ES WIRD EIN MEGA WOCHENENDE - JOHANNES HESSENBERGER IM INTERVIEW

RAD(MARATHON)VENT DES MONAT! - Der NEUSIEDLERSEE RADMARATHON  am 28./29. April wird der erste der Saison sein, den radsport-news.at , radstars.at und ALPENTOUR TV intensiv begleiten werden.

LIVE AUS MÖRBISCH - www.alpentour.tv 
28. April - 17 UHR - AT TV LIVE - Das EZ, Interviews, usw.
29. April - 10 UHR - AT TV LIVE - Der NRM

 

Wir haben uns mit Johannes Hessenberger zum Interview getroffen. Er ist seit heuer neuer OK Leiter des NRM. Normalerweise kurbelt er ja im HILL Racing Team an der Seite von Leo Hillinger, oder Rene Haselbacher. Übrigens: Am Ende des Interviews haben wir gemerkt, dass der eher ruhige unscheinbare Johannes Hessenberger geredet khat, wie ein "Buch". Was uns gezeigt hat, dass er dieses Event zu 100 % lebt. Mit ganzem Herzen. Also freut Euch jetzt schon auf ein wunderbares "Renn"Wochenende. 

Johannes, wie sieht es mit den Vorbereitungen aus:
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Zum Glück habe ich einige Unterstützer aus dem Team und auch Kurt Zeilinger, der den Marathon ja viele Jahre organisiert hat, greift mir noch tatkräftig unter die Arme. Ohne derartige Hilfe, wäre es neben dem Beruf nicht möglich, so einen Event zu organisieren. Da es in Mörbisch für ein derartiges Event keine großen öffentlichen Einrichtungen gibt, müssen wir alles Nötige heranschaffen. Angefangen vom Festzelt über Duschcontainer, Toilettenanlagen eine Küche für die Pasta Party und Vieles mehr. Aber wir tun Alles Mögliche, um den Athleten einen mehr als angenehmen Aufenthalt in Mörbisch zu bieten – So wird es z.B. wieder einen überwachten Bereich geben, damit die Sportler Ihre teuren Räder abstellen können und sich nach dem Bewerb – nun ein bisschen Eigenwerbung -  bei einem Golser Bier (auch Alkoholfreis bzw. Golser Radler) oder einem Glas Strommer Wein gemütlich mit Ihren Familienangehörigen und / oder Freunden zusammensitzen können.
 
Gab es eine ordentliche Organisations-Challenge, welche dich herausgefordert hat?
Die Genehmigung der Strecke seitens der Behörde war ein großer Meilenstein, dafür möchte ich mich schon jetzt bei der Burgenländischen Landesregierung und dem Radsportverband für die angenehme Zusammenarbeit bedanken! Sicherheit ist unser oberstes Gebot! Es werden alleine beim Radmarathon am Sonntag insgesamt 66 Polizisten in Österreich an der Strecke sein, um für die Teilnehmer alles abzusichern. Nichts desto trotz ist jeder Teilnehmer (StVo) für seine Sicherheit und die Sicherheit der anderen Teilnehmer selbst! und mitverantwortlich!. P.S.:Am gesamten Wochenende werden wir ca. 110 Polizisten und 30 Streckenposten im Einsatz haben.
 
Wie sieht es eigentlich auf der ungarischen Seite aus?
Speziell im Ungarischen Teil der Strecke ist größte Vorsicht geboten. Im gesamten Ungarischen Bereich sind teilweise grobe Fahrbahnschäden. Wir haben darauf keinen Einfluss und es ist unmöglich, diese Schäden zu markieren. Deshalb gilt generell größte Vorsicht besonders innerhalb des gesamten Ungarischen Teils der Strecke!
 
Wenn man auf das Programm am Wochenende blickt, kann man einiges erwarten!
Tja, das kann man sagen. Beginnen werden am Samstag die Kinder mit den Läufen. Weiter  geht es dann mit den Hauptläufen über 5000m und den Halbmarathon, welche durch das herrliche Gemeindezentrum von Mörbisch und auch durch die schönen Weingärten führen.

Besonders der Samstag- Nachmittag wird cool! Da kommt es zum Showdown beim Zeitfahren. Jährlich nehmen beim Mörbischer Zeitfahren die besten Amateure Österreichs teil – Dies auch darum, weil es erstens eine erste Beurteilung nach den Trainingsmonaten ist und zweitens eine sehr schöne anspruchsvolle Strecke. Und: Nicht das Material ist ausschlaggebend, sondern hauptsächlich die eigene Körperkraft. Dieses Jahr werden wir 2 verschiedene Kategorien haben, eine für die Zeitfahrer mit den richtigen Zeitfahrmaschinen (TT) und die andere mit ganz normalen Rennrädern. Ich selbst kann nur davon schwärmen, Zeitfahren macht richtig Spaß, es ist ein faires Kräftemessen, wo man nicht taktieren kann. Und zusätzlich auch verglichen mit dem Radmarathon ein sichereres Rennen – denn die Strecke ist zur Gänze gesperrt! Hm, ich würde selbst ja auch gerne mitfahren aber wichtiger ist mir, dass alles rund läuft.

Übrigens - Als Schmankerl hat sich Christoph Strasser während unserer Trainingseinheiten auf Zypern von mir überreden lassen, beim Zeitfahren dabei zu sein. Die Wahl ist zwischen dem Race Across Italy und dem Mörbischer Zeitfahren zu Gunsten von unserem Event gefallen, was mich irrsinnig freut und auch meine Überredungskünste hervorhebt (Lächelt). Christoph hat mir auch gesagt, dass er mit voller Motivation teilnimmt. Also Freunde, die Konkurrenz schläft nicht.

Ah,Ja: Am Samstag werde ich zumindest wohl früh schlafen gehen, denn am Sonntag folgt dann der Königsbewerb - Der Neusiedler See Radmarathon, wo wir mehr als 1000 Teilnehmer erwarten.

Was ist das besondere an der Strecke:
Ich bin am Osterwochenende wieder eine Runde entlang der Rennstrecke gefahren, dies gemeinsam mit einem Freund - halbwegs zügig, nahe dem Renntempo. Mein Freund kommt aus Salzburg und hat sich gewundert, dass es doch ziemlich anspruchsvolle Anstiege gibt (vor allem bei diesem Tempo). Speziell am Beginn, gleich nach dem Start, haben es die ersten 4km in sich, aber da ist ja zum Glück noch jeder  frisch und hoffentlich schon munter. Es kommt hier ganz drauf an, wie man es anlegt. Schaffen tut es jeder. Die einen wollen halt hinauf „brettern“, die anderen können es genießen und durch die herrlichen Weingärten radeln und mit Freunden noch ein bisschen plaudern (um es zu umschmücken). Im Flachen ist es dann auch für einen Hobbyfahrer eine Freude, wenn man im Pulk so vor sich hin „cruisen“ kann. Der Wind schafft hier den Zusammenhalt und man kommt im Laufe der Kilometer von selbst darauf, dass es am besten ist, wenn man zusammenhilft.
 
Ehrlich, ist es für jeden machbar:
Ja definitiv! Das ist das Schöne an dieser Strecke! Die einen nehmen es halt ambitioniert und umkreisen den See in 3 Stunden, die anderen fahren dieselbe Strecke in 6 Stunden und gönnen sich vielleicht auch mal zwischendurch ein Glaserl – (siehe Werbung oben).
 
Rene Haselbacher hat das neue Outfit kreiert:
Ja, Rene und ich fahren des Öfteren auch nachts nach der Arbeit in Wien eine gemeinsame Runde (Aha). Lustigerweise hat er im letzten Jahr mit mir sein erstes Nachtraining gemacht und ist dabei auch auf den Geschmack gekommen. Wenn man das von einem ehemaligen  Tour de France Teilnehmer hört, macht das schon Freude. Bei den Ausfahrten reden wir viel miteinander und kommen so auf einige Ideen. Unter anderem auch das NRM Trikot, welches wirklich sensationell gut gelungen ist. (Wie könnte ich was anderes sagen). Erhältlich ist das Trikot in unserem NRM Shop auf unserer Homepage www.neusiedlersee-radmarathon.com. Und: Wer es dann auch noch beim Radmarathon anzieht darf im Startblock 1 starten!
 

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Sind viele Nationen am Start:
Ja, ich kann es kaum fassen! Es sind derzeit sage und schreibe 19 verschiedene Nationen am Start, darunter auch Radler aus den USA und sogar aus Japan! Sogar ein Französischer Opernsänger, der normalerweise auf der Festspielbühne steht, fährt mit.
 
Wie waren die letzten Monate als OK Leiter:
Organisieren und etwas auf die Beine stellen und dabei seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, gefällt mir besonders gut. Die Organisation des Neusiedler See Radmarathon macht mir viel Freude, weil ich weiß, dass es sich nicht wenige Teilnehmer zum Ziel gemacht haben, hier zu finishen. Und sie nutzen dies auch um mit Freunden oder der Familien ein gemütliches Wochenende zu verbringen. Dass es für die Region so einen großen Stellenwert hat, war mir anfangs gar nicht so richtig bewusst. In den letzten Monaten kam ich mit vielen Leuten in Kontakt, die ich überhaupt das erste Mal getroffen habe, oder bisher nur vom Telefon kannte. Es freut mich jedes Mal wenn ich jemanden erzähle, dass ich der OK Leiter vom NRM bin und dann eine positive Reaktion erkenne. Es öffnet sich jeder, ist voller Elan mit dabei, gleich per Du. Das macht es aus!

Des Weiteren finde ich es interessant, Situationen kennen zu lernen, die ich bisher noch nicht kannte. Mit Fernsehteams zu drehen, oder Interviews zu geben. Man ist da ein bisschen auf Leos oder Hasis Spuren unterwegs. (Ich glaub, ich komm fast besser rüber wie die Beiden, g). Nein ehrlich, dies ist wieder eine Bereicherung fürs Leben!

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Und - Teilweise waren auch ein paar schlaflose Nächte dabei, doch das sehe ich dann als Training für meine Ultra Cycling Aktivitäten. Ich denk mir, wenn man ab und zu 24h durchgehend Radfahren kann, muss man auch ab und zu 24h arbeiten können. (klingt logisch)

So fertig mit dem Interview, ich muss jetzt wieder Gas geben, denn es gibt noch viel zu tun.Am Ende des Tages (29. April), hoffen wir und vor allem ich, dass die Mehrheit der Teilnehmer und Besucher damit zufrieden waren, was wir auf die Beine gestellt haben. Bis bald und …… Kette rechts!

 

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