Vom glamourösen Bozen zu Cles Äpfelgärten!

 
Die 4. Etappe wird auf dem Waltherplatz, dem bekanntesten Platz in Bozen, gestartet. Die Stadt, die von hohen Bergen und Schlössern umgeben ist, besticht durch ihr multikulturelles Ambiente und Sprachenvielfalt, genauso wie durch mediterrane Lebensart mit italienischen und deutschen Gepflogenheiten. Die Stadt scheint zwei Seelen zu haben, eine historische und eine kulturelle.

Der Dom, ein romanisch-gotisches Juwel aus dem 11. Jahrhundert, schmückt neben architektonisch faszinierenden Gebäuden den Platz, der nach Walther von der Vogelweide benannt ist. Der Poet lebte zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert und dessen Statue thront im Zentrum des Platzes.   

Bozen ist eine grüne Stadt mit einem reichhaltigen Sportangebot. Das erklärt auch, warum so viele große Sportler aus der Region kommen. Berühmt ist die Tauchdynastie rund um Carlo Dibiasi und seinem Sohn Klaus, wie auch Giorgio Cagnotto und seine Tochter Tanja. Auch viele bekannte  Wintersportler wie Peter FillDominik Paris oder Dorothea Wierer kommen aus Südtirol.

Viele Bergetappen des Giro d’Italia endeten in Bozen, wo bekannte Profis triumphierten: wie Antonella Bellutti im Jahr 1968 oder der zweifache Bahn-Olympiasieger Manuel Quinziato (1979). In den letzten Jahren erlebten starke Nachwuchshoffnungen ihre Sternstunden in Bozen. 

Die Strecke der 4. Etappe führt entlang der Etsch nach Leifers, wo das Stadtzentrum durchquert wird. Weiter geht es über den Ort Laimburg zum Anstieg Kreither Sattel und von dort ins Überetsch mit dem Kalterersee, dem größten Gewässer Südtirols. Die Route führt die Radsportler weitläufige Wein-und Apfelanbaugebiete. 

Die Profis passieren dann den Weinort Kaltern und fahren westwärts weiter Richtung Eppan. Dort wurde übrigens die italienische Top-Mountainbikerin Eva Lechner geboren. 

Danach wartet mit dem 14 Kilometer langen Anstieg zum Mendelpass die erste schwere Bergprüfung des Tages, es geht auf 1.363 Meter. Der Ausblick vom höchsten Punkt über das Überetsch und den Roen ist beeindruckend. Nachdem die Profis die Grenzen von Bozen und Trient hinter sich gelassen haben, erreichen sie das nördliche Nonstal mit RonzoneCavarenoRomenoCasezRevòCloz und Fondo, Viele kleine, nette Städte werden dabei, umrahmt von der Maddalene Berggruppe, befahren. Diese Gegend weckt Erinnerungen an ein anderes Rennen, die „Trofeo Melinda“, welche über den gesamte Streckenverlauf durch die Apfelplantagen führt. Die Stadt Fondo mit der mächtigen Schlucht von Rio Sass (Canyon Rio Sass) war die Heimat des Malers und Bildhauers Fortunato Depero, der 1960 in Rovereto verstarb. Über SarnonicoSanzeno, Revò mit der Santa-Giustina-Talsperre geht es weiter nach Livo, Geburtsort von Gianni Moscon, der 1994 geboren wurde. 

Das Fahrerfeld beginnt anschließend den Anstieg nach Marcena di Rumo mit der folgenden Abfahrt nach Cloz, wo ein weiterer sechs Kilometer langer Berg - die 2. Bergwertung bei Forcella di Brez auf 1.391 Metern - wartet. Nach Lauregno, Marcena di Rumo und Livo überquert das Rennen die Brücke von Castelaz über dem Santa Giustina See. Nach der ersten Zieldurchfahrt in Cles wartet der Anstieg bei Nanno, der in Gedenken an den 2014 verstorbenen Marco Brentari, Organisator des Trofeo Melinda, eingebaut wurde. 

Die 4. Etappe endet in Cles, der Hauptstadt des Nonstals. Dort finden Besucher viele touristische Attraktionen, wie das Castel Cles, die Kirche von Santa Maria Assunta und den historischen Hauptplatz. In Cles befindet sich ebenso das Unternehmen Melinda, die wirtschaftlich treibende Kraft im Tal.
 

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