DANIEL GEISMAYR: EINMAL CAPE EPIC GEWINNEN

Schade aber Realität - Hierzulande werden MTBer wie Daniel Geismayr ob ihrer sportlichen Leistungen eher so nebenbei beachtet. Nur Insider wissen z. B. in seiner Heimat Vorarlberg, dass der Dornbirner einer der besten Langstrecken MTBer der Welt ist. Und unglaubliches leistet. Nun startet er im Kreis der Mitfavoriten ab Sonntag gemeinsam mit Partner Nicola Rohrbach für das CENTURION VAUDE Team beim Cape Epic in eine Mega Challenge. Wir haben für radstars.at heute noch kurz mit Daniel Geismayr gesprochen. 
 
Wie geht es Euch?
Es geht uns sehr gut. Persönlich bin ich ein bisschen nervös, aber dies mit voller Vorfreude. Es kann starten.
 
Wie habt ihr Euch nun vorbereitet?
Wir sind jetzt schon 14 Tage hier und konnten uns sehr gut auf dem Gelände vorbereiten. Das Fahrerfeld ist heuer das hochkarätigste seit jeher. Gegner gibt es unzählige, aber vor allem gilt es Platt/Huber & Sauser/Kulhavy zu schlagen.
 
RADSTARS
 
Wie hast du dich an Nicola „gewöhnt“, muss man da nicht eingespielt sein?
Ich konnte jetzt gut 2 Wochen mit Nicola trainieren. Jedoch muss man im Rennen auch miteinander reden, um nicht über das Limit des anderen zu gehen. Das Rennen ist wie gesagt die Tour der MtB Fahrer.
 
Von Österreich aus schwer zu sagen, aber alles redet über dieses Rennen?
Unglaublich ist die mediale Aufmerksamkeit – Das ist echt gigantisch. Das Rennen wird z.B. Live in RSA übertragen. Und es sind unglaublich viele Medienvertreter hier.
 
Was wird der schwierigste Tag?
Das wird sicher Tag 6 – da gibt es die Königsetappe – wenn du da mit vorne bist ist vieles möglich.
 
RADSTARS
 
Dein persönliches Ziel gemeinsam mit Nicola?
Mein Traum ist es natürlich, dieses Rennen einmal im Leben zu gewinnen. Aber ein Podestplatz bei diesem starken Fahrerfeld wäre schon super. Wir werden alles versuchen. Das Rennen ist auch für unser Team und unsere Sponsoren enorm wichtig, da auch sehr viel Geld investiert wird.
 
Wir wünschen Euch einen guten Start!

PARIS - NIZZA - 4. Etappe - PATRICK KONRAD 26. - MARCO HALLER GESAMT 24.

(Quelle Radsportkompakt) -Julian Alaphlippe (Quick-Step Floors) hat bei der 75. Auflage von Paris-Nizza das Gelbe Trikot des Gesamtführenden gewonnen. Der Franzose gewann das Einzelzeitfahren der 4. Etappe und konnte damit das Leadertrikot von seinem Landsmann Arnaud Démare (FDJ) bei der achttägigen französischen Fernfahrt übernehmen.

Alaphlippe benötigte für die 14,5 Kilometer von Beaujeu zum Schlussanstieg nach Mont Brouilly 21:39 Minuten und war damit 19 Sekunden schneller als der Spanier Alberto Contador (Trek-Segafredo). Eine weitere Sekunde hinter dem ehemaligen Tour-Sieger Condator fuhr mit Tony Gallopin (Lotto Soudal) ein zweiter Franzose auf das Tagespodium. Bester Fahrer der deutschen Bora-hansgrohe Mannschaft wurde der Österreicher Patrick Konrad mit 1:17 Minuten Rückstand als 26. (Gesamt 89.) - Marco Haller (KATUSHA), der vor dieser Etappe unter den Top 10 rangierte, verlor heute etwas mehr als 4 Minuten und liegt in der Gesamtwertung nach 4 Etappen als bester Österreicher auf Rang 24. (+05,18). Michi Gogl (Trek-Segafredo) ist Gesamt 80.

Ergebnisse

DANIEL FEDERSPIEL - PLANT DER WELTMEISTER SEINEN UMSTIEG AUF DIE STRASSE?

Gleich vorweg, er hat uns nicht ALLES verraten, aber ein bisschen was hat er uns dann doch gesagt. Seit längerem wird ja gemunkelt, dass der zweifache XCE Weltmeister Daniel Federspiel eventuell einen Wechsel auf die Strasse vor hat. Für heuer hat Federspiel die Saison  (fast) frühzeitig beendet, obwohl in Italien noch ein Rennen auf dem Programm stand. Aber dieses war für Federspiel nicht mehr so interessant.

DF:  Ja genau, ich habe die Saison frühzeitig beendet, da das Rennen in Italien nur mehr für Amateure war.

Mit der Saison konnte Daniel Federspiel wahrlich zufrieden sein, denn es hat ja eigentlich miserabel begonnen:

DF: Natürlich bin ich mit der Saison mehr wie zufrieden, denn ich bin wieder Weltmeister geworden. Auch die Silbermedaille bei der EM glänz fast wie Gold, denn damals haben ja die großen Probleme mit dem Auge angefangen.

Mehr geht ja fast gar nicht?

DF: Nein, ganz ehrlich nach all den Problemen, hätte ich nie gedacht, heuer doch noch so erfolgreich zu sein. Ich hatte bis jetzt noch nie was am Auge und sowas hat mich sehr beschäftigt - und eigentlich beschäftigt es mich immer noch – da wir den eigentlichen Grund noch immer nicht herausgefunden haben. Derzeit bin ich in Bayern in einem Osteo Zentrum zur regelmäßigen Behandlung . Aber eine genaue Diagnose gibt es nicht. Und so etwas belastet, auch wenn ich immer lache!

RADSTARS

Der Eliminator Bewerb ist zwar spektakulär und spannend, aber hat er in dieser Form Zukunft?

DF: Die Entwicklung des XCE`S sieht nicht gut aus, es wird zwar weiterhin eine EM und WM geben, aber das war es dann auch. Ohne Olympische Disziplin ist das fast wie 2. Liga. Für mich beginnt jetzt die Planungsphase – Sicher ist, dass ich auch etwas anderes fahre, denn gerade mal 5 hochkarätige Rennen im Jahr sind zu wenig.

Du bist ja schon einmal auf der Straße gefahren, wäre das was?

DF: Naja, Ambitionen auf die Straße zu wechseln sind natürlich da, aber als Quereinsteiger ist es praktisch unmöglich in ein gutes Team zu kommen. Wenn man sieht, wie schwer sich ein Stefan Denifl oder Riccardo Zoidl tun, weiter in einem internationalen TopTeam mit zu fahren, weisst du was ich meine. Aber es gibt Gespräche!

Möchtest du uns verraten mit wem?

DF: Nein, werde ich nicht (grinst). Ich selber bin auch absolut überzeugt, dass ich es drauf habe, denn alleine meine 1 1/2 monatige Vorbereitung auf den Ötztaler hat gezeigt, dass Potential da ist. Obwohl es bei internationalen Rundfahrten natürlich noch anders zu geht, wie beim Ötztaler. Aber es hat sich gezeigt, dass ich als Sprinter relativ schnell über die Berge komme. Und würde ich mich ein Jahr lang intensiv auf den Ötztaler vorbereiten, wäre noch weit mehr drinnen, sage ich jetzt einfach mal aus Überzeugung.

RADSTARS

Nach der Saison ist vor der Saison – Ein bisschen musst du dich schon fit halten?

DF: Jetzt im Oktober mache ich was mir Spaß macht, einfach ohne Druck und Stress „trainieren“. Ab November lege ich dann wieder ordentlich los.

Na dann, geniesse die Zeit – und wenn du ein Team hast, melde dich,g, - Gratulation noch einmal für deine gewaltigen Leistungen in diesem Jahr!

Daniel Federspiel - 10 Jahre XCE - 97 Sprintrennen
- 76 Siege
- 90 Podestplätze
- 4 WM Medaillen 2x Gold, 1x Silber. 1x Bronze
- 3 EM Medaillen 2x Gold, 1x Silber
- 4x ÖM Gold
- Weltcupgesamtsieger
- 1x Schlüsselbeinbruch

 

 

 

 

 

KRACHER! 18. WELSER INNENSTADTKRITERIUM MIT TOP-BESETZUNG

(Bericht/Foto wier PR) - Österreichs größter Radsport-Event des Jahres findet heuer am Mittwoch, den 27. Juli 2016 in Wels statt. Bereits zum 18. Mal treffen beim „Welser Innenstadt Kriterium“ internationale Radstars auf die österreichische Spitzenklasse im Radsport. Der Mittwoch in Wels, drei Tage nach der Tour de France, ist ein Fixtermin im internationalen Radkalender. Die absoluten Top-Stars des Radsports waren in den vergangenen Jahren von der tollen Atmosphäre in der Messestadt begeistert. Beim heurigen Jubiläums- Grand-Prix ist Raiffeisen bereits zum 10. Mal Partner und Hauptsponsor des größten Radsport-Events Österreichs.

MIT ÜBER 60 KM/H DURCH DIE WELSER INNENSTADT

An die 10.000 Zuschauer in der Welser Innenstadt sind Jahr für Jahr begeistert von der Geschwindigkeit, die man hautnah an der Strecke zu spüren bekommt. Der anspruchsvolle Rechtskurs über 70 Runden mit je 800 Metern und seinen vier Kurven bietet den Fans Kurventechnik und Radbeherrschung auf höchstem Niveau. Die Radprofis sind beim Raiffeisen Grand Prix mit Spitzengeschwindigkeiten von über 60 km/h und damit schneller als die Polizei erlaubt in der Welser Innenstadt unterwegs.

VON DER „TOUR DE FRANCE“ NACH WELS

Prominente Weltklasse- Radrennfahrer sind in den letzten Jahren in Wels an den Start gegangen. Drei Tage nach dem Ende der Tour de France waren in Wels Stars wie Mario Cipollini, Gilberto Simoni, Franco Pellizotti, Fabio Baldato, Danilo di Luca, Samuel Sanchez, Marc Cavendish, Roman Kreuziger und der deutsche Superstar John Degenkolb vertreten. Die österreichischen Radstars der vergangenen Jahre Georg Totschnig, Paco Wrolich, Peter Pichler, Gerit Glomser, Werner Riebenbauer, Bernhard Khol lieferten sich packende Duelle bei den Prämiensprints. Die derzeitigen österreichsichen Radstars Bernhard Eisel, Marco Haller, Georg Preidler, Riccardo Zoidl, Mathias Brändle und Lokalmatador Felix Großschartner sind von der besonderen Stimmung immer wieder begeistert. Doch nicht nur die tolle Rennatmosphäre mit vielen Zuschauern, auch den VIP-Bereich und die After Race Party haben die Stars in guter Erinnerung. Gespannt darf man beim Kriterium 2016 auch auf den Start der österreichischen Neo-Profis Felix Großschartner, Gregor Mühlberger, Michael Gogl, Lukas Pöstlberger und Matthias Krizek sein, die bei internationalen Teams unter Vertrag sind. Interessant wird auch das Abschneiden der oberösterreichischen Profiteams Felbermayr Simplon Wels und Hrinkow Advarics Steyr in der internationalen Radsportszene sein.

RAIFFEISEN DAMEN KRITERIUM

Der Damen-Rennsport erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch in Wels wird das Starterfeld immer internationaler. Die überragende deutsche Fahrerin der letzten Jahre Hanka Kupfernagel war 2014 der Star beim Welser Raiffeisen Kriterium. Mit Martina Ritter aus Bad Leonfelden ist auch die Doppelstaatsmeisterin jedes Jahr fix in Wels dabei. Das Kriterium über 30 Runden wurde in den letzten Jahren von deutschen oder italienischen Fahrerinnen dominiert. Großer Beliebtheit erfreut sich bei den Rennfahrerinnen das besondere Ambiente der Veranstaltung.

SPAR NACHWUCHS GRAND PRIX

Viele bekannte österreichische Radstars genossen schon als Jugendliche die großartige Kulisse mit vielen begeisterten Zuschauern, die Nähe zu den Stars und die professionelle Abwicklung beim Spar Nachwuchs Grand Prix. Durch den jugendlichen Elan und Übermut kam es bei diesem Rennen über 20 Runden manchmal auch zu Stürzen, die jedoch immer glimpflich ausgingen.

WELTKLASSEFAHRER ABSOLVIEREN 70 RUNDEN DURCH DIE WELSER INNENSTADT

Der Rundkurs in der Welser Innenstadt führt vom Kaiser Josef-Platz über die Pfarrgasse, Ringstraße und Herrengasse wieder zurück zum Kaiser Josef- Platz und hat eine Länge von 800 Metern. Die Weltklassefahrer absolvieren in nächster Nähe zum Publikum insgesamt 70 Runden und somit eine Gesamtstreckenlänge von 56 Kilometern. Das Innenstadtkriterium startet mit dem Juniorenrennen um 17.30 Uhr, um 18 Uhr folgt der Start des inter-nationalen Damenrennens. Die Profis beginnen das Eliterennen um 19 Uhr.

 

PATRICK KONRAD - TDF BESONDERE ERFAHRUNG, OLYMPIA FRUST AM RUHETAG

(sportmotion.cc/am) - Radprofi Patrick Konrad (Team Bora – Argon18) im Interview über sein Debüt bei der Tour de France, die österreichische Olympianominierung und seine weiteren Rennen.

Was sind nach der Premiere bei der Tour de France Deine stärksten Eindrücke?

Die Begeisterung der Fans und die Aufmerksamkeit, die man in Frankreich bekommt: All das ist einfach enorm und war für mich auch ungewohnt. Es geht nichts über die Tour de France. Es waren drei super Wochen, die sehr viel Spaß gemacht haben. Die Teilnahme an der Tour war immer mein Traum. Es ist etwas ganz Besonderes, bei diesem wichtigsten Radsportereignis der Welt als Rennfahrer dabei zu sein.

Wie ordnest Du Deine sportliche Performance bei Deiner ersten großen Landesrundfahrt ein?

Ich bin gut durch die Tour gekommen, sturzfrei, und ich hatte nie einen totalen Hänger oder einen schwarzen Tag. Ich weiß jetzt, dass ich meine Leistung auch über drei Wochen abrufen kann. Selbstverständlich wird man mit Fortdauer der Tour müde und spürt die Anstrengung. Aber ich bin gerade in der letzten Woche immer besser ins Rollen gekommen. Das zeigt, dass mein Formaufbau und die Vorbereitung gut waren.

Dein 12. Platz in Bern sticht als bestes Einzelergebnis heraus. Wie bist Du damit zufrieden?

Generell kann ich mit meiner Leistung bei der Tour nicht unzufrieden sein. In Bern habe ich durch einen Fahrfehler an der 500 Meter Marke eine noch bessere Platzierung vergeben. Es war mein Ziel, aufs Podium zu fahren oder in Reichweite davon. Leider bin ich nur einmal in die Situation gekommen, am Ende der Etappe um einen Spitzenplatz zu fahren. Ich hätte gerne öfter gezeigt, dass ich solche oder noch bessere Leistungen bringen kann. Auf der einen oder anderen Etappe hätte ich mich gerne weiter vorne gesehen. Man darf aber nicht vergessen, es geht im Radsport nicht immer nur um den einzelnen Fahrer, sondern auch um Teaminteressen.

Welche Situationen oder Abschnitte waren besonders schwierig?

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Beine und der allgemeine Zustand mal besser und mal schlechter sind, gerade über einen langen Zeitraum von drei Wochen hinweg. Es kommen bei der Tour sehr viele Eindrücke auf einen zu. Man muss sich extrem gut fokussieren. Die schwierigsten Phasen waren für mich der erste Ruhetag und die Etappen danach.

Da kam das Aus für Rio?

Am Abend vor dem ersten Ruhetag habe ich erfahren, dass ich vom ÖRV nicht für Olympia nominiert werde. Die Nominierungsentscheidung wurde vom ÖRV bereits zweimal nach hinten verschoben. Dann teilt man mir während der Tour und zum Ruhetag mit, dass ich nicht in Rio dabei bin. Also habe ich mich den ganzen Tag mit meinem Frust beschäftigt, anstatt mich zu regenerieren. Diese Vorgehensweise des ÖRV halte ich psychologisch und sportlich für extrem unprofessionell. Das war ein persönlicher Tiefschlag.

Was ist die Begründung des Radsportverbandes?

Es klingt absurd, aber wegen der Tour de France bin ich nicht für Olympia nominiert worden. Man hat gemeint, ich sei nach der Tour zu müde, weil ich keine Erfahrung mit einer dreiwöchigen Rundfahrt habe. Bei Georg Preidler, dessen Nominierung unbestritten richtig ist, hat man zu seiner Tour Teilnahme gemeint: „Wir glauben, er wird die Tour vorzeitig beenden.“ Georg ist die Tour genauso zu Ende gefahren wie ich. Nur eine Nominierung zu den Olympischen Spielen ist kein Glaubensbekenntnis. Sehr viele Fahrer, die in Rio am Start stehen, sind die Tour de France gefahren, denn die Tour ist eine richtig gute Vorbereitung auf Olympia. Im ÖRV sieht man das leider anders. Dennoch hoffe ich natürlich, dass unsere Fahrer in Rio so gut wie möglich abschneiden.

Was würde für Dich sprechen?

Wenn ich meine konstanten Resultate in den letzten beiden Jahre und die erkämpften UCI-Punkte, die für die Olympia-Quotenplätze notwendig sind, ansehe, kann ich die Entscheidung weder sportlich noch inhaltlich nachvollziehen. Keiner von den für Rio in Frage kommenden Fahrern hat so viele UCI-Punkte geholt wie ich. Statt mir fährt jedoch jener Fahrer, der die wenigsten Punkte und die wenigsten Top-Ergebnisse erzielt hat.

Wie bist Du mit der Entscheidung umgegangen?

Zuerst sitzt Du im Hotelzimmer und hast keinen Ansprechpartner, weil jeder mit seinen eigenen Problemen beschäftigt ist. Nach einem langen Telefonat mit meinem Vater habe ich versucht, diese Sache von mir wegzuschieben und mich weiter auf die Tour zu konzentrieren. Doch es war extrem nervig und hat viel Energie abgezogen.

Welche Erfahrungen nimmst Du für kommende große Rundfahrten mit?

Die Luft bei einer Tour de France ist sehr dünn. Man darf sich schon in der gesamten Vorbereitung keine Fehler erlauben und muss alles tun, um etwa das Risiko für Krankheiten und Verletzungen auszuschließen bzw. zu minimieren. Man muss wirklich topfit an den Start gehen, sonst kann es sehr, sehr schwierig werden. Von Beginn an ist das Spiel von Belastung und Entlastung, sprich Rennen und Regeneration extrem wichtig. Man darf sich nicht stressen lassen, muss seine Chancen aktiv suchen aber braucht dazu auch Geduld. Sportlich muss ich mit meinem gesamten Team in der Analyse in nächster Zeit sicher noch tiefer gehen.

Wie hast Du am besten abschalten oder Dich wieder neu konzentrieren können?

Es hat mir sehr geholfen, dass in der letzten Woche meine Freundin gekommen ist, und auch unsere Familie. Das war einfach angenehm. Diese Kontakte und diese gemeinsame Zeit sind mir sehr wichtig.

Wie sieht Deine weitere Rennplanung aus?

Zunächst stehen vier Kriterien am Programm. Am Mittwoch in Wels, wo mein ehemaliger Club das Innenstadt-Kriterium veranstaltet. Am Donnerstag folgt Bischofshofen, am Freitag die Bruckmühler Radsportnacht in Bayern und am Sonntag „Rad am Ring“ am Nürburgring. Von 10.-13. August fahre ich die Tour de l’Ain in Frankreich, wo ich schon im Vorjahr Gesamtneunter war.

PATRICK KONRAD MIT TDF DEBÜT ZUFRIEDEN

Foto: Credit: VeloImages | Bora-Argon18 - Tour-Debüt von Patrick Konrad: „Emotional und sportlich ein riesiges Ereignis“ - Nach 21 Etappen und 3529 Kilometern ist die Tour de France 2016 in Paris auf dem Champs-Élysées zu Ende gegangen. Patrick Konrad hat bei seiner Tour-Premiere mehr als nur sein Hauptziel erreicht – nämlich Paris zu erreichen und die Rundfahrt zu beenden.

Mit Rang zwölf in einem schwierigen Etappenfinish in Bern und einer erfolgreichen Fahrt in der Fluchtgruppe auf der letzten schweren Alpenetappe von Megève nach Morzine konnte der 24-jährige Niederösterreicher vor allem in der letzten Tour-Woche seine starke Form umsetzen und sich gut präsentieren. In der Gesamtwertung beendete er die Tour auf dem 65. Platz, in der Jungprofiwertung erreichte er den zehnten Rang. 174 von 198 gestarteten Fahrern kamen ins Ziel. Als einziger österreichischer Fahrer schaffte es Patrick Konrad zudem, sowohl in die Punktewertung wie auch in die Wertung der besten Bergfahrer vertreten zu sein.

Hier ein Statement des Radprofis, der für das Team Bora – Argon18 fährt: „Emotional und sportlich war es ein Riesenereignis. Es waren drei sehr schöne Wochen und super Erfahrungen. Es ist überwältigend, wie viele Leute anfeuern und wie der Radsport hier begeistert. Meine Leistungen in Bern und in den Alpen geben mir sehr viel Motivation. Ich hätte gerne öfter gezeigt, dass solche und bessere Resultate für mich möglich sind. Natürlich war es mal härter und mal besser. Bei der Tour de France ist die Luft extrem dünn. Man darf sich von der Vorbereitung bis zu den einzelnen Rennsituationen wenig Fehler erlauben.“

 

PATRICK KONRAD ERSTMALS BEI DER TOUR DE FRANCE!

(AnMa-sportmotion.cc) - Radprofi Patrick Konrad wird ab 2. Juli bei der Tour de France an den Start gehen. Das hat sein Team Bora – Argon 18 heute Nachmittag bei einem Medientermin in Düsseldorf bekannt gegeben. Für den 24-jährigen Ebreichsdorfer ist es das erste Antreten beim bedeutendsten Rad-Etappenrennen der Welt.

„Eine Riesenfreude für mich! Darauf habe ich die letzten Jahre hingearbeitet“, sagt er voll Stolz. „Als Sportler hat man Träume. Man will zu Olympischen Spielen, man will zur Tour. Dass es jetzt bald in Frankreich losgeht, motiviert mich sehr und ich hoffe, dass ich aufgrund meiner Leistungen auch für die Olympischen Spiele in Rio eine Chance bekomme.“

Patrick Konrad hat sich in der aktuellen Saison mit mehreren starken Auftritte für das Antreten bei der Tour empfohlen. Vor allem mit dem fünften Gesamtplatz beim Giro del Trentino und dem 15. Platz beim Ein-Tages-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich im April konnte sich der Allrounder bei schwierigen Rennen in Szene setzen. Eine sechswöchige Rennpause im Mai und Juni inklusive Höhentraining in den italienischen Alpen baute die Form für die kommende Sommersaison weiter auf. Ohne Leistungsanspruch, aber zur Formschärfung hat er zuletzt das Critérium du Dauphiné bestritten. Die nächsten zehn Tage bereitet er sich in Österreich vor und startet dabei am 26. Juni bei den Staatsmeisterschaften in Straßwalchen. „Ziel für meine erste Tour ist, unbedingt bis zum Ende durchzuhalten, Paris zu erreichen und bei einzelnen Etappen gute Ergebnisse zu bringen“, so Konrad, der 2014 als Gesamtvierter und bester heimischer Fahrer der Österreich-Rundfahrt auch im eigenen Land aufgezeigt hat.

„Nach der Tour de France ist die Saison nicht vorbei. Viele Fahrer von großen Radnationen nehmen die Tour als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Der Straßenkurs in Rio ist sehr anspruchsvoll und kommt mir entgegen. Das habe ich heuer und in den letzten Jahren mehrfach gezeigt. Ich würde mich extrem freuen und bin bereit, sollte ich für die Olympischen Spiele nominiert werden.“ Übrigens: Zur Ankündigung für den „Grand Départ“ der Tour de France 2017 in Düsseldorf fährt die Bora-Equipe bereits bei der diesjährigen Tour mit einem entsprechenden Trikot. Zudem steht dem Team ein sportlicher Aufstieg bevor. Bora – Argon 18 bewirbt sich um eine WorldTour Lizenz für 2017 und will „im Konzert der Großen mitspielen“.