TEAM VORARLBERG - ES RENNT UND RENNT!

Neben den einzelnen Athleten werfen wir mit radstars.at auch einen Blick zu den heimischen Teams. Das Team Vorarlberg Santic geht unter der Leitung von Thomas & Johannes Kofler in die mittlerweile 21. Saison. Längst hat sich der Rennstall aus Vorarlberg auch international etabliert. Bekannte Fahrer im Team sind etwa der Schweizer Allrounder Patrick Schelling oder MTBer  Daniel Geismayr. Nun kommt ein weiterer Welt & Europameister aus dem MTB-Lager zur Mannschaft. Das Team ist nationenmässig bunt gemischt - Von den Meiler Brüder  aus Deutschland bis hin zum Spanier Gallego. 
 
Neben den sportlichen Erfolgen, konnten sich Kofler`s aber auch in Sachen Organisation immer wieder auszeichnen. Zuletzt mit der perfekten Umsetzung der Auftaktetappen der Österreich Rundfahrt. Wir haben bei Thomas Kofler nachgefragt.
 
Wie ist der Stand der Vorbereitung?
TK: Es rennt und rennt! Wir konnten bereits noch im alten Jahr vieles organisatorische angehen und sind auf Schiene. Das erleichtert einiges.
 
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Was hat sich vom Kader gegenüber der letzten Saison geändert?
TK: Wie immer wird die Mannschaft im Februar im Rahmen der Präsentation bei Fahrzeugpartner Volvo Niederhofer offiziell vorgestellt. Hier aber schon mal die Fakten:
Neue Fahrer:
Maximilian Kuen (AUT, 26, zuletzt My Bike Stevens), Daniel Knapp (AUT, 22, zuletzt Tirol Cycling Team), Daniel Federspiel (AUT, 31, zuletzt Team Radland Tirol), Gordian Banzer (SUI, 22, zuletzt Akros Renfer, Colin Stüssi (SUI, 25 zuletzt Amore & Vita), Jose Manuel Diaz Gallego (FOTO OBEN , SPA, 24, zuletzt Israel Cycling Academy), Larry Valvasori (LUX, 22 zuletzt Differdange Losch)
 
Abgänge:
Gian Friesecke (Swiss Racing Academy (CT), Lukas Rüegg (Swiss Racing Academy (CT), Manuel Bosch, Max Hammerle, Johannes Hirschbichler, Matteo Badilatti (Israel Cycling Academy), Patrick Jäger (Karriereende), Joeri Stallaert (Corendon Circus)
 
 
Wo seht ihr für das Team und auch für die Fahrer die besten Möglichkeiten Siege einzufahren?
TK: Bei den schweren Rennen und klassischen Rennen und Rundfahrten sollten wir, wie bereits 2018 recht gut und breit aufgestellt sein. Auch im Sprint dürfen wir uns durchwegs was ausrechnen. Hier haben wir zum einen Jannik Steimle, aber auch Neuzugang Daniel Federspiel könnte hier einiges erreichen. 
 
Wann gibt es die ersten Renneinsätze?
TK: Wir starten Ende Februar in Rhodos mit dem GP Rhodos und der Rhodos Rundfahrt. Dann die Tour de Normandie und Leonding – es wird wiederum eine lange Saison. 2018 hatten wir 122 Renntage.
 
Welches sind für Euch die wichtigsten Rennen der Saison?
TK: Prinzipiell haben wir sehr viele gute Rennen, welche sehr wichtig sind. Herausstechen sollten neben der 71. Österreich Rundfahrt, vor allem die HC Rennen Tour de Luxembourg, Tour of the Alps, Tour of Hainan oder der GP Gippingen. Dazu die Tour Alsace, Tour Savoie Mont Blanc, OÖ Rundfahrt, Czech Cycling Tour und zahlreiche 1.1 Rennen in Europa. Aber auch das Heimrennen am 1. Mai GP Vorarlberg haben wir rot angestrichen.
 

 
Die Rad Bundesliga geht in die nächste Runde. Wie wichtig sind diese Rennen allgemein und vor allem auch für Eurem Rennkalender?
TK: Sehr wichtig – immerhin ist es die österreichische Bundesliga und diese bietet speziell den jungen Fahrern eine ideale Plattform für deren Entwicklung. Pro Bundesland wäre es wichtig ein Ligarennen zu haben. Dies sollte der Anspruch und das Ziel für die Zukunft sein. Speziell wie schon angesprochen sehr wichtig für die jungen Athleten, aber auch für die Medienpräsenz aller Teams in Österreich.
 
Als Höhepunkt gilt neben den internationalen Einsätzen wie schon erwähnt die Österreich Rundfahrt. Habt ihr die Kaderplanung dahingehend ausgelegt?
TK: Nicht speziell, denn es gibt wie jedes Jahr auch die Zeit nach der Ö-Tour. Wir sind 2018 bis Ende Oktober durchgefahren und hatten im Team neben einigen tollen Erfolgen auch viele schöne Momente und Spaß. Diese gute Stimmung ist das wichtigste und funktioniert nur, wenn die Athleten und Betreuer gut miteinander umgehen. Hier sind wir extrem dankbar, dass dies so gut funktioniert, da alle mit Leidenschaft und Herz dabei sind.
 
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Ist es für Euch schwer, in Österreich Sponsoren für Euer Team zu finden?
TK: Was ist schwer? Natürlich wird es nicht leichter, Geldgeber speziell in Österreich zu finden, aber wenn man einen guten Job macht und stetig präsent ist, dazu seriös arbeitet, dann wird es auch honoriert. Wir können seit einigen Jahren auch auf internationale Sponsorenpartner vertrauen. Neueste prominente Partner sind u.a. Argon18 (neuer Radpartner aus Kanada), Rotor (u.a. Powermeter), Force (Helme/Brillen), ready2music, Hotel am Badersee (GER).
 
Vor wenigen Monaten gab es in Tirol die Rad Weltmeisterschaft. Kann man eine Nachhaltigkeit erkennen?
TK: Im Moment ist noch Winter, aber für den Sommer muss bekanntlich im Winter gearbeitet werden. Das Land Tirol bzw. Tirol Tourismus hat vorgezeigt, wie man einen weltmeisterlichen Top Event organisiert. Dass dieser nachhaltig bleibt, obliegt uns allen. Den Teams, den Vereinen, aber auch vor allem dem Radsportverband. Mal schauen was hier alle über den Winter geleistet haben. Die Bilanz der Nachhaltigkeit erkennt man meiner Meinung nach jedoch recht früh im Folgejahr. Leider ist aus der WM 2006 in Salzburg recht wenig Profit geschlagen worden , vor allem was den „nachhaltigen“ Profiradsport in AUT betrifft. Allerdings arbeiten einige Teams mittlerweile immer professioneller – es wäre wünschenswert, wenn sich daraus in naher Zukunft ein großes Profiteam entwickeln kann - UND  - im Windschatten heraus dann wieder mehr Bereitschaft, Leidenschaft und Möglichkeiten für den Nachwuchs entsteht, denn dies alleine ist der Nährboden der Profiwelt!
 
 

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