denke nicht, dass das am Ende eine Auswirkung auf die Gesamtwertung haben wird.“  – Emanuel Buchmann
 
„Das war eine brutale Etappe heute. Der Beginn war extrem schnell und es wurde ständig attackiert. Es hat fast 60 km gedauert, bis endlich eine Gruppe vorne war. Lukas und Jay haben für uns versucht immer wieder mitzuspringen, Lukas war dann auch in der Gruppe, hatte zu diesem Zeitpunkt aber einfach schon zu viel Energie gelassen, um noch um den Etappensieg kämpfen zu können. Im Feld haben alles Jungs super für Emu gearbeitet und ihn immer vorne in Position gehalten. Er hat sicher im Hauptfeld das Ziel erreicht und liegt immer noch nur 7 Sekunden hinter Kwiatkowski, das war heute das Wichtigste.“ – Steffen Radochla, sportlicher Leiter
 
 
 

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