HAMMER STRECKEN BEI RAD WM INNSBRUCK

(Foto:(v.l.n.r.) Georg Spazier (GF innsbruck-tirol sports GmbH), Franz-Xaver Gruber (Stadtrat Innsbruck), Josef Margreiter (GF Tirol Werbung) und Thomas Rohregger (Ex-Radprofi und Streckenplaner der Rad WM 2018)
 
Extreme UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck/Tirol - Im Rahmen der Rad-WM in Bergen (NOR) wurde  das Geheimnis um die Strecken für die UCI Straßenrad WM 2018 (22. bis 30. September) gelüftet. Vor allem das 265 Kilometer lange Rennen der Elite-Fahrer beeindruckt mit zahlreichen Anstiegen zwischen Kufstein und Innsbruck. Die Entscheidung wird auf der bis zu 25 Prozent steilen „Höttinger Höll“ kurz vor dem Ziel erwartet.
 
Was die Hahnenkammabfahrt für den alpinen Skisport, wird das WM-Profirennen der Herren im nächsten Jahr bei den UCI Straßen Rad Weltmeisterschaften in Innsbruck für den Rennradsport sein: hart, härter, am härtesten - die mitunter schwerste Rad-WM aller Zeiten mit knapp 5.000 Höhenmetern! Die UCI Straßenrad WM 2018 verbindet ganz Tirol. Die Landeshauptstadt Innsbruck ist Zielort aller zwölf Straßen- und Zeitfahrbewerbe. Die Teamzeitfahren der Damen und Herren werden in der Area47 im Ötztal gestartet, die Zeitfahren der Junioren, Juniorinnen, U23-Fahrer und Elite-Damen in Wattens auf dem Gelände der Swarovski Kristallwelten, während die Elite-Herren in aus der kleinsten Stadt Österreichs, aus Rattenberg, ihr Rennen in Angriff nehmen. Sämtliche Straßenrennen bis auf die Juniorinnen, deren WM-Rennen in Rattenberg startet, beginnen in der Festungsstadt Kufstein.
 
Straßenrennen mit schweren Schlussrunden in Innsbruck
Von Kufstein aus führt die Strecke über rund 90 Kilometer nach Innsbruck. Kurz bevor die Landeshauptstadt erreicht wird, passieren die Sportlerinnen und Sportler den ersten Anstieg nach Gnadenwald. Mit einer Länge von 2,6 Kilometern und einer Steigung von durchschnittlich 10,5 Prozent wartet die erste Bergprüfung des Tages. Über Absam und Rum führt die Strecke über die Kettenbrücke in die Tiroler Landeshauptstadt, wo bei der Hofburg/dem Landestheater das erste Mal das Ziel passiert wird.
 
25% Anstieg bei den Elite-Fahrern
Nach der ersten Zieldurchfahrt in Innsbruck folgt der 23,9 Kilometer lange Rundkurs über Aldrans, Lans und Igls - inklusive dem 7,9 Kilometer langen und durchschnittlich 5,7 Prozent steilen Anstieg vorbei am Schloss Amras und am Patscherkofel. Dieser Berg weist eine Maximalsteigung von zehn Prozent auf. Die Runde um Innsbruck wird von den Juniorinnen ein Mal, von den Junioren zwei Mal, von den Elite-Damen drei Mal und von den U23-Fahrern vier Mal bestritten. Die Herren Elite, die am 30. September 2108 mit dem Straßenrennen den Höhepunkt der UCI Straßenrad WM 2018 bestreiten, absolvieren sechs Runden, ehe es in die finale geht. Diese hat es mit einer Länge von 31 Kilometern in sich! Nach dem Anstieg zum Patscherkofel geht es nach der rasanten Abfahrt vorbei an der Bergiselschanze und der Durchfahrt durch das Herz von Innsbruck entlang sämtlicher Sehenswürdigkeiten, auf eine weitere Schleife Richtung „Höttinger Höll“. Von der Spitze des letzten Anstieges, eine Rampe mit bis zu 25 Prozent Steigung, geht es über die Hungerburg technisch anspruchsvolle Kilometer bergab. Nach knapp drei flachen Kilometern erreichen die Fahrer das Ziel bei der Hofburg in Innsbruck!
 
Auch Elite-Zeitfahren geht hinauf!
Auch die Team- und Einzelzeitfahren haben es bei der UCI Straßenrad WM 2018 in sich: Die Elite-Herren bestreiten eine Streckenlänge von 54,2 Kilometer von Rattenberg nach Innsbruck. Dabei befindet sich auch über Fritzens der Anstieg nach Gnadenwald mit 600 Höhenmetern auf der Strecke! Die U23-Fahrer, Junioren und Elite-Damen bestreiten ihre Zeitfahren von Hall-Wattens nach Innsbruck über 28,5 Kilometer, die Streckenlänge der Juniorinnen beträgt ebenfalls mit dem Start in Hall-Wattens in die Landeshauptstadt 20,2 Kilometer. Die Teamzeitfahren der Damen und Herren werden bei der Area47 im Ötztal gestartet und führen bei den Profis über 62,1 Kilometer, inklusive dem 4,6 Kilometer langen Anstieg von Kematen in Tirol nach Axams. Die besten Damenteams der Welt bestreiten 53,8 Kilometer.
 
Stimmen zur Streckenpräsentation:
Brian Cookson, UCI Präsident:
„Nach Villach 1987 und Salzburg 2006 freuen wir uns darauf, mit unserer größten Radsportveranstaltung des Jahres wieder nach Österreich zurückzukehren. Die Organisatoren in Innsbruck haben eine beeindruckende Strecke auf die Beine gestellt. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Rennen in Tirol eine große Herausforderung für die Fahrer und ein großes Radsportfest für die weltweit anreisenden Fans werden.“
 
Georg Spazier, OK-Chef UCI Straßenrad WM 2018:
„Die Startorte und Strecken sind fixiert, die Vorbereitungen laufen sehr gut. Jetzt müssen wir die Radsporteuphorie, die auch durch die tollen Erfolge unserer Radprofis in diesem Jahr entfacht wurde, ausnützen und rüberbringen. Wir erleben im nächsten Jahr eine Rad-WM der Superlative, mit den meisten Startorten, den meisten Höhenmetern und auch den meisten Kilometern. Beim Großteil der Strecken gingen wir an das von der UCI erlaubte Limit an Rennkilometern. Und wir bieten im nächsten Jahr eine Rad-WM für ganz Tirol. Vom Ober- bis zum Unterland können wir möglichst viel von unserem schönen Tirol präsentieren.“
 
Thomas Rohregger, Ex-Radprofi und Streckenplaner der UCI Straßenrad WM 2018:
„Ich freue mich schon sehr auf dieses Radsporthighlight in meiner Heimat und hoffe, dass sich auch die Tiroler Bevölkerung von der Radsportbegeisterung anstecken lässt und Teil der UCI Straßenrad WM 2018 wird. Wir liegen im Herzen der Alpen und so dürfen wir uns auf zahlreiche Radsportfans aus aller Welt während den Titelkämpfen in Tirol, Innsbruck und den Regionen freuen. Bei der Konzeption der Strecke ist es vor allem darum gegangen eine Strecke zu finden, die allen Ansprüchen gerecht wird: sportlichen, logistischen, sicherheitstechnischen, touristischen und für Fans interessante. Die Vorgabe war es, einen Kurs zu entwerfen, der den Bergfahrern und Gesamtwertungsfahrern der großen Landesrundfahrten (Tour de France, Giro di Italia, Vuelta a Espagna) die Chance gibt, um das Regenbogentrikot zu kämpfen. Das Radpendant zur Mausefalle auf der Kitzbüheler Streif ist die „Höll“ in Innsbruck. Der bis zu 25 Prozent steile Anstieg wird nur beim Profirennen der Männer gefahren. Das ist der absolute Schlüsselmoment im Rennen. Die Froomes, Nibalis und Quintanas dieser Welt werden dort den Grundstein für den WM-Titel legen. Aber auch unsere heimischen Athleten haben berechtigtere Hoffnungen bei den Medaillenentscheidungen ein kräftiges Wort mitreden zu dürfen, wie man an Hand der jüngsten großartigen Erfolge erkennen und erhoffen kann/darf.“
 
Grafiken:

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