OLYMPIA SIEGR VIVIANI SIEGT IN WIEN, VANMARCKE IN GELB!

 
(Copyright: Expa Pictures) Dass nicht nur Berge für Entscheidungen sorgen können sondern auch der Wind, zeigte die flache 1. Etappe der 69. Österreich Rundfahrt von Graz nach Wien (196km). Nach einem Sturz im Hauptfeld, der sich bei starkem Seitenwind ereignete, verloren viele Gesamtfavoriten viel Zeit. Den Etappensieg im Sprint der rund 30köpfigen Spitzengruppe sicherte sich Olympiasieger Elia Viviani. Der belgische Vizemeister Sep Vanmarcke eroberte das Gelbe Führungstrikot und Stephan Rabitsch schlüpfte ins Bergtrikot!
 
Starker Gegen- und Seitenwind waren heute bei perfekten Temperaturen nach dem Start in der steirischen Landeshauptstadt Graz ständige Begleiter der Profis. Bis 35 Kilometer nach dem Start formierte sich die erste Spitzengruppe des Tages. Fünf Fahrer -  Dominik Hrinkow (Hrinkow Advarics Cycleangteam), Peter Kusztor Amplatz (Amplatz - BMC), Stephan Rabitsch (Team Felbermayr Simplon Wels), Patrick Gamper (Tirol Cycling Team) und Hans Jörg Leopold (WSA-Greenlife) - setzten sich ab. Nachdem Hrinkow den Anschluss verlor, schaffte Delko-Profi Gatis Smukulis nach Mönichkirchen am zwölf Kilometer langen Anstieg zum Wechsel den Anschluss an die Spitze. Unmittelbar nach der Bergwertung, die Rabitsch gewann, setzten sich Smukulis und Rabitsch bei der Abfahrt ab und Gamper schaffte noch den Anschluss; dahinter lagen Leopold und Kusztor. Das Feld hatte bei der einzigen „Wiesbauer“-Bergwertung einen Rückstand von rund fünf Minuten.
 
Nach der „Flyeralarm“-Sprintwertung Schwarzau nach rund 120 Kilometern wurden Leopold und Kusztor vom Feld gestellt, vorne lagen weiterhin die drei Spitzenfahrer. Im Feld organisierten die Teams Astana um die beiden Spitzenreiter Gatto und Lopez sowie das italienische Nationalteam die Verfolgungsarbeit. Bei Wiener Neustadt betrug der Rückstand des Feldes weiterhin knapp über fünf Minuten. 40 Kilometer vor dem Ziel lag der Vorsprung von Gamper, Rabitsch, der heute das „Wiesbauer“-Bergtrikot eroberte, und Smukulis mit 4:50 erstmals unter fünf Minuten. 
 
Sturz im Hauptfeld, Viviani siegt!
Rund 30 Kilometer vor dem Ziel ereignete sich im Hauptfeld bei orkanartigen Windböen ein Massensturz, wodurch sich das Peloton in drei Gruppen teilte. Das Spitzentrio lag bei der 20 Kilometer-Marke nur noch 2:20 Minuten vor den ersten 30 Verfolgern, die sukzessive den Rückstand verringerten. Kurz vor der Bundeshauptstadt Wien stellten die Verfolger die Ausreißer und es kam in der Wiener Hauptallee vor einer tollen Zuschauerkulisse zum Massensprint. Den Sieg holte sich Olympiasieger und Giro d’Italia-Etappensieger Elia Viviani: „Die letzten 50 Kilometer waren wegen dem Wind extrem schwer. Aber es war dann ein traumhaftes Finale für mich. Ein Sieg hier in Wien ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Viviani. Er verwies den Paris-Roubaix-Zweiten Sep Vanmarcke auf den zweiten Platz, doch der Belgier schlüpfte dank der Zeitbonifikationen ins Gelbe „Wiesbauer-Mautner Markhof“-Führungstrikot.
 
Viele Favoriten in der 2. Gruppe
Als bester Österreicher schob sich Markus Eibegger (Felbermayr Simplon Wels) auf den dritten Platz in der Gesamtwertung vor. „Durch die Windkante wurde das Rennen brutal schwer“, sagte der Steirer. Tourfavorit Riccardo Zoidl haderte in der entscheidenden Phase des Rennens: „Ich war der letzte Fahrer, der den Anschluss an die erste Gruppe nicht mehr geschafft hat. Das war bitter, aber so ist der Radsport. Zum Glück waren viele Favoriten bei mir, es ist noch nichts entschieden.“ Auch der bisherige Gesamtzweite Miguel Angel Lopez kam mit Zoidl ins Ziel. Bester Österreicher auf der heutigen Etappe wurde CCC-Profi Felix Großschartner als 17.: „Es ist optimal gelaufen. Viele Favoriten haben heute eine Packung von 1:42 Minuten bekommen. Diese Zeit kann man in den Bergen schwer auf Leute wie Stefan Denifl und mich gutmachen.“ Großschartner schob sich in der Gesamtwertung auf Rang zehn vor, Stephan Rabitsch liegt als zweitbester Österreicher an der sechsten Stelle.  
 
2. Etappe von Wien nach Pöggstall
Die zweite Etappe der 69. Österreich Rundfahrt startet morgen um 11:00 Uhr beim Ferry Dusika Stadion in Wien. Über die 1. „Flyeralarm“-Sprintwertung Hautzendorf führt die  Strecke nach Krems, weiter zur 2. „Flyeralarm“-Sprintwertung Dürnstein. Nach rund 165 Kilometern folgt der Scharfrichter des Tages, der zwei Kilometer lange und maximal 20 Prozent steile Anstieg bei Jasenegg, der sich rund sechs Kilometer vor der ersten Zieldurchfahrt in Pöggstall (ca. 15:30 Uhr) befindet. Nach drei Schlussrunden wird ab 16:10 Uhr um den Etappensieg in Pöggstall, wo sich heuer die NÖ Landesausstellung befindet, gesprintet.
 

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