TOPLEISTUNGEN NICHT ZU SEHEN UND "GEWÜRDIGT"

Im Facebook findet man heute Vormittag einen Post von Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon, selbst ehemaliger Spitzenathlet in der Leichtathletik und Vater von Patrick Konrad. Wenn man die Zeilen liest, kann man seinen Unmut nachvollziehen. Hier das Post:

"Giro de Italia die Letzte". Einmal möchte ich mich noch zum 100. Giro de Italia zu Wort melden. Die fünf jungen österreichischen Radprofis Pöstelberger,Preidler,Großschartner, Mühlberger und Konrad haben in Italien rund 500 Tage vor der Heim WM in Tirol eine ganz große Show abgeliefert. Niemand hätte sich erwartet, dass die Jungs beim zweitgrößten Sportereignis der Welt (2017) dermaßen in Erscheinung treten. Die Einzelleistungen brauch ich hier nicht mehr aufzuzählen. Dass d...em Staatssender ORF gestern nicht einmal im Sport um 20:00 Uhr das Endergebnis geschweige das Abschneiden der Österreicher eine Meldung wert war, daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Dass aber dem Österreichischen Radsportverband, unter der Führung von Herrn Präsidenten Otto Flum, die Leistungen seiner eigenen Sportler bis heute um 10:33 Uhr auf der eigenen Homepage keine Meldung wert ist, ist schon beachtlich. Der letzte Eintrag stammt vom 6. Mai als Lukas Pöstelberger die erste Etappe gewonnen hat und sich das rosa Trickot überstreifen durfte. Weitere 20 Etappen kam keine Meldung mehr. Schlechter kann man die Leistungen der eigenen Sportler nicht mehr darstellen. Schade um diese Chancen und Möglichkeiten. (Wolfgang Konrad) - Auf Kommentare muss man nicht lange warten, unter dem Post wird der Ärger schriftlich deponiert.

(Bericht Red.) - Was die wenigen Meldungen des ORF in den letzten 3 Wochen angeht, kann man eigentlich nur daraus schliesen, dass der ORF, wie auch viele StaatsSender in anderen Ländern keine Bildrechte vom GIRO hatte(n). Schade ist sicherlich, dass  nicht der eine odere ORF Redakteur sich der Sache Radsport mehr annimmt.

Was die Berichterstattung des Radsportverbandes betrifft, wissen wir ja, dass momentan einiges im Umbruch ist. Gernot Schaar ist gegangen, nun muss die Ö-Tour gerettet werden. Hier geht es aber weniger um das Administrationsteam rund um Otto Flum. Die Lösung liegt auf der Hand: Er muss nur schnellstens den oder einen Presseverantwortlichen zurückholen!

Das Problem ist, dass es derzeit wohl keinen eigenen Presseverantwortlichen beim Verband gibt. Und bei der Fülle an Rennen, die jedes Wochenende stattfinden, braucht es mindestens einen, wenn nicht gar zwei Pressebetreuer. Sonst wird man da nicht fertig. Oder man muss es an Agenturen auslagern.

Mit Martin Roseneder gibt es überhaupt den Fachmann in Sachen Pressebetreuung im heimischen Radsport. Solange Rosenender dies beim Verband gemacht hat, hat es jahrelang sehr gut funktioniert. Dann war er unter Gernot Schaar plötzlich weg. Und damit war auch die professionelle Pressebetreuung "gegangen". Bleibt die Hoffnung, dass er zurückkehrt und sich dem wieder annimmt. Und sich als Pressekoordinator mit den anderen heimischen Pressbetreuern abstimmt. Vor allem hat er beste Kontakte zu jedem Journalisten in Österreich, der über Radsport berichtet, bzw. berichten könnte.

Dass Pressebetreuung rund um den heimischen Radsport perfekt funktioniert, sieht man bei den Österreichische Radteams im Conti Bereich. Hier hat man eigene Pressebetreuer, wie am Beispiel  Felbermayr, wo Wier PR für Aussendungen sorgt, oder sportmotion.cc für Hrinkow. Beim Team Vorarlberg und etwa Tirol Cycling Team gibt es intern eigene Pressebetreuer. Vor und nach den Rennen kommen immer pünktlich die Aussendungen. Und bei den Bundesliga Rennen gibt es etwa Karl-Heinz Butter inkl. Team oder die Fotografen Werner Kapfenberger, Elisa Haumesser usw.  - da funktioniert es.

Das Post von Wolfgang Konrad kommt zum richtigen Zeitpunkt. Es stehen für die 5 Giro Österreicher, dazu die anderen wie Eisel, Haller & Co schon bald wieder wichtige Rennen an. Es kommt die Österreich Rundfahrt, die mit Franz Steinberger nun einen Top Koordinator hat, aber dringendst (gute) redaktionelle Betreuung braucht und es kommt in 475 Tage die Rad WM in Österreich.

Also könnte man dieses Post zum Anlass nehmen und eine ganz wichtige Lücke wieder schließen.

Das wichtigste sind die Österreichischen Radsportler - Wenn sie so Gas geben, wie in den letzten 3 Wochen, ist der Giro schöner, wird die Österreich Rundfahrt wahrgenommen und die Weltmeisterschaft 2018 ein besonderes Erlebnis.

 

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