WIE MACHT DAS DER NOTHEGGER? JOB, TRAINING, ANFEINDUNGEN

Mathias Nothegger - Leistungsdiagnostiker, Coach & Sportler - Seit er in der vergangenen Saison nahezu alle wichtigen Radmarathon Events gewonnen hat, kennen ihn nun fast ALLE in der Szene. Er betreut als Coach & Leistungsdiagnostiker u.a. Matthias Brändle und viele Breitensportler. Alles im Leben hat zwei Seiten. Auf der einen Seite der Erfolg im Job und auf dem Rad, auf der anderen Seite muss er sich mit  Anschuldigungen auseinandersetzen. Anm. Red. (das Interview wurde schriftlich geführt, alle Antworten liegen der Red. im Original vor)
 
radstars.at: Mathias, schönes Wetter in deiner zweiten Heimat Sonnenland auf Gran Canaria – ein Platz zum Leben und unbeschwert trainieren?
MN: Ja auf jeden Fall. Hier kann ich den ganzen Winter trainieren und sicher sein, dass das Wetter immer passt. Genug Berge gibt´s natürlich auch, das ist für mich als Bergfloh wichtig. Super ist, dass hier immer genug starke Trainingskollegen sind. Da macht das harte Training Spaß und ich werde gut geforfert. 
 
radstars.at: Wie hoch ist dein persönliches Trainingspensum?
Zurzeit trainiere ich zwischen 16 und 25 Stunden pro Woche. Wer sich für mein Training interessiert der soll doch auf Strava vorbeischauen. Hier lade ich jedes Training von mir hoch.
 
radstars.at: Wann startest du in die Saison?
MN: Mein Training startet immer Mitte November und meine Rennsaison am 18.05.2019 mit der Tour de Kärnten.
 
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radstars.at: Wie man in deinen Social Media Posts gesehen hat, sind ja auch etliche Profis bei dir und trainieren in der Gegend. Gemeinsam mit dir? Oder trifft man sich zufällig?
MN: Sowohl als auch – Wir fahren Alle gemeinsam los, den Treffpunkt vereinbaren wir immer am Morgen per WhatsApp, total unkompliziert. Unterwegs bilden sich dann, je nach Training kleine Gruppen. Oft trifft man sich auch zufällig im Café oder einfach auf der Straße.
 
radstars.at: Bei alpentour.tv gibt es in Kürze einen Bericht über dein Unternehmen NOM-Training. Du betreust viele Radsportler, zum Teil Profis, zum größeren Teil Breitensportler. Was macht ihr genau? Was kriegt ein Sportler bei Dir?
MN: Viele Sportler, egal ob Hobby oder Profi, wünschen sich besser zu werden, gehen hier aber gar nicht oder unstrukturiert vor. Dabei ist es doch so einfach: Leistungsdiagnostik machen, Training individuell anpassen, Ernährung verbessern und fertig. Und dann kommt auch schon der Erfolg. Falls er das nicht alleine schafft, helfe ich ihm dabei. Ich mache mit ihm zusammen einen Plan und so legen wir den Grundstein für seinen Erfolg. Mit meinen professionellen und praxiserprobten Trainingsstrategieen, trainiere ich meine Sportler. Es gibt auch keinen Unterschied zwischen Hobby oder Profi. Darum entstehen oft beim gemeinsamen Training, die buntesten Gruppen, hier in Gran Canaria oder im Sommer in Österreich.
 
radstars.at: Nicht wenige Athleten sagen, seit ich bei Mathias Nothegger nach Plan trainiere, habe ich weit bessere Werte?
MN: Genau so muss es sein. Das ist auch das Ziel. Für mich ist das Wichtigste, der Fortschritt meiner „Schützlinge“. Das steht immer im Vordergrund, egal ob beim Hobby-Sportler oder beim Profi, wie Matthias Brändle.
 
radstars.at: In der vergangenen Saison hast du die Konkurrenz bei den Radmarathon Veranstaltungen ein ums andere Mal stehen gelassen. Viele Fragen sich, wie macht das der Nothegger?
MN:  Ich selbst trainiere natürlich sehr konsequent. Zwischen 16 bis 25 Stunden die Woche Intervall- oder Grundlagentraining. Jeder der schon mal mit mir trainiert hat, weiß wie akribisch ich da vorgehe. Alle 35 Tage mache ich bei mir selbst eine Leistungsdiagnostik. Meine Ernährung ist punktgenau auf mein Training abgestimmt. Stetige Leistungs- und Gewichtskontrolle sind normal. Viele Fragen mich: „Muss das denn so genau sein?“ – Ich sage dann immer: „Erfolg ist, wenn Gelegenheit auf Vorbereitung trifft.“ Deshalb bereite ich mich das ganze Jahr über auf die Radrennen vor, wenn ich dann die Gelegenheit habe, dann nutze ich sie.
 
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radstars.at: Man erntet auch automatisch den Neid der anderen. Denkst du dir – Neid muss man sich erarbeiten, oder belastet dich so etwas?
MN: Ein Sprichwort sagt: „Neid ist die Mehrwertsteuer des Erfolges.“ Warum? Wenn man es genauer betrachtet, dann fällt auf, dass immer dann, wenn jemand aus der trägen Masse heraus eine Abweichung nach oben macht, dann reagiert die Masse mit Neid. Aber nicht mit anspornendem Neid, nach dem Motto: „Hey, super, dass will ich auch schaffen.“ Sondern mit dem rachsüchtigen Neid: „Hey, du Idiot, wie kannst du es wagen, uns dämlich dastehen zu lassen. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.“Dieser Neid ist vollkommen natürlich. Niemand, aus der trägen Masse kommt auf die Idee, dass jemand sich weiterentwickelt. Ich habe durch hartes Training, Disziplin und Arbeit erst heute, nach vielen Jahren, geschafft mein Potential zu entfalten. Da ich kein „Radtalent“ bin, hat es gedauert bis ich mich soweit entwickelt habe.
 
radstars.at: Nicht wenige behaupten auch, dass es bei Mathias Nothegger nicht mit rechten Dingen zugeht?
MN: Ja das stimmt. Einige Personen fühlen sich sicher, weil sie in der Anonymität des Internets annehmen, für ihre Lügen nicht zur Verantwortung gezogen werden zu können. Das ist jedoch ein Irrtum. Es wurden von meinem Rechtsanwalt und seinem Team alle Kommentare gesammelt und gegen die einzelnen Personen vorgegangen, auch mit einstweiligen Verfügungen. Ich habe auch kein Problem vor Gericht zu gehen. Digitale Beschimpfungen und Verleumdungen sind Straftaten. Ich lasse mir mein Ansehen nicht von Mobber oder Hatern ruinieren.
 
radstars.at: Mit deiner Carmen hast du eine sehr innige Lebensgemeinschaft. Auch sie ordnet vieles dem gemeinsamen Erfolg unter. Schweißt dies noch mehr zusammen.
MN: Wir sind seit Beginn unserer Beziehung vor 12 Jahren ein super Team. Uns bringt nichts auseinander. Carmen macht in unserem Unternehmen alles was ich nicht machen mag. Die gemeinsame Arbeit hat uns definitiv noch mehr zusammengeschweißt. Jeder der Carmen kennt, weiß dass sie sich nicht unterordnet. Wenn ihr was nicht passt, dann sagt sie das. Unsere gemeinsamen Reisen, auch auf die verschiedenen Radrennen, genießen wir beide sehr. Wir haben uns immer etwas zu erzählen und unterstützen uns gegenseitig. Wir machen nur das, was die Natur von uns verlangt: Wir wachsen.
 
radstars.at: Nun kommt für die persönlich bald die neue Saison. Heißt das Hauptaugenmerk. Titelverteidigung bei allen Rennen?
MN: Ja, das ist mein Ziel. Titelverteidigung. Ich bin jetzt schon mitten in der Vorbereitung. Konsequentes strukturiertes Training und optimale Ernährung sind mein Tagesablauf. Zaubern kann ich allerdings nicht. Ich werde wie immer mein Bestes geben. Natürlich weiß ich aus Erfahrung, dass meine Konkurrenz das gleiche tut. Also bleibt es auch 2019 spannend. Abseits der Radrennen wird natürlich wieder viel passieren. Leider darf ich euch noch nichts verraten, aber wenn es soweit ist, dann seid ihr die ersten. Schau auf meinen Blog www.mathiasnothegger.at
 
 

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