Von Alto Garda über den Monte Bondone zum großen Finale nach Trient!

 
Im malerischen Nonstal beginnt die 5. Etappe in Smarano, das auf einem traumhaften, sonnigen Plateau im Bezirk Predaia liegt. Sehr bekannt sind in der Region die Kirche von Assunta, die im 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde, und das ausgeprägte Handwerksgewerbe mit der Marke Smarano. Die Strecke führt hinunter nach Coredo, das über das Nonstal ragt, von dort geht es weiter nach San Romedio mit seiner berühmten Treppe und der Kathedrale, die zwischen 1000 und 1918 aus insgesamt fünf Kirchen erbaut wurde. Bei Dermulo wird das Talende erreicht, wo der Anstieg nach Spormaggiore und Andalo auf 1.045 Meereshöhe beginnt. Andalo ist eine Tourismusregion mit dem bekannten Bergen der Dolomiten und des Paganellas. Hier haben Eddy Merckx 1973 und Alejandro Valverde im Vorjahr jeweils Etappen des Giro d’Italia gewonnen. 

Nachdem Molveno mit seinem See und der Hochebene Pradel passiert ist, verläuft die Route in das Giudicarie Tal (Val Giudicarie) zum Sarca Fluss durch Stenico und Ragoli. Dort beginnt die Bergwertung hinauf zum Mahlknechtjoch (Passo Duran). Bei diesem Anstieg warten nicht weniger als 1.000 Höhenmeter! Das Rennen verläuft anschließend über Cavrasto und Fiavè zum Ballino Pass (Passo del Ballino), dann nach einer kurzen Abfahrt zum Tennosee mit den beeindruckenden Wasserfällen von Varone. Nicht weniger beeindruckender erschließt sich kurze Zeit später der Gardasee in den Provinzen Brescia und Verona. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es dort zu bestaunen, wie die Inviolata Kirche, der Pretorio Palast (Palazzo Protorio), die Festung La Rocca am rechten Seeufer und den Apponale Turm. Sowohl der „Giro del Trentino“ als auch der Giro d’Italia erlebten viele Etappenziele am Gardasee. 

Es geht entlang des Gardasees, wo vor allem Torbole zu einem der Segel-Eldorados zählt, ehe es wieder in das Inland nach Nago geht. Der Ort ist bekannt für den Anstieg „Nago Vecchia“, einst Grenzstaat von Österreich-Ungarn. Danach gelangt das Fahrerfeld nach Arco, wo sich der Hauptsitz der „Tour of the Alps“- und „Giro del Trentino“-Organisatoren G.S. Alto Garda befindet. Arco wird in Gedenken an Guido Amistadi and Nerino Ioppi durchfahren. Beide haben die Veranstaltung vor 40 Jahren ins Leben gerufen. Umgeben von einer traumhaften Bergkulisse bietet sich in Arco für Gäste aus aller Welt zu jeder Jahreszeit ein perfektes Terrain für vielfältige Sportmöglichkeiten sowie für kulturelle Ausflüge. 

Es geht vorbei an Olivenhainen und unzähligen Weinreben Richtung Dro mit den beeindruckenden Felsformationen des Marocche di Dro. Das Peloton erreicht anschließend den See in Cavedine, ehe die letzte Bergwertung des Tages auf den 1.650 Meter hohen Monte Bondone-Vason beginnt. Dieser Berg versprüht Radsportmythos und gilt seit jeher als gefürchteter Anstieg. Im Jahr 1956 gewann dort Charly Gaul eine packende Giro d’Italia-Etappe im Schnee. Der „Gran Fondo“, der Charly Gaul gewidmet ist, findet dort auch jährlich statt. 

Die letzte Etappe der „Tour of the Alps“ führt 22 Kilometer mit durchschnittlich 5 bis 6 Prozent bergan. Auf dem Weg zum Ziel in Trient müssen die Fahrer den letzten Anstieg in Novaline, 10 Kilometer vor dem Ziel, passieren. Das große Finale der Rundfahrt wartet auf dem malerischen Domplatz mit der Kathedrale des St. Vigilius und der Neptunbrunnen. Die letzten Meter der Tour führen über die Via Belenzani, wo sich im Thun-Palast die Stadtregierung von Trient befindet.   

Trient begrüßte den Giro d’Italia und den „Giro del Trentino“ viele Male. Die bekanntesten Radprofis der Region sind Francesco Moser und Gilberto Simoni. Sie verkörpern die Leidenschaft und Passion zum Radsport über viele Jahre.
 

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