MAX FOIDL - „Am Ende zählt der Vergleich mit der Weltspitze“

(c)Fotos MF/privat - Der Tiroler Max Foidl zählt zur ersten „Garde“ der Mountainbiker in Österreich. Er hat den Sprung von der U-23 in die Elite Kategorie gut gemeistert und steht nach einem "Lernjahr" bei seinem Team jb BRUNEX Felt Factory Team Im selben Team sind übrigens auch Lisi Osl und Tamara Wiedmann engagiert - heuer bereits im Mittelpunkt. Der Student für Umweltsystemwissenschaften, kann ja bereits auf beachtliche Resultate verweisen. Nun geht es aber schon bald auch Richtung Olympische Spiele. Wir haben uns mit Max ein bisschen unterhalten.
 
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Max, danke für die Zeit, wie ist der Stand der Vorbereitung?
MF: Soweit verläuft alles nach Plan. Gerade bin ich zu Hause in Graz und Arbeite viel in der Kraftkammer und auch einige Stunden auf der Langlaufloipe, eine Skitour war am Wochenende auch dabei. Einfach um alternative Sportarten einzubringen. Dies sorgt auch für körperliche und mentale Abwechslung. Ein paar Stunden am Rad sind natürlich immer dabei. Mit dem Stand der Vorbereitung bin ich zufrieden und inzwischen ist es ja auch nicht mehr lange bis zu den ersten Rennen.
 
Wo hast du dich auf die Saison vorbereitet?
MF: Die Vorbereitung ist noch nicht vorbei. Auch wenn schon Mitte Februar die ersten Rennen am Plan stehen, sehe ich die Zeit bis April als Vorbereitung, da soll dann alles passen. Im Dezember habe ich 10 Tage auf Mallorca verbracht, über Weihnachten und Neujahr war ich noch in St.Johann in Tirol, meiner eigentlichen Heimat. Dort habe ich den Großteil meiner Trainingsstunden auf Schnee absolviert. Anfang Februar fliege ich nach Spanien und werde dort auch schon die ersten Rennkilometer sammeln (siehe weiter unten), das Training steht aber noch im Vordergrund.
 
Wie ist es mit dem jb BRUNEX Felt Factory Team – Welche Position siehst du da für dich persönlich?
MF: Letztes Jahr hatte ich die Ehre zusammen mit Thomas Litscher den männlichen Teil der Elite Fraktion des jb BRUNEX Felt Factory Teams zu bilden. Da war meine Position klar und ich habe versucht, so viel wie möglich von Thom zu lernen. Vor allem über seine Offenheit und die Tipps die er mir gegeben hat, bin ich sehr dankbar. Nun haben sich unsere Wege getrennt und der Schweizer Marcel Guerrini ist neu ins Team gekommen. Letztes Jahr hatte ich die Chance, mich im Schatten von Thom zu entwickeln, heuer ist die Erwartungshaltung nicht nur von meiner Seite eine andere. Der Sprung in die Elite Kategorie ist mir gelungen, der Aufwärtstrend soll aber auf jeden Fall anhalten.
 
Es geht jetzt dann schnell – Wo gibt es für Dich die ersten Rennen?
MF: Wie erwähnt in Spanien, genauer gesagt beim Mediterranean Epic, einem viertägigen Etappenrennen. Eine Woche später werde ich auch noch das XCO HC Rennen in Banyoles bestreiten.
 
Welches sind für Dich persönlich die wichtigsten Rennen der Saison?
MF: Ganz klar die Weltcup Einsätze. Am Ende zählt der Vergleich mit der kompletten Weltelite.
 

Im AT TV-Video: Max Foidl - 2. Platz bei den ÖM Cross Country am Zanzenberg/Dornbirn

 
Was wird der Saisonhöhepunkt für Dich?
MF: Das ist schwer zu beantworten. Großereignisse sind immer Höhepunkte, also EM und WM. Die WM Strecke in Kanada liegt mir, das waren meine besten zwei U23 Weltcuprennen (Anm: 6. & 9.), da will ich auch heuer wieder schnell sein.
 
Was ist dein persönliches Ziel für 2019
MF: Ein Sieg. Das ist bei meinem Rennkalender keine einfache Aufgabe, aber es gibt kein schöneres Gefühl. Die Top 20 im Weltcup will ich auch knacken.
 
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Am Podest - 2. Platz Cross Country beim Heimrennen 2018
 
Wo siehst du den Stellenwert von MTB in Österreich?
MF: Unterschätzt. Der Mountainbike Sport ist schon lange keine Randsportart mehr und erlangt meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit. Ich hoffe wir können uns mit entsprechenden Ergebnissen für Tokio 2020 zwei Startplätze sichern und daran etwas ändern. Nach der Reihe werden Mountainbike Trails als Sommerangebot von Skiliften gebaut, das ist auf jeden Fall eine gute Entwicklung.
 
Vor wenigen Monaten gab es in Tirol die Rad Weltmeisterschaft. Kann man eine Nachhaltigkeit auf für den MTB Sport erkennen, bzw. was sollte/müsste man im Sinne des heimischen Radsportes tun?
MF: Laura hat uns da in ein gutes Licht gestellt, ihr Auftritt lies mich nicht gerade Ruhig auf der Couch sitzen, das war echt beeindruckend! Insgesamt denke ich war die WM ein großer Erfolg, alleine die Bilder die aus Österreich bzw. Tirol um die Welt gingen. Für den Tourismus auf jeden Fall top, das könnte sich durch das gute Trailangebot auch auf den Mountainbike Sport auswirken. Aus Sicht eines Leistungssportlers würde ich mir mehr Aufmerksamkeit auf den Sommersport wünschen. Gerade auch wegen unserer Möglichkeiten denke ich, könnte man mit den richtigen Projekten viel mehr erreichen.
 
Vielen Dank für das Gespräch - Viel Spass beim trainieren und Alles Gute für die Saison!

 

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