CAPE - SCHÖGGL/PLIEM (KTM PRO TEAM) - REIN ÖSTERREICHISCHE PAARUNG

(©Foto KTM Pro Team) Südafrika, Cape Epic: Die Steirer David Schöggl und Manuel Pliem (KTM Pro Team) kämpfen ab heute als einzige rein österreichische Paarung in der Elite des MTB-Sports um eine top Platzierung.

„Dieses Rennen wird eine Herausforderung der besonderen Art, denn die enorme Hitze, der Staub und das schwierige Gelände in der Wildnis Südafrikas machen es uns sicher nicht einfach. Wir freuen uns auf diese Challenge und sind hochmotiviert“, kommentiert Schöggl die schwierigen örtlichen Bedingungen. Auf diese konnten sich die beiden Steirer innerhalb der letzten drei Wochen sehr gut einstellen, denn die KTM Pro Team Athleten befinden sich bereits seit Ende Februar zur Vorbereitung in Südafrika. Für Schöggl und Pliem ist es die erste Teilnahme bei dem Etappenrennen im Westkap, um so wichtiger früh genug vor Ort zu sein. 
 
„Klar geht man bei so einem Bewerb mit einer besonderen Anspannung ins Rennen, aber wir werden einfach richtig fighten, und uns mit den Besten der Welt messen. Wir sind sehr gut drauf - die Vorbereitung war perfekt und am wichtigsten, es macht einfach richtig Spaß, hier über die Trails zu heizen“, meint Pliem hochmotiviert. 
 
Letzter Feinschliff bei Sauser geholt!
Als letzte hoch intensive Renn-Vorbereitung folgten die KTM Pro Team Athleten der Einladung von Weltmeister Christoph Sauser zum Championsrace in Stellenbosch. Das Charity-Rennen führte in einem Rundkurs durch Kayamandi, ein zur Zeit der Apartheid entstandenes südafrikanisches Township in Stellenbosch, welches nach wie vor als Armenviertel gilt. „Für uns war die Teilnahme beim diesem Charity-Race eine besondere Ehre und eine einmalige Erfahrung. Die Begeisterung & Freude an der Strecke wird uns sicher ewig in Erinnerung bleiben“, kommentiert Pliem das Event. 
 
Die Erwartungen sind hoch, nicht umsonst nimmt man all die Arbeit auf sich. Über die Platzierung in der Gesamtwertung machen sich die beiden Sportler dennoch keine großen Gedanken. „Zu viele Spekulationen bringen nichts. Jeder weiß, dass beim Cape Epic nahezu alles passieren kann. Das Ziel ist, dass wir unsere Leistung abrufen können und am Ende wird abgerechnet“, so Schöggl. 
 
 
 

DANIEL GEISMAYR: EINMAL CAPE EPIC GEWINNEN

Schade aber Realität - Hierzulande werden MTBer wie Daniel Geismayr ob ihrer sportlichen Leistungen eher so nebenbei beachtet. Nur Insider wissen z. B. in seiner Heimat Vorarlberg, dass der Dornbirner einer der besten Langstrecken MTBer der Welt ist. Und unglaubliches leistet. Nun startet er im Kreis der Mitfavoriten ab Sonntag gemeinsam mit Partner Nicola Rohrbach für das CENTURION VAUDE Team beim Cape Epic in eine Mega Challenge. Wir haben für radstars.at heute noch kurz mit Daniel Geismayr gesprochen. 
 
Wie geht es Euch?
Es geht uns sehr gut. Persönlich bin ich ein bisschen nervös, aber dies mit voller Vorfreude. Es kann starten.
 
Wie habt ihr Euch nun vorbereitet?
Wir sind jetzt schon 14 Tage hier und konnten uns sehr gut auf dem Gelände vorbereiten. Das Fahrerfeld ist heuer das hochkarätigste seit jeher. Gegner gibt es unzählige, aber vor allem gilt es Platt/Huber & Sauser/Kulhavy zu schlagen.
 
RADSTARS
 
Wie hast du dich an Nicola „gewöhnt“, muss man da nicht eingespielt sein?
Ich konnte jetzt gut 2 Wochen mit Nicola trainieren. Jedoch muss man im Rennen auch miteinander reden, um nicht über das Limit des anderen zu gehen. Das Rennen ist wie gesagt die Tour der MtB Fahrer.
 
Von Österreich aus schwer zu sagen, aber alles redet über dieses Rennen?
Unglaublich ist die mediale Aufmerksamkeit – Das ist echt gigantisch. Das Rennen wird z.B. Live in RSA übertragen. Und es sind unglaublich viele Medienvertreter hier.
 
Was wird der schwierigste Tag?
Das wird sicher Tag 6 – da gibt es die Königsetappe – wenn du da mit vorne bist ist vieles möglich.
 
RADSTARS
 
Dein persönliches Ziel gemeinsam mit Nicola?
Mein Traum ist es natürlich, dieses Rennen einmal im Leben zu gewinnen. Aber ein Podestplatz bei diesem starken Fahrerfeld wäre schon super. Wir werden alles versuchen. Das Rennen ist auch für unser Team und unsere Sponsoren enorm wichtig, da auch sehr viel Geld investiert wird.
 
Wir wünschen Euch einen guten Start!

MTB - MARKT IM DIREKTEN DUELL VOR GEHBAUER

(HÖPT - Bericht/Foto) - Karl Markt vom Haibike Ötztal ProTeam heißt der neue österreichische Staatsmeister im Cross Country. Er gewinnt praktisch im Zielsprint gegen den Olympiateilnehmer Alexander Gehbauer. Gregor Raggl vom Haibike Ötztal ProTeam belegt den dritten Rang. Bei den Juniorinnen wird Anna Spielmann Vizestaatsmeisterin. Nach dem Staatsmeisterschaftstitel im Eliminator durch Gregor Raggl dominiert Haibike Ötztal Pro die Staatsmeisterschaften klar. Es war heute ein packendes Duell auf der möglicherweise zukünftigen Weltcupstrecke in Obertraun. Bei starkem Regen und schwierigen Bedingungen war die Cross-Country-Staatsmeisterschaft der Herren von Beginn an ein Zweikampf zwischen Karl Markt und Alexander Gehbauer. Bis zur vorletzten Runde erarbeitet sich Markt einen Vorsprung von 10 Sekunden, als ihm einmal das Vorderrad wegrutscht und Gehbauer wieder anschließen kann. Dann kommt es beinahe zum Zielsprint. Auf den letzten Meter zum Ziel hin mobilisiert Markt aber all seine Kräfte und gewinnt die Staatsmeisterschaften.

„Es war einer meiner schönsten Siege, weil es wirklich spannend und schwierig war“, freut sich Karl Markt im Ziel. „Die Bedingungen waren durch den Regen schwierig, aber die Strecke war sehr gut präpariert. Auf den letzten Metern vor dem Ziel habe ich wirklich alle Energie hineingesteckt und bin jetzt sehr stolz auf dieses Meistertrikot.“ Damit stellt Karl Markt erneut in dieser Saison unter Beweis, dass er derzeit Österreichs bester Cross-Country-Fahrer ist.

Eine sehr gute Leistung bietet auch Gregor Raggl. Raggl erleidet zwar in der ersten Runde einen Reifendefekt, kommt aber schnell genug in die Technikzone, um sich noch den dritten Rang bei den Staatsmeisterschaften zu holen. „Ich bin total zufrieden mit dem Rennen. Und es freut mich, dass mein Teamkollege von mir jetzt das Staatsmeisterschaftstrikot übernimmt und dieser Titel bei uns im Team bleibt.“

Anna Spielmann auf Rang 2

Eine tolle Leistung erbringt auch Anna Spielmann bei den Juniorinnen. Sie muss sich nur der Vize-Weltmeisterin Lisa Pasteiner geschlagen geben. Dies beiden österreichischen Juniorinnen zeigen auch, welche Klasse sie bereits besitzen und überholen sogar manch eine Elite-Dame, die zwei Minuten vorher gestartet ist. Für Anna Spielmann ist es heuer die letzte Juniorinnen-Staatsmeisterschaft, bevor sie im kommenden Jahr in das U-23-Lager wechselt. „Es ist ein schöner Erfolg. Lisa ist derzeit besser als ich – vor allem bergauf. Sie hat verdient gewonnen und ich freue mich, dass ich mit einem guten Rennen auf Rang zwei gefahren bin“, so die junge Tirolerin.