ROGER NACHBUR GEWINNT DIE TORTOUR ULTRACYCLING IN DER KATEGORIE SOLO MEN

(TORTOUR/KathSe. - Tortour_2017Fotos(c)Lupi_Spuma) - Die TORTOUR Ultracycling, presented by IWC, ging vom 17. bis 20. August 2017 zum 9. Mal über die Bühne. Das Wetter spielte, abgesehen von einem Sturm am Freitag Abend, auf der 1000 Kilometer langen Ultracycling-Rennstrecke mit 13'000 Höhenmetern, auf der zum dritten Mal die offiziellen Ultracycling-Schweizermeisterschaften ausgetragen wurden, ziemlich gut mit. Nach einem starken Sololauf gewann Roger Nachbur in der Kategorie Solo Men mit 37h 33min und ist damit auch neuer Schweizer Meister im Ultracycling. Bei den Solo-Damen holte sich Nicole Reist zum vierten Mal in Folge den TORTOUR-Sieg.

RADSTARS

Roger Nachbur aus Stein im Fricktal zeigte von Anfang an ein starkes Rennen. Er führte bei den Solo-Männern fast von Beginn an und konnte seine Leaderposition über die 1000 Kilometer stets verteidigen. «Der Aufstieg auf den Sustenpass war richtig hart» so der glückliche Sieger. «In der Abfahrt konnte ich mich aber gut erholen und fühlte mich danach wieder fit. Das Unwetter am Jaunpass war jedoch so heftig, dass ich für kurze Zeit im Auto warten musste, bis das Schlimmste durch war. Wegen grosser Müdigkeit machte ich in der Nacht zwei kurze Powernaps, das half. Mein persönliches Highlight erlebte ich im Baselbiet, meiner Heimat: Zahlreiche Freunde standen an der Strecke und feuerten mich an. Das gab mir die nötige Motivation für den Schlussspurt», so Roger Nachbur über seinen unglaublichen Sololauf.  Bei den Solo-Damen war die Winterthurerin Nicole Reist auch dieses Jahr wieder konkurrenzlos: Sie fuhr ihren Mitstreiterinnen von Beginn weg davon und befand sich lange Zeit in den Top-Rängen des Männerfeldes. Mit ihrer persönlichen TORTOUR-Bestzeit von 41h 55min verteidigte sie ihren Damen-Titel schlussendlich zum dritten Mal in Folge.  Bei den Solo-Masters gewann Bruno Meier aus Dällikon mit 43h 13min.

Filmreifer Zweikampf bei Viererteams
Als erste TORTOUR-Finisher war schon am Samstag Vormittag nach sensationellen 29h 57min das Team Steiner Bäckerei Wetzikon – Colnago in der IWC-Arena in Schaffhausen eingetroffen und holte sich damit den Sieg bei den 4er-Teams der Männer. Diesen mussten sie sich aber hart verdienen: «Der Zweikampf mit dem Team Odlo war hart und dauerte über fast 1000 Kilometer», so Teamleader Yves Covi. «Umso glücklicher sind wir, dass wir schlussendlich doch alle unsere Ziele erreicht haben: Die TORTOUR zu gewinnen, den Schweizermeister-Titel zu verteidigen und als erstes Team unter der magischen Zeit von 30 Stunden zu bleiben».  Bei den 2er-Teams der Männer stand das Rheintaler Cha Cha Cycling Team mit 33h 49min zuoberst auf dem Treppchen und wurde damit Schweizermeister. Bei den 6er-Teams verteidigte das Team Samsung / Cool mit 31h 30min ein weiteres Mal erfolgreich seinen Sieg.

CHALLENGE – Fabian Cancellara mit sozialem Engagement
Beim kürzeren Rennformat CHALLENGE mit 525 Kilometern und 7000 Höhenmetern fuhr am Freitag Abend als allererste Mannschaft das Team Laureus-TUI1 (Kategorie 3er-Team open) in die IWC-Arena ein, mit einer extrem starken Zeit von 15h 32min. Den Sieg in der Kategorie Solo Men holte sich Rico Elmer aus Elm mit 17h 02min. Schnellste Frau war Colette Tölle aus Dietikon. Bei den Masters holte sich erwartungsgemäss die Ultracycling-Legende Marko Baloh aus Slowenien den Titel. Das 3er-Team Laureus-IWC mit Radstar Fabian Cancellara holte sich Platz 6. Chris Grainger-Herr, CEO von IWC, der sich nur gerade 22 Rad-Tage auf den Event vorbereiten konnte, sagte dazu: «Meine Teampartner Fabian Cancellara und Samuel Vuillemez unterstützten mich super! Als Neuling von der Erfahrung eines solchen Weltstars zu profitieren, ist etwas ganz Besonderes!». Und Fabian Cancellara dazu: «Chris hat sich super geschlagen, Respekt! In Kombination mit unserem Engagement für die Laureus-Stiftung war die Teilnahme bei TORTOUR Ultracycling einmal mehr ein tolles Abenteuer!» 

SPRINT – das Kurzformat neu auch im Team
Im kurzen Rennformat SPRINT über 370 Kilometer und 4200 Höhenmeter verteidigte Favorit Simon Zahner aus Dürnten seinen Titel völlig überlegen, mit einer Wahnsinnszeit von 10h 38min und mit über 1h 30min Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Bei den Damen holte sich Viviane Spielmann aus Uerikon den Sieg. Das Format SPRINT, bei dem man ab diesem Jahr neu auch im 2er- oder 3er-Team mitfahren konnte, kam bei den Athleten wiederum sehr gut an. «SPRINT im Team – das ist eine Radausfahrt mit guten Freunden, einfach etwas länger, schneller und härter als gewöhnlich. Aber gerade deshalb auch ein intensives Erlebnis, das zusammenschweisst», so TORTOUR-Mitgründer Joko Vogel, der den SPRINT in einem 3er-Team absolviert hat.

Ranglisten
Die vollständigen Ranglisten zu allen Rennformaten TORTOUR, CHALLENGE und SPRINT finden Sie hier: https://sites.google.com/view/tortour2017

Positives Fazit
Auch die neunte Ausgabe der TORTOUR war wieder ein Riesen-Erlebnis und OK-Präsident Roy Bruderer kann ein positives Fazit ziehen: «Die Teams waren dieses Jahr extrem schnell unterwegs und das massive Unterschreiten der Marschzeittabelle stellte das OK vor einige Herausforderungen. Schlussendlich hat aber alles gut geklappt und trotz einiger Wetterkapriolen am Freitag Abend kamen die meisten Fahrer ins Ziel. Es ist immer wieder berührend, die Emotionen der ankommenden Teams mitzuerleben – sei es der Jubel der Sieger oder die Tränen der Erleichterung bei den Fahrern, für die es nicht selbstverständlich war, im Ziel anzukommen. Das erzeugt bei uns jedes Mal Gänsehaut und motiviert uns, weiterzumachen!» Für das kommende Jubiläumsjahr soll es denn auch einige Neuerungen geben: «Für die 10. Austragung von TORTOUR Ultracycling werden wir uns auf jeden Fall ein paar Besonderheiten einfallen lassen», so Roy Bruderer. «Vorerst aber ein herzliches Dankeschön an unsere über 400 Helfer, die dieses unbeschreibliche Rennrad-Erlebnis auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben!»

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