TEAM FELBERMAYR - VIEL NEUES!

(Fotos: RSW) - Wir blicken zu den heimischen Teams. Das Team Felbermayr (RSW) ist Österreichs Mannschaft Nummer 1. Fast 30 Rennsiege in der vergangenen Saison wirkt beeindruckend. Und trotzdem wird in diesem Jahr vieles NEU sein. Denn, mehrere Fahrer haben RSW verlassen, die Jugend wird forciert. RSW Sportdirektor Andreas Grossek und GF Daniel Repitz haben unseren Fragenkatalog beantwortet.
 
Stand der Vorbereitung? 
AG: Die Vorbereitungen laufen sehr gut. Ein großer Dank gebührt Dank unseren Sponsoren, die uns das neue Top-Material rechtzeitig vorbereitet und übergeben haben. Unsere Radprofis sind teilweise derzeit auf Trainingslager bzw. haben ihre ersten Trainingslager bereits absolviert, bevor es dann am 10.02.2019 in das gemeinsame Team-Camp nach Zadar in Kroatien geht.
 
Was hat sich vom Kader gegenüber der letzten Saison geändert?
AG: Der Kader hat sich gegenüber der Vorsaison stark verändert. Wir haben heuer 6 Neuzugänge, davon 4 U23 Fahrer. Das Durchschnittsalter des Teams ist im Vergleich zu den letzen Jahren viel jünger geworden sind (jetzt beträgt der Altersdurchschnitt 22,5 Jahre). Wir sind fest davon überzeugt, dass in den neuen Fahrern sehr viel Potenzial steckt.
 
Neue Fahrer
Abgänge
 
Mannschaft 2019:
Andi BAJC Andi,Paul Bleyer, Benjamin Brkic, Florian Kierner, Matthias Krizek, Daniel Lehner, Matthias Mangertseder, Stephan Rabitsch, Fabian Steininger, Jan Koller, Tim Wollenberg,
 
Wie sehr schmerzt der Abgang von Zoidl bzw. Fortin?
AG: Natürlich schmerzt der Abgang dieser beiden Topfahrer sehr, aber es kam für mich nach den tollen Leistungen 2018 nicht überraschend, dass sie in höhere Ligen gewechselt sind. Es hätte uns aber auch noch härter treffen können und wir hätten noch mehr Fahrer abgeben können. Wir wünschen Ricci und Pippo nur das Beste für 2019.
 
Konnte man dies kompensieren?
AG: Fahrer von dieser Qualität 1 zu 1 ersetzen ist immer schwer, vor allem auch weil auch der Abgang von Ricci zu einem sehr späten Zeitpunkt kam und unsere Kaderplanung auch schon abgeschlossen war. Es wird sich zeigen ob die Abgänge kompensiert werden können. Der aktuelle Kader genießt unser vollstes Vertrauen und ich bin überzeugt, dass die Fahrer mit der Aufgabe wachsen und wir 2019 wieder tolle Ergebnisse einfahren werden.
 
Wo seht ihr für das Team und auch für die Fahrer die besten Möglichkeiten Siege einzufahren?
AG: Ich denke wir haben einen guten Mix aus routinierten Topfahrern und jungen Fahrern. Wir sind Profis und wollen eigentlich bei jedem Rennen bestehen und so gehen wir auch in jedes Rennen mit dem Fokus, das Rennen gewinnen zu wollen. Die letzten Jahre haben gezeigt das wir konstant gut auf einem hohen Niveau gefahren sind und auch viele Siege eingefahren wurden. Das Jahr 2018 war mit 29 Rennsiegen und 58 Podestplätzen das erfolgreichste in der Geschichte des Teams und überragend.
 
Partner
 
Wann & Wo gibt es für Euch die ersten Rennen?
AG: In der Türkei mit der Tour of Antalya vom 21.02-24.02.2019. Im März geht es dann zu den Eintages-Klassikern nach Kroatien. In Österreich starten wir erstmals beim Saison-Eröffnungsrennen zur Radbundesliga in Leonding am 24. März 2019.
 
Welches sind für Euch die wichtigsten Rennen der Saison?
AG: Jedes Rennen ist wichtig für uns, weil wir uns nur bei Rennen weiter entwickeln können. Aber natürlich haben die Rennen in Oberösterreich und hier die Int. OÖ. Radrundfahrt vom 13. – 16.06.2019 einen hohen Stellenwert, weil wir ja hier zu Hause sind. Ganz wichtig ist natürlich die Österreich-Rundfahrt Anfang Juli 2019.
 
Wie wichtig ist die Rad Bundesliga?
AG: Sehr wichtig! Die Rennen in Österreich haben mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht. Es wäre schön, wenn wir mehr solche Rennen hätten und noch mehr in Österreich fahren könnten. Auch für unsere jüngeren Fahrern sind das sehr gute Rennen für ihre Entwicklung, da das Niveau sehr hoch ist und die Fahrer schon eine gewisse Qualität haben müssen, um bei diesen Rennen bestehen zu können. Den Veranstaltern gebührt unser vollster Dank, dass sie jedes Jahr so tolle Rennen organisieren.
 
Österreich Rundfahrt. Habt ihr die Kaderplanung dahingehend ausgelegt?
AG: Die Ö-Tour ist ein ganz wichtiges Rennen, aber auch sehr stark mit World Tour Team besetzt. Der Gesamtsieg ist unglaublich schwer zu holen. Wir sind aber überzeugt in dieser Woche vom 6.-12. Juli 2019 eine tolle Performance  abzuliefern und vielleicht gelingt uns 2019 ein Etappensieg, das wäre schon sehr cool!
 
Daniel, ist es für Euch schwer, in Österreich Sponsoren für das Team zu finden?
DR: Ja, die Sponsorensuche ist sehr schwer und stellt uns alle immer wieder vor große Herausforderungen. Wir haben keine TV-Zeiten wie andere Sportarten und leider werden Großereignisse wie die Österreich-Radrundfahrt oder auch die Rad-Staatsmeisterschaften oder die Rad-Bundesligarennen im TV nicht live übertragen.
 
Welches Budget habt ihr für eine Saison veranschlagt?
DR: Wir benötigen 4 Fahrzeuge, 1 Wohnmobil, 50 Räder, Ersatzteile, Kleidung, Helme, Schuhe, Verpflegung, Benzin, Nächtigungskosten, etc. und noch ein Budget um die Gehälter, Versicherungen, Lizenzen, Telefonrechnungen, Miete, Steuerberater, etc. zu bezahlen.
 
Vor wenigen Monaten gab es in Tirol die Rad Weltmeisterschaft. Kann man eine Nachhaltigkeit erkennen, bzw. was sollte/müsste man im Sinne des heimischen Radsportes tun?
DR: Die Möglichkeit der Teilnahme des Team Felbermayr Simplon Wels an der WM war prinzipiell sehr positiv und hat im Vorfeld vor allem in der Region für erhöhte Aufmerksamkeit gesorgt. Die WM selbst hat uns als Team aber außer sportlicher Erfahrung sehr wenig gebracht. Auch der Werbewert hat sich durch die WM nicht erhöht, da die TV-Zeiten, bei denen wir im Bild gewesen sind, minimal waren.
 

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