MARKT & RAGGL HABEN ETLICHE ZIELE UND SEHEN EINIGES KRITISCH

Karl Markt (38) und Gregor Raggl  (26)- Cross Country ist ihre Leidenschaft und da sind sie in Österreich absolute Spitze. Nicht nur das, denn auch international sind sie im UCI Ranking mit den Rängen 13 bzw.  26. ganz gut vertreten.
 
 
Mittlerweile fahren die beiden Tiroler das 3. Jahr für das Schweizer Möbel Märki Pro Team. Aktuell bestreiten sie auf Lanzarotte ein 4 tägiges Etappenrennen. Dies aber noch nicht in vollem Rennmodus. Auch ihnen haben wir unsere Fragen zur kommenden Saison gestellt. Beide, sowohl Markt wie auch Raggl haben etliches vor. Obwohl von der Heim WM (Strasse) angetan, sehen sie wenig Nachhaltigkeit. Und Gregor Raggl ist in Sachen Entwicklung für die Zukunft eher sekeptisch.
 
KM:  Die Vorbereitung lief bisher gut und nachdem der erste Weltcup ja erst im Mai ist, hab ich bis dahin heuer mehr Zeit um in Topform zu sein.
GR: Die Vorbereitung verläuft für mich bis jetzt sehr zufriedenstellend und ich bin guter Dinge für die ersten anstehenden Wettkämpfen. Der erneute Staatsmeistertitel im Cyclo Cross gibt mir die nötige Bestätigung das ich auf dem richtigen Weg bin.
 
Wo habt ihr Euch vorbereitet?
KM: Ich habe bisher Zuhause im Ötztal meine Einheiten gemacht – Auf dem MTB, sowie Skitouren und Langlaufen. 
GR: Nachdem ich die letzten Jahre bereits im Dezember das erste Trainingslager absolviert hatte, habe ich mich dieses Jahr zu Hause vorbereitet und mehr Zeit im Kraftraum und auf den Skiern verbracht. 
 
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Wie ist es mit dem Möbel Märki Pro Team 
KM: Ich bin jetzt sowie Gregor das 3. Jahr dabei und es ist das perfekte Umfeld um Topleistungen bringen zu können. Heuer sind wir wieder 3 Männer und dadurch glaube ich pushen wir uns nochmals gegenseitig!
GR: Unser Team,  bietet auch mir die absolut besten Möglichkeiten, um unter professionellen Bedinungen die Saison zu bestreiten. Anfangs hatte ich noch Mühe mich im Team zu behaupten, mittlerweile gehören wir beide – Charly und ich - zu den Leistungsträgern. Dies macht mich persönlich stolz. Wir arbeiten sehr eng mit dem Team zusammen und versuchen uns weiter zu entwickeln. Das grosse Ziel heisst Tokio 2020.
 
Die ersten Rennen?
KM: Wir sind jetzt in Lanzarotte und bestreiten dieser Tage ein 4tägiges Etappenrennen.
GR:  Ich sehe diese Etappenrennen jedoch als Training unter Rennbedinungen. Richtig los gehen wird es dann auf Zypern, bevor es Ende  März auf heimischen Boden mit den Cross Country los geht.
 
Welches sind für Euch persönlich die wichtigsten Rennen der Saison?
KM: Das sind ganz sicher zum einen das Heimrennen in Haiming und dann eben die Weltcup Bewerbe. Es ist dies schon etwas besonderes. Und dann geht sicher auch bei der Weltmeisterschaft die „Post“ ab.  
GR: Bei mir auch, der Weltcup steht nach wie vor wieder ganz oben auf der Liste, neben der Europameisterschaft wird die Weltmeisterschaft in Kanada aber mein große Ziel für heuer sein. National ist auch die  ÖM für mich ein wichtiges Rennen, wo ich natürlich versuchen werde den Titel zu verteidigen.
 
Was ist dein persönliches Ziel für 2019
KM: Also ich möchte im Weltcup immer Top 20 zu sein. Wenn ich dies schaffe, habe ich einiges erreicht.
GR: Ein Platz unter den Top 15 bei der WM und EM und auch im Weltcup orienteiere ich mich Richtung der besten 15..
 
MTB steht in Österreich im Schatten der Strasse?
KM: Durch die Erfolge von Laura ist Medial schon was weitergegangen, aber es könnte sicher noch besser sein. Trotzdem, in den letzten Jahren hat sich schon was in die richtige Richtung entwickelt.
GR: Seit einigen Jahren sehe ich den MTB Sport in Österreich am aufsteigenden Ast. Auch wenn der Nachwuchs etwas auslässt, haben wir sehr starke Fahrer in allen Altersklassen. Vielleicht nicht die Dichte wie in anderen Ländern, aber wir können bei Großereignissen zumeist um die vorderen Plätze mitfahren. Schade ist nach wie vor, das die Berichterstattungen in Zeitungen und im TV sehr gering sind. Daher wissen auch nur wenige was die Olympische Disziplin Cross Country überhaupt ist.
 
Zum Schluss wollten wir von den Beiden natürlich auch ein Statement über die Nachhaltigkeit der Strassen WM, die ja in ihrer Region (Area47) gestartet wurde, herauslocken:
 
KM:  Von der Straßen WM merkt man eigentlich gar nix mehr, was eigentlich schade ist, denn es war eine super WM. Vielleicht passiert ja noch was in den nächsten Jahren. Fürs Bike sehe ich keinen Nutzen, da finde ich, ist die Bike-Republic in Sölden eine bessere Werbung für den Sport.
GR: Ich persönlich sehe leider keine Nachhaltigkeit welches die WM mitbringen hätte sollen. Die WM war ein Erfolg und wurde von den Leuten gut angenommen. Aber jetzt ist sie auch wieder Geschichte und neue Großereignisse stehen an, da vergisst man schnell was war. Ich finde es gibt auch kein Rezept, um den heimischen Radsport schnell nach oben zu bringen. Dies muss über einen längeren Zeitraum hinweg gut durchstrukturiert werden. Dazu fehlen leider die nötigen Leute, die hier was Neues schaffen wollen. Und auch am Geld scheitert es, man bekommt keinerlei Unterstützung vom Land, aber jeder erhofft sich Medaillen bei Großereignissen, das sollte grundsätzlich mal überdenkt werden.

Danke und viel Erfolg für die Saison!

 

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