ENGADINER: ORENOS MIT STRECKENREKORD - ALLE ERGEBNISSE!

(Bericht&Foto/Stefan Schwenke) - Nahezu ausgebucht, schnell und spannend: Bei perfekten Bedingungen hat die zwölfte Austragung des Engadin Radmarathon die Erfolgsgeschichte des Klassikers nahtlos fortgesetzt. «Wir sind extrem zufrieden», so Fabian Schorta, OK-Chef der Veranstaltung, der sich auf der Langstrecke sogar über einen neuen Streckenrekord freuen konnte. Die Appenzellerin Laila Orenis, die im Engadin bereits 2015 gewonnen hatte, unterbot in 6:51:04 Stunden den bisherigen Streckenrekord auf Engadiner Strassen um fast sechs Minuten. «Auch das erweiterte Rahmenprogramm mit Kids Race hat sich bewährt», so Schorta. «Der Samstag ist zu einem vollwertigen Marathon-Tag geworden.»

Nachdem bereits am Vortag Bikeshow und das Kids Race mit fast 50 Teilnehmerinnen für ein spannendes Sportprogramm gesorgt hatten, bliebe nach Verbuchung der Nachmeldungen am Sonntag nur noch wenige Restnummern in den Regalen. «Wir waren erneut fast ausgebucht. Das ist natürlich eine Bestätigung für unsere Arbeit», so Schorta. Insgesamt hatten sich 1407 Athletinnen und Athleten für den Engadin Radmarathon eingeschrieben.

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Die schnellsten davon entschieden die 211 Kilometer über Livigno, Forcola di Livigno, Bernina sowie Flüela und Albula in einem Ausscheidungsrennen am letzten Pass für sich. Nachdem am Flüela zunächst eine siebenköpfige Gruppe aus dem ersten Feld davongefahren war, dezimierte sich die Gruppe Richtung Bergün und Preda Kilometer für Kilometer, bis die zwei Italiener Riccardo Corbetta und Thomas Gschnitzer allein unterwegs waren. Das bessere Ende hatte im Zernezer Sprint dann Corbetta. Der Mann aus Besana in Brianza gewann nach 6:12:47 Stunden Fahrzeit mit 0,8 Sekunden vor seinem Südtiroler Konkurrenten. Als Dritter wurde René Stadelmann aus Ruswil in 6:16:33 Stunden bester Schweizer.

Auch das Rennen der Frauen wurde lange Zeit von einer zweiköpfigen Spitzengruppe bestimmt. Nachdem anfänglich die ehemalige Zeitfahr-Weltmeisterin und Olympia-Zweite Emma Pooley für hohes Tempo gesorgt hatte, übernahmen Laila Orenos, Engadin-Siegerin von 2015 und zweifacher Siegerin des Ötztaler Radmarathons, sowie Nina Zoller aus Chur ab der Passhöhe des Flüela das Kommando. Während sich Pooley ausführlich verpflegte («Ich hatte einen Hungerast») arbeiteten Orenos und Zoller bis in den Albula hinein zusammen. Dann fehlte auch Zoller die nötige Energie und die 30-Jährige musste ihre 34-Jährige Konkurrentin ziehen lassen. In der Folge liess Orenos auch bei der Fahrt durch das Engadin nichts mehr anbrennen («Zum Glück hatten wir Rückenwind, ich war völlig allein unterwegs.») und fuhr in 6:51:04 Stunden nicht nur zu einem ungefährdeten Sieg, sondern auch zu neuem Streckenrekord. Zoller kam in 6:59:10 Stunden ins Ziel – die nun viertbeste je auf dieser Runde gefahrene Zeit. Dritte wurde Bianca Somavilla aus Fulpmes in Österreich, im vergangenen Jahr schon Zweite der Alpen Challenge hinter Orenos.

Die Kurzstrecke wurde vom Start weg von Fabian Gut aus Reinach sowie dem Österreicher Lukas Pössl bestimmt, die sich bereits im Anstieg Richtung Ofenpass abgesetzt hatten und den Sieg nach 97 Kilometern unter sich ausmachten. Gut sorgte dabei in 2:32:53 Stunden gleich für einen Schweizer Sieg zum Auftakt des Radmarathon-Sonntags. Dritter wurde im Sprint einer 22 Fahrer umfassenden Verfolgergruppe Laurin Bachmann aus Reigoldswil. Das Rennen der Frauen entschied die slowakische U23-Triathletin Ramona Gajdosova für sich.

 

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