TEAM FELBERMAYR - DAS Ö-TOUR TAGEBUCH - TAG 8 - AUER SPRINTET AUF RANG 2

Die vorletzte Etappe der 68. Internationalen Österreich-Radrundfahrt mit über 204,3 km hatte es noch einmal ordentlich in sich. Vollgepackt mit Bergen, heißen Temperaturen und einigen Stürzen – gab es trotz allem am Ende des Tages noch etwas zu feiern.

Langsam aber sicher machten sich die Strapatzen der letzten Tage bei den Fahrern und auch den Betreuern bemerkbar, so eine Rundfahrt kann eben doch schon sehr nervenaufreibend sein und einem den Schlaf rauben. Nichts desto trotz standen die Zeichen beim heutigen Start in Graz auf Angriff. Das dachten sich auch die gegnerischen Teams und so war es nicht verwunderlich, dass das Tempo von Beginn an sehr hoch gehalten wurde. Wie bereits erwartet startete nahezu jedes Team eine Attacke, aber niemand konnte sich entscheidend absetzen. Erst nach heißen zwei Fahrstunden und 83 gefahrenen Kilometern schafften es Nick van der Lijke (Roompot), Evgeny Shalunov (Gazprom) und Alessandro Vanotti (Astana) sich vom Hauptfeld zu lösen. Im hinteren Teil des Feldes machte das Team des gesamtführenden Jan Hirt (CCC) das Tempo, ließ die Spitzengruppe jedoch einen Vorsprung von bis zu 4:45 min herausfahren. Später gesellten sich Cofidis und das Team Roth an die Spitze zu CCC Sprandi Polkovice und unterstützten die polnische Mannschaft bei der Nachführarbeit. Mit einem Highspeed von rund 45 km/h wurde die zerteilte Spitzengruppe fünf Kilometer vor Schluss eingeholt. Auf den letzten Kilometern begann nun der Kampf um die Positionen und der Massensprint wurde eröffnet.

Während die Begleitfahrzeuge umgeleitet wurden und auf die Ergebnisse warteten, erreichte uns durch den Funk eine schlechte Nachricht – Sturz! Einen kurzen Moment lang hofften wir alle, dass keiner unserer sieben Fahrer darin verwickelt ist. Rasch wurden wir aber darüber informiert, dass Jannik Steimle etwa 600 Meter vor dem Ziel in ein an der Seite stehendes Auto gekracht ist und es ihn dabei schwer überschlagen hat. So eine Nachricht ist natürlich ein Schock für das ganze Team, darum waren alle heilfroh über Janniks Glück im Unglück, denn trotz des schweren Aufpralls kam er ohne schwere Verletzungen davon.

Aufgrund dieser Nachricht, die uns alle in Schock versetzte, ging leider die erfreuliche Nachricht, dass Daniel Auer sich im Schlussprint Platz zwei sicherte fast unter. Abgehängt wurde Daniel nur von Nicola Ruffoni (Bardiani-CSF). Platz drei ging an Sylwester Janiszewski (Wibatech-Fuji). Daniel Auer konnte sich bereits in Salzburg bei der 1. Etappe zeigen und erreichte dort Platz sechs, der Ärger über den verpassten Sieg war anfangs groß: „Es war eine schnelle und von Wind geprägte Etappe. 300 Meter vor dem Ziel habe ich den Sprint eröffnet, leider zu früh. Ruffoni war an meinem Hinterrad und hat mich noch abgehängt. Wirklich schade, ich wollte gewinnen.“ Damit holte der Steirer den dritten Podestplatz bei der Ö-Tour ins Team Felbermayr Simplon Wels und machte damit den 30 Podestplatz der laufenden Saison voll. In erster Linie wird jetzt darauf geachtet, dass es Jannik Steimle gut geht und er im Hotel zur Ruhe kommt und sich von seinem Sturz erholt. Morgen wird noch einmal ein harter Tag bei dem alle Teams um einen Etappensieg kämpfen werden.

DOPPELPACK FÜR RUFFONI! DANIEL AUER 2.

(Bericht/Foto - mrPR) - Die vorletzte Etappe der 68. Österreich Rundfahrt von Graz nach Stegersbach, erstmals Etappenziel der Tour, wurde von einer Fluchtgruppe dominiert. Den Etappensieg in einem spannenden Finale sicherte sich im Massensprint Nicola Ruffoni, der bereits in Salzburg dominierte. Felbermayr-Profi Daniel Auer wurde Zweiter und sorgte so für den vierten ÖRV-Podiumsplatz. In der Gesamtwertung brachte die Hitzeschlacht im Burgenland keine Veränderungen. Jan Hirt rollt morgen als Gesamtführender nach Wien. Mit Alessandro Vanotti steht der erste Trikotgewinner fest: Der Italiener sicherte sich die „Wiesbauer“-Bergwertung.
 
Die vorletzte Etappe der 68. Österreich Rundfahrt über 204,3 Kilometer begann mit extrem hohen Tempo. Es kam in der Steiermark zu vielen Attacken, aber niemand konnte sich entscheidend absetzen. Bei der ersten „Flyeralarm“-Sprintwertung des Tages in Rudersdorf nach 60 Kilometern gewann Roth-Profi Andrea Pasqualon. Dadurch hielt er bei gleich vielen Punkten wie sein Teamkollege und Punktewertungsführende Matthias Krizek.
 
Die Ruhe nach dem Sturm
Bei Kilometer 83, vor Güssing, schaffte nach harten und heißen zwei Fahrstunden eine erste Gruppe eine erfolgreiche Attacke. Mit dabei war neben Nick Van Der Lijke (Roompot) und Evgeny Shalunov (Gazprom) auch Alessandro Vanotti (Astana), der beste Kletterer der Tour. Nachdem sich die Spitzengruppe gebildet hatte, kehrte im Hauptfeld Ruhe ein. Die CCC-Profis um den Gesamtführenden Jan Hirt ließen das Trio ziehen und bei Kilometer 100 in Gaas lag der Rückstand bereits bei 4:45 Minuten.
 
High-Speed ins Burgenland
Nachdem erneut der 24-jährige Holländer Nick Van Der Lijke die dritte „Flyeralarm“-Sprintwertung in Rechnitz für sich entschied, wurde im Feld das Tempo erhöht. Die Mannschaften Cofidis und das Team Roth um Matthias Krizek unterstützten die polnische Euqipe CCC Sprandi Polkovice bei der Verfolgungsarbeit. Das Stundenmittel lag bis dahin annähernd bei rund 45km/h!
 
Vanotti sichert sich Bergwertung
Bei der ersten „Wiesbauer“-Bergwertung des Tages am Geschriebenstein, wo erneut Vanotti gewann, schrumpfte der Rückstand auf 3:10 Minuten. Übrigens, der 35-jährige Alessandro Vanotti steht als erster Sieger einer Wertung fest, nachdem er auch die zweite am Bernstein gewann: Der zweifache Etappendritte des Giro d’Italia setzte sich in der „Wiesbauer“-Bergwertung gegen Marcin Mrozek durch.
 
Massensprint in Stegersbach - „Cavendish der Ö-Tour“ siegt
Bei der Bergwertung Bernsteiner Höhe nach 170 Kilometern attackierte Nick Van Der Lijke, der 2012 die Tour de Gironde gewann. Der Roompot-Profi baute bis 20 Kilometer vor dem Ziel seinen Vorsprung auf das Verfolgerduo auf 30 Sekunden auf, das Feld lag 1:40 Minuten dahinter. Doch der Gegenwind wurde stärker, die Teams Roth, Cofidis und Bardiani spannten sich im Feld ein und fünf vor dem Ziel wurde der letzte Ausreißer gestellt. Im Massensprint setzte sich der 25-jährige Bardiani-Profi Nicola Ruffoni gegen den schnellen Grazer Daniel Auer (Team Felbermayr Simplon Wels) durch. Dritter wurde Sylwester Janiszewski (Wibatech-Fuji). „Diese Rundfahrt liegt mir: zweiter Etappen- und Saisonsieg und dritter Erfolg für das Team. Meine Form ist sehr gut und ich hoffe, ich kann sie auch bei der Polen-Rundfahrt nächste Woche ausspielen“, freute sich Seriensieger Ruffoni, der „Mark Cavendish der Österreich Rundfahrt.“
 
Auer holt 4. ÖRV-Podiumsplatz
Der 21-jährige Wels-Profi Daniel Auer aus Graz wurde wie in Salzburg (6. Platz) bester Österreicher und holte den vierten Podiumsplatz für Österreich. „Es war eine schnelle und von Wind geprägte Etappe. 300 Meter vor dem Ziel habe ich den Sprint eröffnet, leider war Ruffoni am Hinterrad und hat mich noch abgehängt. Echt schade, ich wollte heute gewinnen“, sagte Auer.
 
In der Gesamtwertung brachte die vorletzte Etappe keine Veränderungen: Jan Hirt („Es war eine kontrollierte Etappe!“) führt weiterhin 1:17 Minuten vor dem Franzosen Guillaume Martin und Patrick Schelling (Team Vorarlberg). Der Niederösterreicher Hermann Pernsteiner liegt an der sechsten Stelle. „Und morgen geht es fast an meiner Haustüre vorbei, da bin ich doppelt motiviert“, sagt der Amplatz-BMC-Profi aus Kirchschlag in der buckligen Welt.
 
Morgen letzte Etappe nach Wien/Kahlenberg
Die 7. und letzte Etappe der 68. Österreich Rundfahrt wird morgen um 10:30 Uhr im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf gestartet. Über Oerpullendorf, St. Margarethen, Winden am See, Fischamend und Schwechat fahren die Profis über den Handelskai Richtung Klosterneuburg, wo die letzte Bergankunft der Tour hinauf zum Kahlenberg wartet. Teils auf Kopfsteinpflaster beträgt der Schlussanstieg 4,3 Kilometer bei maximal zwölf Prozent Steigung. Nach 179,8 Kilometern steht gegen 14:45 Uhr der Gesamtsieger der Rundfahrt fest! 

TEAM VORARLBERG - PATRICK SCHELLING WEITER GESAMT 3.

Team Vorarlberg Ass Patrick Schelling verteidigt an fünfter Etappe mit Rang neun und großem Kampf am Dobratsch Rang drei in der Gesamtwertung der 68. Int. Österreich Rundfahrt!
 
Auch heute: „Top Job vom gesamten Team Vorarlberg nach Schrecksekunde!“
Spannend verlief auch die heutige fünfte Etappe der 68. Int. Österreich Rundfahrt mit der Bergankunft am Dobratsch. Auch ein Hinterrad Defekt konnte heute Team Vorarlberg „Coolman“ Patrick Schelling nicht aus dem Konzept bringen. Er wird zeitgleich mit den direkten Konkurrenten toller neunter und verteidigt seinen dritten Rang im Gesamtklassement der Tour!
 
Rennbericht 5. Etappe: Milltstatt – Dobratsch (147 Kilometer / 3957 Höhenmeter)
Nach dem tollen Tag am Großglockner stand heute das nächste Gustostückerl am Programm. Auch heute kurz nach dem Start am Millstätter See die ersten Attacken und nach knapp 30 Minuten Fahrzeit lösen sich acht Fahrer aus acht Mannschaften. Viele im Feld sind beruhigt, da es sich um Fahrer mit großen Rückständen handelt. Das Team Vorarlberg hat entschieden nicht in die Gruppe mitzugehen und den Fokus auf die Einfahrt zum Dobratsch zu legen – dieser Anstieg zur dritten Bergankunft ist 17 Kilometer lang und nicht einfach zu fahren.
 
Team Vorarlberg top präsent und Vollgas durch Villach!
Die Ausreißer Gruppe kommt bis sechs Minuten weg bis einige Teams hinten dann das Zepter übernehmen und Fahrt aufnehmen. Den gesamten Tag über fahren die „Vorarlberger“ geschlossen hinter den Teams von CCC und Wanty Group, dahinter Astana.
 
Und wieder – Schelling mit Defekt 20 Kilometer vor dem Ziel!
Auch heute schlägt der Defektteufel zu. Ausgerechnet trifft es wieder Schelling am Hinterrad. Nach dem Wechsel und Reparatur zitiert der sportliche Leiter Werner Salmen alle Fahrer zurück: „Sie haben Patrick in toller Manier zum Feld zurück gebracht. Solche Sachen passieren immer wieder, aber kosten auch immer wieder Körner und Nerven. Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen superschnell und man hatte zu arbeiten sich wieder in Position bringen zu können, aber sie sind dann gleich durch das Feld gefahren und haben vorne weitergearbeitet – coole Jungs!“
 
Vor Villach übernimmt das Team Vorarlberg nochmals Verantwortung an der Spitze des Feldes und erhöht das Tempo. Sie verringern mit den Teams von CCC, Wanty Group und Delko Marseille den Rückstand auf knapp vier Minuten – wieder eine perfekte Team Arbeit! Im Beginn des Anstieges dann zwei Rennen. Vorne der Kampf der Spitze um den Etappensieg, hinten im kleiner werdenden Feld der Fight um die Gesamtwertung.
 
Schweres Finale!
Vorne zeichnet sich der Sieg des Italieners Simone Sterbini vom Team CSF Bardiani ab. Er schüttelt die Mitstreiter aus der Spitzengruppe ab und gewinnt solo am Dobratsch vor dem Spanier David Belda Garcia, welcher gestern bereits Rang zwei belegt hat. Dritter der Felbermayer-Wels Profi Markus Eibegger. 
 
Patrick Schelling glänzt auch am Dobratsch! Etappen Rang neun und weiter Gesamt Dritter der Tour!
In der Gruppe um das gelbe Trikot von CCC Fahrer Jan Hirt fährt auch heute wieder Patrick Schelling mit einem wachsamen Auge. In seiner coolen Art pariert er die Angriffe seiner direkten Kontrahenten hinter ihm. Delio Fernandez liegt nur vier Sekunden hinter Schelling und somit vom dritten Platz in der Gesamtwertung. Der Spanier von Delko Marseille hat schon viele große Rennen gewinnen können. Fernandez wird heute Etappenvierter. Zeitgleich mit Tour Leader Jan Hirt auf Rang sieben und Patrick Schelling auf Rang neun! Somit verteidigen Patrick Schelling und das Team Vorarlberg den dritten Rang in der Gesamtwertung heute erfolgreich!
 
Die sechs „treuen Weggefährten“ von Schelling kommen nach getaner Arbeit alle ins Ziel – heute sturzfrei und etwas kräfteschonend und Blick für morgen!

 

TIROL CYCLING TEAM - CLEMENS FANKHAUSER AUSGEBREMST

(ESp.) - Mit Platz 25 auf der heutigen Etappe mit Zielankunft Dobratsch ist Clemens Fankhauser vom Tirol Cycling Team nicht zufrieden. Der Tiroler wird durch einen Hinterraddefekt gebremst und verliert wertvolle Zeit.
 
Es war heute ein sehr schnelles Rennen über 147 Kilometer von Millstatt auf den Dobratsch bei der Österreich Rundfahrt und das Tirol Cycling Team war heute das Glück nicht holt. Clemens Fankhauser erwischt es rund 10 Kilometer von dem Beginn zum Aufstieg auf den Dobratsch in einer schnellen Abfahrt. Ein platter Reifen zwingt ihn zum Stehenbleiben. Es dauert wertvolle Sekunden, bis das Teamfahrzeug bei ihm ist und das Hinterrad wechseln kann. „Leider habe ich dann nicht gemerkt, dass das Hinterrad ein wenig schief eingespannt war und an der Bremse leicht angestoßen ist. Die ersten fünf Kilometer den Anstieg hinauf habe ich mich gut gefühlt, aber dann musste ich abreißen lassen. Ärgerlich, dass ich das erst im Ziel entdeckt habe“, so Fankhauser.
 
Mit hohem Kraftaufwand rettet sich Fankhauser als 25. Ins Ziel, verliert aber rund viereinhalb Minuten auf den heutigen Tagessieger Simone Barsterbini (ITA) und rutscht in der Gesamtwertung auf Rang 13 zurück. Leider ist dadurch auch der Abstand zu den Österreichern Hermann Pernsteiner und Markus Eibegger in der Wertung des besten Österreichs angestiegen.
 
Weitere Platzierungen des Tirol Cycling Teams auf der heutigen Etappe: Sebastian Schönberger (Etappe: 46; Gesamt: 34.), Patrick Bosman (Etappe: 47; Gesamt: 46.)
 

STERBINI GEWINNT AM DOBRATSCH, KRIZEK HOLT SPRINTTRIKOT

Die fünfte Etappe der 68. Österreich Rundfahrt von Millstatt nach Dobratsch gewann der Italiener Simone Sterbini im Alleingang. Bester Österreicher wurde Felbermayr-Profi Markus Eibegger als Dritter und Roth-Profi Matthias Krizek, der „Ausreißerkönig“ der Tour, eroberte das „Flyeralarm“-Punktetrikot.
 
Die Kärntner Seenetappe verband heute gleich sechs Seen (Millstätter-, Brenn-, Afritzer-, Ossiacher-, Wörther- und Faaker See) und endete zum dritten Mal in der Geschichte der Österreich Rundfahrt nach 2014 (Sieger: Evgeny Petrov) und 2015 (Sieger: Victor De La Parte) am Dobratsch, dem Hausberg der Villacher. Bei der dritten Bergankunft in Folge auf die Villacher Alpenstraße wartete der 16,5 Kilometer lange Schlussanstieg mit durchschnittlich 7,2 Prozent Steigung auf die Profis.
 
Acht Fahrer setzen sich ab
Gleich von Beginn an der 147,3 Kilometer langen Etappe von Millstatt zum Dobratsch wurde im Hauptfeld heftig attackiert. Nach zwölf Kilometern, unmittelbar nach Radenthein, formierte sich die erste große Spitzengruppe, die acht Profis umfasste: Velerio Agnoli (Astana), Anthony Perez (Cofidis), Nick van der Lijke (Roompot), Simone Sterbini (Bardiani), Gavin Mannion (Drapac), Andi Bajc (Amplatz BMC) sowie die beiden Österreicher Stephan Rabitsch (Felbermayr Simplon Wels) und Matthias Krizek vom Team Roth, der sich bereits auf der Glockneretappe in der Spitzengruppe des Tages befand und eine sehr aktive Rundfahrt fährt. Der Vorsprung wuchs bis zum Ossiacher See auf über sechs Minuten!
 
Krizek als Punktesammler
Im Hauptfeld hatte das Team CCC um den Gesamtführenden Jan Hirt alle Hände voll zu tun, die Fluchtgruppe nicht zu weit wegzulassen. Nach der 1. „Flyeralarm“-Sprintwertung in Feldkirchen nach rund 50 Kilometern, die Matthias Krizek gewann, unterstützte das Team Gazprom RusVelo die CCC-Mannen in der Verfolgungsarbeit. Bis Faak am See, nach mehr als 110 Kilometern, pendelte sich der Vorsprung der Spitze bei rund vier Minuten ein. Unterdessen gewann Ex-Staatsmeister Matthias Krizek die zweite Sprintwertung, wodurch er sich auf Rang zwei in der „Flyeralarm“-Punktewertung vorschob.
 
Fight am Dobratsch
Auch die letzte „Flyeralarm“-Sprintwertung des Tages in Faak am See ging an Krizek. Somit holt sich der „Ausreißerkönig“ der Tour heute auch das Punktetrikot! „Ich habe gestern noch arg gespürt. Gestern war ich 140 Kilometer in der Spitze, heute 120. Aber es hat sich gelohnt“, freute sich der 27-jährige Wiener. Unterdessen erreichte die Spitzengruppe mit 3:45 Minuten Vorsprung den Anstieg zum Dobratsch. Gleich in den ersten Kehren zerfiel die Spitzengruppe und im Hauptfeld hielten die Profis von CCC das Tempo hoch.
 
Etappensieg an Italien, Eibegger Dritter
In der Spitze konnte sich der erst 22-jährige Simone Sterbini absetzen. „Ich bin einfach gefahren und habe nie an den Etappensieg gedacht. Erst drei Kilometer vor dem Ziel mit rund zwei Minuten Vorsprung realisierte ich es“, jubelte der Bardiani-CSF-Profi über seinen ersten Sieg als Profi. Im stark dezimierten Hauptfeld waren alle Top-Favoriten vertreten. Rund 13 Fahrer erreichten den letzten Kilometer, wo der gestrige Etappenzweite David Belda und Markus Eibegger aktiv wurden. „Belda ging los und ich habe 500 Meter vor dem Ziel attackiert. Der Dobratsch liegt mir viel besser als der Großglockner, wo ich gestern richtig gelitten habe. Es war ein toller Tag für mein Team und mich. Am Dobratsch ist die Revanche für den Großglockner gelungen“, freute sich Eibegger über den dritten Etappenplatz!
 
Hirt verteidigt Führung souverän
In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Jan Hirt führt weiterhin vor Guillaume Martin und Vorarlberg-Profi Patrick Schelling. „Es war ein kontrollierter Tag heute. Aber dem Gesamtsieg bin ich einen großen Schritt näher gekommen. Wir wussten, dass heute ein wichtiger Tag Richtung Wien ist.“ Amplatz-BMC-Profi Hermann Pernsteiner liegt als bester Österreicher weiterhin an der sechsten Stelle. „Wir haben den Tag gut überstanden und am Dobratsch habe ich immer wieder das Tempo in der Verfolgergruppe gemacht. Ich wollte das Tempo hoch halten, damit niemand attackiert“, sagte Pernsteiner, der Träger des „Manner“-Trikots. 
 
Radfreak Franz Klammer: „Unsere Burschen präsentieren sich sehr gut!“
Franz Klammer, Abfahrtsolympiasieger von Innsbruck 1976, hat heute an der Seite von Ex-Profi und Kärntens Radbeauftragtem Paco Wrolich die Etappe live im Auto miterlebt: „Die Leistungen der Burschen sind gewaltig. Ganz besonders gut präsentieren sich heuer auch unsere Österreicher. Ich bin selbst begeisterter Radfahrer, auch wenn ich nach wie vor lieber mit den Skiern runter als mit dem Radl auf den Dobratsch rauf fahre. Die heutige Etappe in Kärnten war traumhaft und hat gezeigt, wie schön man bei uns Radfahren kann. Kärnten ist ein Radsportland.“
 
Morgen vorletzte Etappe der Ö-Tour
Morgen fällt um 11:00 Uhr vor der Oper Graz in der Franz Graf Allee der Startschuss zur sechsten und mit 204,3 Kilometern zweitlängsten Etappe der 68. Österreich Rundfahrt. Über Gleisdorf, Fürstenfeld und das südliche Burgenland mit Güssing führt die Strecke weiter nach Rechnitz und schließlich nach Stegersbach. Dort werden die Profis gegen 16:00 Uhr in der Kirchengasse erwartet.

TEAM FELBERMAYR - DAS Ö-TOUR TAGEBUCH - TAG 6

(SoHo) - Hoch-Höher-Edelweißspitze! Heute stand die wohl schwerste Etappe der heurigen Internationalen Österreich-Radrundfahrt auf dem Programm und die hatte es ordentlich in sich. Dabei bekamen unsere Sportler prominente Unterstützung vom Kornspitz-Sportdirektor Christoph Sumann. Der Tag hätte gestern nicht besser enden können und heute nicht besser beginnen. Denn mit Markus Eibegger in Gelb und Stephan Rabitsch stellvertretend für ihn in Rosa gehörte unserem Team heute die volle Aufmerksamkeit. Auch die der restlichen Teams und das bedeutete ein großes Stück Arbeit.

Doch bevor wir um 10:30 in Rottenmann starteten, bekamen wir noch prominenten Besuch vom Ex-Top-Biathleten und Kornspitz-Sportdirektor Christoph Sumann. „Ich bin total gespannt und aufgeregt was der heutige Tag so bringen wird. Bei der Königsetappe hinter die Kulissen des Radsports blicken zu können ist für mich als begeisterter Radfahrer natürlich doppelt spannend. Noch dazu nachdem Markus Eibegger gestern gleich zwei von vier Trikots abgeräumt hat!“, so Sumann.

Die 182,2 Kilometer lange Königsetappe mit 3.957 Höhenmetern begann in höchst rasantem Tempo. Gleich zu Beginn starteten sieben Mann einen Ausreißversuch, wurden aber rasch eingeholt. Für uns hatte es natürlich oberste Priorität, das Führungstrikot so gut es geht zu verteidigen. Nach 20 Kilometern formierte sich die Ausreißergruppe des Tages mit Antwan Tolhoek (Roompot), Alessandro Tonelli (Bardiani-CSF), Thierry Hupond (Delko Marseille), David Per (Adria Mobil) sowie die Österreicher Matthias Krizek (Roth) und Maximilian Kuen (Amplatz-BMC). Im Hauptfeld gaben währenddessen immer mindestens zwei Fahrer von unserem Team das Tempo an. In der Spitzengruppe war aber niemand eine große Gefahr für das Gelbe Trikot, daher ließ man die Gruppe erst einmal ziehen. Bei 1,7 Kilometer unter der Edelweißspitze, die heute zu bezwingen war, wurde bereits zwei Stunden vor der geplanten Zielankunft alles für die Fahrer vorbereitet; Tee wurde gekocht, die Dusche im Camper vorgeheizt und Sandwiches für die Überstellung nach Spittal gemacht. Der Vorsprung der fünf Spitzenfahrer weitete sich auf 3:30 min aus und unsere Mannschaft musste den Großteil der Nachführarbeit alleine verrichten.Bei Kilometer 137 attackierte der Astana-Profi Alessandro Vanotti, wurde aber vor der Mautstelle Ferleiten wieder gestellt. Unterdessen teilte sich am Beginn des Großglockners sowohl die Spitze als auch das Hauptfeld. Wenig später bildete sich eine 20 Mann-Gruppe, in der alle Favoriten vertreten waren - nun begann das große Zittern.

Markus Eibegger und Stephan Rabitsch waren nun auf sich alleine gestellt und kämpften verwegen um den Erhalt der Gesamtführung. Das Tempo wurde noch einmal erhöht und die Spitzenguppe war bereits geschluckt. Lange sah es gut aus, bis Markus Eibegger bei Kehre acht Probleme bekam und Jan Hirt (CCC) eine Attacke nach der anderen setzte. Schließlich sicherte sich der CCC Fahrer den Fuscher Törl (2.407 m) den Titel „Glocknerkönig“ und setzte sich gleich danach erneut von seinem Verfolger ab. Er feierte einen Etappensieg mit 42 Sekunden Vorsprung auf Belda und 1:17 Minuten vor Guillaume Martin (Wanty-Group Gobert).

Markus Eibegger kam als Sechzehnter mit einem Rückstand von 3:56 auf die Edelweißspitze und verlor leider seine beiden Trikots. Der Rest der Mannschaft kämpfte sich tapfer den Berg hoch und war froh, diese Etappe hinter sich zu haben. „Der Anstieg mit dem Kopfsteinpflaster am Schluss war hart aber ich bin froh, dass wir auch morgen wieder mit sieben Fahrern am Start stehen werden und die Rundfahrt ist ja erst am Samstag zu Ende!“, so Markus Eibegger. Auch das Tages-Resümee von Christoph Sumann viel positiv aus: „Ich bin echt beeindruckt, vor allem wie es in so einem Autokonvoi abgeht, da war ich schon ab und zu nervös. Aber was die Radprofis hier leisten ist echt unglaublich und bei dieser Etappe in einem Begleitfahrzeug mitfahren zu dürfen und das alles hautnah zu erleben war wirklich eine tolle Erfahrung!“

 

DIE ETAPPE AUS SICHT VON VORARLBERG, TIROL, HRINKOW

DIE ETAPPE AUS SICHT DES TEAM VORARLBERG

(TK) - Team Vorarlberg Profi Patrick Schelling wird sensationell Vierter am Großglockner und stößt auf Rang drei in der Gesamtwertung vor! Was für ein Tag bei der 68. Int. Österreich Rundfahrt – auch ein Sturz konnte Schelling nicht stoppen!

Nichts für schwache Nerven war die heutige Königsetappe auf den Großglockner! Ein schwerer Sturz im Hauptfeld brachte das Vorhaben Ö-Tour fast in Bedrängnis. Auch Schelling war mittendrin und zog sich zahlreiche Abschürfungen im Arm- und Schulterbereich zu. Entwarnung beim Tour Arzt – nichts gebrochen! Die anderen Team Kollegen bringen sicher an den Fuß des Schlussanstieges und dann zündet der sympathische junge Schweizer ein Feuerwerk der Extraklasse. Er wird sensationell Etappenvierter und ist nun neuer Gesamt Dritter der 68. Int. Österreich Rundfahrt. Freud und Leid waren heute beim Team Vorarlberg Zwillingsbrüder! Die Rundfahrt beginnt für das Team Vorarlberg nun wieder neu – mit einer mehr als spannenden Ausgangssituation! Rennbericht 4. Etappe: Rottenmann – Großglockner/Edelweiß Spitze – 182 Kilometer / 3957 Höhenmeter! Die ersten Fahrer im Feld werden bereits nach dem gestrigen Tage „schwere“ Beine haben. Auf der von vielen unterschätzen Etappe wurden zu Beginn und im Finale nicht nur schnell Rad gefahren, sondern das eine oder andere Korn wurde verschossen. Alle Fahrer welche im Gesamtklassement Ambitionen hegen, haben sich gestern nicht schonen dürfen. Heute warteten auf der Königsetappe mit der Bergankunft auf der Edelweiß Spitze am Großglockner nicht weniger als 4000 Höhenmeter (u.a. drei Bergwertungen).

Schrecksekunde für Team Vorarlberg! Schelling, Zsolt und Lehner gestürzt – super Teamarbeit auch heute wieder! Wenige Kilometer war die Jagd eröffnet. Mit hoher Geschwindigkeit rast das Feld durch eine Baustelle und es kracht gewaltig im Feld. Zahlreiche Fahrer gehen zu Boden. Und leider auch der wichtigste Mann des Teams – Patrick Schelling. Mit ihm auch die Kollegen Der Zsolt und Daniel Lehner. Alle können das Rennen zwar fortsetzen, aber mit Materialschaden und einigen Blessuren. Das Material musste nun unter hohem Stress getauscht werden – mit den Ersatzrädern dann wieder dem Feld hinterher jagen. Jedes Korn sparen ist hier unmöglich und das war leider so nicht eingeplant. Nach einer wilden Aufholjagd schaffen es aber die Fahrer wieder ins Feld aufzuschließen um sich folglich ihre Wunden vom Teamarzt verarzten zu lassen! Anschließend machen sich vorne fünf Fahrer weg, erst dann kommt ein wenig Ruhe ins Feld. Diese Fahrer bestimmen vorne den Rennverlauf und kommen einige Minuten weg. Die Team Vorarlberg Fahrer versuchen die gestürzten Team Kollegen zu unterstützen. Auch heute wieder eine geniale Teamarbeit was Jäger, Winter, Lehner, Zsolt, Zurita und Koretzky leisten!!!

Unglaublich – Schelling zündet Turbo zur Edelweiß Spitze!!!!

Dann wird es ernst nach dem Abzweig zur Großglockner Hochalpenstraße. Das Team bringt Schelling in Position und sprinten ihn in den Anstieg hinein. Immer mehr Fahrer fallen nun zurück – das Ausscheidungsrennen zum Dach der Tour hat begonnen! In der Mitte des Anstieges attackiert nun Jan Hirt vom Team CCC. David Belda Garcia vom Team Roth und Martin Guillaume (Wanty Group) können mitgehen. Dahinter fährt Schelling seinen Tritt hinauf – und wie!!!

Patrick Schelling Etappen Vierter und Gesamt Dritter der Ö-Tour!!!

Er folgt in einer vier Mann Verfolgergruppe welche er dann zuerst auseinander fahren kann. Die anderen Fahrer schließen wieder auf. Trotzdem lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen und fährt als Dritter in die letzten zwei Kilometer! Es gewinnt Jan Hirt, solo 42 Sekunden vor David Belda Garcia. Dirtter der Franzose Martin. ABER dahinter mit nur drei Sekunden Rückstand Patrick Schelling! Diese Weltklasse Leistung bringt Patrick Schelling auf Rang drei in der Gesamtwertung nach vorne – einfach nur ein Traum dieser turbulente Tag für das gesamte Team! Neuer Leader der Tour – Jan Hirt aus Tschechien!

DIE ETAPPE AUS SICHT DES TIROL CYCLING TEAM

(ESp.) - Edelweiss-Spitze – oder das Fahren ums Überleben - „Wenn es dann beim Fuschertörl noch weiter geht, dann kämpfst du einfach ums Überleben“, meint Sebastian Schönberger vom Tirol Cycling Team lachend auf die Frage, wie denn die Königsetappe der Österreich Rundfahrt so war. Die vierte Etappe der Österreich Rundfahrt mit 182 Kilometer hinauf zum Großglockner und zur Edelweiss-Spitze war heute für alle Fahrer eine echte Herausforderung. Und Clemens Fankhauser vom Tirol Cycling Team mischt auch in den schweren Bergen weiter sehr gut vorne mit. Mit Rang 14 bei dieser besonderen Bergankunft wir Fankhauser heute zweitbester Österreicher und kann sich weiter über eine Spitzenplatzierung  im Gesamtklassement freuen. Nach vier Etappen ist Fankhauser auf Rang 11 in der Gesamtwertung und zufrieden. „Mal schauen, was morgen der Drobratsch noch zu bieten hat“, meint Fankhauser. „Realistisch ist eine Top-10-Platzierung für mich nach wie vor, vor allem weil unser Team sehr gut zusammenarbeitet.“

Die Etappe heute wurde lange von einer Spitzengruppe dominiert, die aber vom Feld sehr gut kontrolliert wurde. Ab der Mautstelle hat dann vor allem das polnische Team CCC aufs Gas gedrückt. Der Lohn dafür war der Sieg heute von Jan Hirt von diesem Team. „Ab der Mautstelle wurde dann richtig hart gefahren“, erzählt Sebastian Schönberger, der heute als 34. Ins Ziel kam. „Die kurze Strecke vom Fuschertörl über das Kopfsteinpflaster hinauf zur Edelweiss-Spitze waren hart, aber die Bergankunft war schon ein Erlebnis, dass einem Rennfahrer in Erinnerung bleibt.“

Für den sportlichen Leiter des Tirol Cycling Teams – Hannes Kapeller – sind die weiteren Tage klar vorgegeben. „Morgen am Dobratsch werden wir alles geben, um Clemens Fankhauser zu unterstützen. Für die restlichen zwei Tage hoffe ich, dass wir eine Überraschung landen können. Aber das wird natürlich noch nicht verraten“, so Kapeller.

DIE ETAPPE AUS SICHT VON HRINKOW ADVARICS CYCLEANG

(FloWie.) - Die Königsetappe der 68. Österreich Radrundfahrt hatte es in sich. Gleich nach der Neutralisation krachte es im Feld, diesmal Gott sei Dank ohne Beteiligung von Hrinkow Advarics Cycleang. Das Tempo anschließend war enorm hoch. Zuerst versuchte sich eine 7 köpfige Spitzengruppe rund um Dominik Hrinkow zu lösen. Diese war derart brandgefährlich, dass das Feld sofort reagierte um sie wieder einzuholen. Erst nach etwa 20 Kilometer gelang es 5 Mann sich vom Rest des Feldes zu lösen. Nicht an der Spitze vertreten war Alessandro Vanotti (Astana) im Dress des bergbesten Fahrers, was zur Folge hatte, dass Astana das Team Felbermayr Simplon Wels bei der Nachführarbeit unterstützte.
 
Am Fuße des Glockners kam es dann zum finalen Showdown. Das Rennen entwickelte sich zu einem Ausscheidungsrennen, wo am Ende nur noch 22 Fahrer im Feld verblieben. Die Spitze bis dahin war längst gestellt. Jan Hirt ritt Attacke um Attacke bis er kurz vor dem Fuscher Törl seinen letzten Kontrahenten abschütteln konnte. Hirt wird neuer Glocknerkönig und kann wenig später auch die Etappe für sich entscheiden. Zudem holt er sich das gelbe Trikot, welches der 25 jährige morgen am Dobratsch zu verteidigen hat.
 
Sebastian Baldauf von Hrinkow Advarics Cycleang war ebenfalls lange im 22 Mann starken Feld vertreten und wurde erst im Finish Opfer der zahlreichen Angriffe. Baldauf landete auf Platz 18, Domink Hrinkow auf Platz 42. Morgen folgt die dritte Bergankunft auf den Dobratsch – ein 16,5 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 7,2% Steigung.
 

JAN HIRT - GLOCKNERKÖNIG UND SPITZENREITER

(Bericht/Foto - mrPR) - Der 25-jährige Tscheche Jan Hirt dominierte heute die Glockneretappe und zog dem Steirer Markus Eibegger das Führungstrikot aus. Für eine Sensation aus österreichischer Sicht sorgte der gleichaltrige Niederösterreicher Hermann Pernsteiner: Mit dem siebenten Etappenplatz schob er sich auf den sechsten Gesamtplatz vor! Markus Eibegger verlor Zeit und liegt in der Gesamtwertung an der neunten Stelle.

Die Radprofis wurden im Startort Rottenmann von tausenden Zuschauern und mehr als 1.000 Kindern auf die Glockneretappe verabschiedet. Die 182,2 Kilometer lange Königsetappe mit 3.957 Höhenmetern begann mit rasantem Tempo. Nachdem eine siebenköpfige Spitzengruppe rasch wieder gestellt wurde, formierte sich nach 20 Kilometern die sechsköpfige Ausreißergruppe des Tages. Der Gewinner der Tour de Suisse-Bergwertung 2016 Antwan Tolhoek (Roompot), Alessandro Tonelli (Bardiani), Thierry Hupond (Delko Marseille), David Per (Adria Mobil) sowie die Österreicher Matthias Krizek (Roth) und Maximilian Kuen (Amplatz-BMC). Während der Slowene Per kurze Zeit später abriss, baute das Quintett den Vorsprung Richtung erster „Wiesbauer“-Bergwertung in der Ramsau auf über zwei Minuten aus.

Nach rund 80 Kilometern, bei Filzmoos, lag der Rückstand des Feldes bereits bei 3:30 Minuten. Das Team Felbermayr Simplon Wels um den Gesamtführenden Markus Eibegger musste den Großteil der Arbeit verrichten. Unterstützung kam vom Team Astana um den Bergpreisführenden Alessandro Vanotti. Bis zur 2. „Flyeralarm“-Sprintwertung in Schwarzach nach 121 Kilometern, wo erneut Matthias Krizek gewann, pendelte sich der Vorsprung der Führenden auf drei Minuten ein.

Vanotti versuchts

Beim Anstieg zur „Wiesbauer“-Bergwertung Embach nach 137 Kilometern attackierte Astana-Profi Alessandro Vanotti, der Führende in der „Wiesbauer“-Bergwertung. Der Etappensieger der Vuelta 2013 konnte rasch einen Vorsprung von einer Minute auf das Feld herausfahren. Vor der Mautstelle Ferleiten wurde Vanotti wieder gestellt, der Vorsprung des Quintetts schrumpfte auch dramatisch. Unterdessen teilte sich am Beginn des Großglockners die Spitze: Tolhoek und Tonelli blieben vorne, die restlichen Mitstreiter wurden vom immer kleiner werdenden Feld geschluckt. Eine starke Leistung bot wieder der Kufsteiner Maximilian Kuen (Amplatz-BMC), der sich zum zweiten Mal bei der Ö-Tour in einer Fluchtgruppe befand.

Spannung am Glockner, Eibegger in Not

Im Feld, das sich auf rund 20 Fahrer mit allen Favoriten reduzierte, machte vor allem CCC mit Sylwester Szmyd das Tempo. Dabei waren der Gesamtführende Markus Eibegger, der Vorjahresdritte Jan Hirt und der gestrige Etappensieger Brendan Canty. Das Tempo wurde weiter verschärft, die beiden Spitzenfahrer wurden gestellt und bei Kehre acht bekam Markus Eibegger vom Team Felbermayr Simplon Wels Probleme. Der 25-jährige Jan Hirt setzte eine Attacke nach der nächsten und konnte sich schließlich mit dem spanischen Bergspezialisten David Belda vom Team Roth absetzen. Dahinter kämpften einige Fahrer, darunter auch MTB-Ass Hermann Pernsteiner, der nach der Slowenien-Rundfahrt erst seine zweite internationale Rundfahrt bestreitet, um den Anschluss.

Hirt kürt sich zum Glocknerkönig

Beim Fuscher Törl (2.407m) wurde der Glocknerkönig gekürt. Die GROHAG sponserte dem Sieger eine Prämie in Höhe von 2.571 Euro, das entspricht der Seehöhe der Edelweißspitze. CCC-Profi Jan Hirt gewann den prestigeträchtigen Titel vor David Belda und konnte sich unmittelbar nach der Bergwertung absetzen. Er feierte einen souveränen Etappensieg, 42 Sekunden vor Belda und 1:17 Minuten vor Guillaume Martin von Wanty-Groupe Gobert. Der deutsche Vorarlberg-Legionär Patrick Schelling wurde starker Vierter, Hermann Pernsteiner hatte als Siebenter 1:47 Minuten Rückstand. Zweitbester Österreicher wurde Clemens Fankhauser, Markus Eibegger verlor als 15. 3:55 Minuten.

Hirt will Gesamtsieg

„Ich hatte fantastische Beine heute und mein Team hat mich perfekt unterstützt. Jetzt will ich das Gelbe Trikot nach Wien bringen! Der Dobratsch morgen liegt mir, hier wurde ich im Vorjahr Zweiter“, so die Kampfansage von Hirt, der unweit der österreichischen Grenze aufwuchs. Einen Traumtag erwischte auch Hermann Pernsteiner, der Rookie aus österreichischer Sicht: „Für das dritte internationale Rennen war das sehr gut. Ich hätte nie damit gerechnet. Aber ich weiß, dass meine Form sehr gut ist. Auf den letzten Kilometern am Glockner konnte ich nicht mehr mit den Attacken mitgehen. Um nicht zu explodieren, beschloss ich mein eigenes Tempo zu fahren. Ein Traumtag für mein Team und mich.“

Morgen Etappenziel am Dobratsch

Auf der morgigen fünften Etappe der Österreich Rundfahrt folgt die dritte Bergankunft en suite. Nach dem Start in Millstatt, am Ufer des Millstätter Sees, um 10:30 Uhr geht es vorbei am Ossiacher- und Südufer des Wörthersees Richtung Villach. Dort beginnt der 16,5 Kilometer lange und durchschnittlich 7,2 Prozent steile Schlussanstieg auf den Dobratsch, den Hausberg der Villacher. Gegen 14:15 Uhr wird bei der Rosstrattenhütte (1.733m) auf der Villacher Alpenstraße der Zieleinlauf erwartet.

Verkehrsbehinderungen/Shuttle auf den Dobratsch

Es kommt im Bereich der Villacher Alpenstraße zu folgenden Sperren: Die Auffahrt bis Parkplatz 7 ist bis 12:30 Uhr möglich. Die letzte Abfahrtsmöglichkeit ist bis 12:45 Uhr möglich. Ende der Straßensperre ca. 16:30 Uhr! Für Zuschauer, die die Zielfahrt im Naturpark Dobratsch – Rosstratte hautnah erleben möchten, wird ein Shuttleservice eingerichtet: Shuttlebusse von der Villacher Alpenarena bis zur Rostratte: Abfahrt: 12:15 und 12:30 / Rückfahrt ca. 16:30h.