MAG NICHT MEHR - GERNOT WEINIG HÖRT ALS ORGANISATOR DES RATA AUF

Es war für etliche Extremradsportler gestern ein Schlag ins Gesicht - so zumindest haben sie es auf Social Media selber kommentiert - Gernot Weinig, bekannt als umtriebiger Alleinorganisator des RATA (Race Across the Alps) - hat genug.  Wir sind der Meinung, dass das RATA auch nach Gernot Weinig`s Entschluss ja nicht "sterben darf! Denn mittlerweile ist das Event (vor allem durch die Arbeit von ihm) an einem Punkt angelangt, wo es seinen Platz in der "Hall of Fame" der Extremradrennen endgültig eingenommen hat.
 
In einem Schreiben, welches er auf der RATA Seite veröffentlicht hat, bedankt sich Gernot Weinig, bei allen, die ihn in seiner Arbeit unterstützt haben. Und vor allem bei den Athleten, welche für grosse Emotionen gesorgt haben. "Wer mich kennt weiss, dass wenn ich Schluss mache, Schluss ist", hat uns Weinig am Telefon bestätigt.
 
Spätestens nach dem Ex-equo Erfolg von Robert Petzold & Daniel Rubisoier im vergangenen Jahr, weiss man, das RATA schreibt jedes Jahr seine Geschichte. 
 
Zum Nachschauen auf das Bild klicken - Zielankunft RATA 2018
 
Partner
  
Wir von radstars.at haben jahrelang mit Gernot Weinig zusammen gearbeitet. Beim Event gefilmt, moderiert und ihn auch bei der Pressearbeit unterstützt. Der gebürtige Bregenzerwälder - jetzt eigentlich aber Tiroler, gg -  hat es immer auf seine Art organisiert. Im Kreise seiner Familie und Freunde.  
 
Das RACE ACROSS THE ALPS gilt - auf Österreich bezogen - neben dem Glocknerman oder dem RACE AROUND AUSTRIA als das grosse Abenteuer unter den Extremradsportler. Moderationskollege Othmar Peer hatte im Jahr 2000 gemeinsam mit Max Wassermann die Idee, neben dem Dreiländer Giro ein weiteres spektakuläres Event am gleichen Wochenende durch zu führen. 2001 haben Peer und Franz Venier dann eine Strecke ausgesucht und los ging die Tortour.
 
Premierensieger war kein geringerer als Gerrit Glomser. Unsterblich und als lebende Legende wird auf Grund des RATA etwa der Salzburger Paul Lindner angesehen. Nicht nur, weil er 2mal gewonnen hat, sondern weil er sämtliche RATA seit 2001 bis heute in Angriff genommen hat. In den vergangenen Jahren haben der Deutsche Robert Petzold und der Tiroler Daniel Rubisoier das RATA bestimmt, beide haben mittlerweile 4 mal gewonnen. Christoph Strasser, der beste Extremradsportler der Gegenwart, ist bisher einmal 2. geworden. Allerdings hat er seine Saisonplanungen in den letzten Jahren immer ohne RATA ausgerichtet. Bekannte Namen am Podest gibt es viele: Patric Grüner, Valentin Zeller, Franz Venier, Pierre Bischoff, Patrick Hagenaars. .....,  Und: Nur ganz wenige Damen haben das RATA bisher gefinisht, unter ihnen Nadja Prieling und Anna Bachmann! Respekt! Nicht alleine die Ersten sind die Helden, sondern ALLE die finishen! Alles nachzulesen auf Wikipedia 
 
2005 hat Gernot Weinig die Organisation übernommen  - oft musste man meinen, dass geht nicht, wenn einer alleine das macht, aber er hat es dann doch immer irgendwie geschafft, das RATA durchzuführen. Dies vor allem, wie oben beschrieben, auch mit Unterstützung seiner Familie und deren Freunde. Kultstatus hat Gernot Weinig erreicht, dass der als Veranstalter jedes Jahr beim Event mindestens 48 Stunden ununterbrochen unterwegs war. Am Start, auf der Strecke, im Ziel, bei der Siegerehrung und dann die "After Race Party". 
 
Von Jahr zu Jahr ist das Event mehr und mehr zu einem Pfilichttermin der Extremradsportler geworden. Denn grössten Erfolg den er verbuchen kann, ist die Tatsache, dass viele Extremradsportler sagen:
 
"Das RATA musst du einmal im Leben gemacht haben, sonst fehlt was."
 
Fazit: Das RATA darf nicht sterben - Jeder "Rücktritt" macht auch den Weg frei für etwas Neues - dies hat er uns am Telefon bestätigt. Und so heisst es jetzt für die Verantwortlichen der Radtage Nauders rasch zu überlegen, wer das "Erbe" Weinigs weiter macht. Vielleicht mit Gernot Weinig als Berater - denn das Wissen, welches er sich in den vergangenen Jahren in der Organisation angeeignet hat, ist unbezahlbar. Und so wären alle an einem Tisch und in einem grossen Team.
 
Zum Schluss noch DANKE von unserer Seite an Gernot Weinig, denn er hat uns jahrelang eine tolle Plattform geboten. 
 
 

Zurück