MALENE DEGN AUF RANG SECHS!

 
Das GHOST Factory Racing Team konnte beim dritten Weltcup das nahezu beste Rennen der Saison einfahren. Malene Degn konnte mit dem sechsten Rang ihr bisher bestes Ergebnis erkämpfen. Dem taten es im Anschluss ihre Teamkolleginnen im Eliterennen gleich. Lisi Osl zeigte ihre bisher beste Saisonleistung auf Rang 22 und Anne Terpstra konnte sich erstmals wieder in den TOP20 platzieren.
 
Die Umstände für das XCO Rennen in dem auf fast 2.000 Metern gelegenen Skigebiet sind spezielle und erfordern von allen Athletinnen eine gesonderte Vorbereitung um mit der dünnen Luft zurecht zu kommen. Der vier Kilometer lange Kurs ist aufgrund des natürlichen und schroffen Untergrundes in Kombination mit den steilen Anstiegen eine eigene Herausforderung die auf jedem Meter volle Konzentration erfordert. 
 
Lediglich Alexandra Engen tat sich mit den gegebenen Voraussetzungen recht schwer und fand von Anfang an nicht in ein konkurrenzfähiges Wettkampftempo: „Ich habe schon am Vortag gemerkt, dass das wohl ein schweres Rennen für mich wird und mein Körper mit der Höhenluft nicht wirklich zurechtkommt. Deshalb bin ich vorsichtig gestartet, leider konnte ich dann nicht wirklich zulegen. Das ist natürlich schade, vor allem im Vergleich zu dem TOP15 Resultat gleich beim ersten Weltcup, ich bin mir aber sicher, dass das an den Umständen lag und meine Form noch da ist.“ 
 
Malene Degn war mit den ersten beiden Weltcups der Saison noch nicht 100 prozentig zufrieden und erhoffte sich eine Steigerung in Andorra, die ihr in einem starken Rennen auch gelang: „Ich weiß, dass ich die letzten Wochen gut trainiert habe, aber es braucht auch diesen einen Tag an dem dann alles passt und man es dann auch abrufen kann.“ Die Dänin reiste erst kurz vor dem Rennen an und fühlte sich am Trainingstag noch nicht richtig wohl auf der Strecke, lies sich dennoch nicht beirren und zeigte am Renntag einen routinierten Wettkampf: „Ich wollte auf keinen Fall zu schnell starten, weil die Möglichkeiten sich hier zu erholen noch geringer sind. Ich habe mich dann auch nicht verrückt machen lassen als ich zunächst etwas weiter hinten lag und konnte Stück für Stück Plätze gut machen. Am Ende bin ich noch nicht da wo ich hin möchte, für das Selbstvertrauen war es aber ein gutes Rennen und gibt mir ein gutes Gefühl für das Rennen in der Lenzerheide.“ 
 
Lisi Osl und Anne Terpstra gingen ihr Rennen recht unterschiedlich an, erreichten am Ende aber - nur durch eine knappe Minute voneinander getrennt - ihr jeweils bestes Saisonresultat. Die österreichische Meisterin startete schnell und konnte sich sogar in den TOP15 platzieren ehe sie gegen Rennende nochmal ein paar Plätze abgeben musste: „Nach den ersten beiden Saisonrennen in denen ich meine Form nicht zeigen konnte, habe ich mir hier schon besonderen Druck gemacht. Ich wusste was ich vor Albstadt/Nove Mesto falsch gemacht habe, trotzdem musst du es dann erst besser machen und deine Leistung abrufen. Alles in allem war das heute ein Sicherheitsrennen und das hat gut funktioniert. Ich konnte am Start recht locker mitgehen und war weiter vorne als gedacht, zum Ende hin hatte wohl jeder mit der Höhe zu kämpfen und ich habe dann auch etwas Zeit verloren. Als Anne von hinten kam hat mich das nochmal gut mitgezogen, aber die war so motiviert, irgendwann musste ich sie dann auch fahren lassen.“
 
Eben diese holländische Teamkollegin war zunächst eher auf Rang 30 zu finden und konnte durch konstante Runden bis zum Ende ihr erstes TOP20 Resultat seit 2015 einfahren. Nach einem verhaltenen Start konnte sie sich mit konstanten Rundenzeiten nach vorne arbeiten und kämpfte bis zum letzten Meter um Platzierungen: „Das war ein hartes Stück Arbeit heute und ich freue mich natürlich über mein Ergebnis, vor allem weil mir die Höhe eigentlich gar nicht liegt. Es lief bisher in keinem Weltcup perfekt und heute ging es das erste Mal echt gut, auch wenn ich am Start recht weit hinten war, aber mein Respekt vor der Höhe war doch recht groß. Als ich dann zurück bei Lisi war haben wir uns bestimmt fünf Mal hin und her überholt und ich wurde sie nicht mehr so recht los“ lachte die niederländische Meisterin gelöst. 
 
Am heutigen Montag steht die direkte Weiterreise zum nächsten Weltcup in die Lenzerheide an, bei dem natürlich alle hoffen den Aufwärtstrend bestätigen zu können und mit einem weiteren Ergebnis zu glänzen.
 

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