ALOIS KNABL MIT BESTEM KARRIEREERGEBNIS

(PRESSE&FOTO ÖTRV - 04. März 2017) - Nach dem gestrigen erfolgreichen WM-Serienauftakt für Österreichs Damen mit dem ersten WM-Serien-Podiumsplatz der Geschichte durch Sara Vilic und dem 8. Platz beim Comeback von Lisa Perterer, starteten die Herren mit einem 15. Platz durch den Tiroler Alois Knabl ebenso sehr erfolgreich in die WM-Saison. Der Sieg in Abu Dhabi ging an den fünffachen ITU-Weltmeister Xavier Gomez Noya aus Spanien.
 
Knabl stellt mit toller Leistung sein bestes Karriereergebnis ein
Wie auf einer Schnur aufgefädelt stiegen heute 54 Athleten hintereinander aus dem Wasser der 1.500 m langen Schwimmstrecke im Hafen von Abu Dhabi. Auf Platz sieben stieg Alois Knabl aus dem Wasser. Er konnte sich in der 20-köpfigen Spitzengruppe am Rad positionieren. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke (größtenteils auf dem Formel 1 Kurs von Abu Dhabi) fuhr der Norweger Kristian Blummenfelt eine Pylone um, hinderte somit Knabl und die anderen Athleten kurzfristig an der Weiterfahrt und so konnten sich die vorderen zehn Athleten rasch vom Rest absetzen. Vorne mit dabei unter anderem Xavier Gomez Noya (ESP), Vincent Luis (FRA) und der junge Brite Thomas Bishop.
 
Viele kleinere Gruppen formierten sich ab etwas mehr als der Hälfte der 40 Radkilometer zu insgesamt drei großen Gruppen. In diesen ging es auch in die zweite Wechselzone. Während der Tiroler Alois Knabl mit der ersten Verfolgergruppe die Aufholjagd auf der Laufstrecke begann, starteten die weiteren drei ÖTRV-Athleten Lukas Hollaus, Lukas Pertl und Thomas Springer diese von der zweiten aus.
 
Vorne zeichnete sich ein Zweikampf zwischen dem zwölffachen WM-Serienrennen-Sieger Xavier Gomez Noya und dem zweifachen U23-Bronzemedaillengewinner Thomas Bishop ab. Gomez ließ dem jungen Briten aber keine Chance und zog eineinhalb Runden vor Schluss das Tempo an. In der Abendsonne von Abu Dhabi sicherte sich der Spanier in seinem 50. WM-Serienrennen seinen insgesamt 13. Einzelsieg. 
 
Für einen starken Auftakt bei den Österreichern sorgte beim heutigen Ausscheidungsrennen (nur 2/3 aller startenden Athleten kamen ins Ziel) der Tiroler Alois Knabl. Er landete auf dem tollen 15. Platz und stellte damit sein bestes WM-Serienergebnis von 2014 ein (WM-Serienrennen in Chicago). Lukas Hollaus und Lukas Pertl schrammten mit den Plätzen 23 und 24 knapp an den Top 20 vorbei. Thomas Springer wurde 32.
 
Ergebnis ITU World Triathlon Abu Dhabi (VAE), Herren
Olympische Distanz (1.500 m Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen)
 
1. Xavier Gomez Noya (ESP), 1:52:31 h
2. Thomas Bishop (GBR), 1:52:45 h
3. Vicent Luis (FRA), 1:53:08 h
15. Alois Knabl (Raika Tri Telfs, T), 1:56:02 h
23. Lukas Hollaus (TV Zell/See, S), 1:57:39 h
24. Lukas Pertl (TRI TEAM Hallein, S), 1:57:41 h
32. Thomas Springer (Union LTU Linz, OÖ), 2:00:36 h
 

BRAVO - VILIC 3., PERTERER 8.

Foto - Sara Vilic bei ihrem 7. Platz in Abu Dhabi im letzten Jahr (© Jo Kleindl, Abdruck honorarfrei). - (Presse ÖTRV) - Sara Vilic gelang heute ein historisches Ergebnis. Beim WM-Auftakt in Abu Dhabi (VAE) gelang der erst 24-Jährigen mit Platz drei als erster Österreicherin ein Podestplatz bei einem WM-Serienrennen. Nur 7 Sekunken fehlten der Kärntnerin auf die Siegerin Andrea Hewitt! Sehr erfreulich zudem auch der 8. Platz von Lisa Perterer, die nach ihrem Ermüdungsbruch ihr erstes Rennen seit Mai 2016 bestritt. 

RADSTARS

Zum Rennverlauf
Bei 29° C Außentemperatur startete die Triathlon Weltelite der Damen in der Yas Marina in Abu Dhabi (VAE) in die WM-Saison. Das Feld zog sich auf den 1.500 Schwimmmetern auseinander. Sara Vilic ging als Elfte in der ersten Verfolgergruppe mit der Vorjahressiegerin Jodie Stimpson (GBR) auf die Radstrecke, die diesmal auf dem Formel 1 Kurs entlang ging. Die zweite Österreicherin Lisa Perterer folgte in der zweiten Verfolgergruppe. 
 
Vilic konnte mit ihrer Gruppe nach zehn Kilometern die Spitzengruppe stellen. Durch eine gute Zusammenarbeit innerhalb dieser, konnten sie die Verfolger auf Distanz halten. Mit dem herausgefahrenen Vorsprung ging die Gruppe um Vilic auf die Laufstrecke. Die Kärntnerin konnte sich gemeinsam mit Jodie Stimpson (GBR), Andrea Hewitt (NZL) und Rachel Kramer (NED) absetzen und das Rennen anführen.
 
Zwei Runden vor Schluss konnte Klamer das Tempo nicht mehr mitgehen und der Sieg wurde unter den verbleibenden drei Athletinnen ausgemacht. Den längeren Atem hatte letztendlich die Neuseeländerin Andrea Hewitt, die im Zielsprint noch Vorjahressiegerin Jodie Stimpson einholte. Vilic lief mit dem 3. Platz als erste Österreicherin auf ein WM-Serienpodium und kann es in einem ersten Statement noch kaum glauben: 
 
„Ich werde es wahrscheinlich erst morgen richtig verstehen. Ich habe hart trainiert und es hat sich ausgezahlt. Ich habe mich beim Schwimmen gut gefühlt. Mir liegen technisch anspruchsvolle Radstrecken und beim Laufen konnte ich gut mithalten. Der Zeit nach war das Lauftempo schneller als ich es mir gedacht habe. Ich bin überglücklich!“
 
Auch Lisa Perterer ist mit ihrem 8. Platz bei ihrem ersten Rennen seit Mai 2016 nach ihrem Ermüdungsbruch sehr zufrieden.
 
Ergebnis ITU World Triathlon Abu Dhabi (VAE), Damen
 
Olympische Distanz (1.500 m Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen)

 

1. Andrea Hewitt (NZL), 2:03:46 h
 
2. Jodie Stimpson (GBR), 2:03:46 h
 
3. Sara Vilic (Schwimmaktivclub Klagenfurt, K), 2:03:53 h
 
8. Lisa Perterer (HSV Triathlon Kärnten, K), 2:05:05 h

 

 

IRONMAN-WELTMEISTER STARTET BEI TOUR TRANSALP

Hamburg, 20. Dezember 2016 - Über das letzte Jahrzehnt gehörte Faris Al-Sultan zu den besten Triathleten der Welt. Seinen größten Triumph feierte der mittlerweile 38-Jährige 2005 als er sich in Hawaii zum Weltmeister auf der Langdistanz krönte. 2015 beendete der Bayer seine Triathlon-Karriere. Nun widmet er sich anderen sportlichen Herausforderungen. Eine davon, die TOUR Transalp 2017.
 
Faris Al-Sultan wird an der Seite von Dr. Werner Leitner die siebentägige Hatz über die Alpen in Angriff nehmen:„Er war Mitbegründer meines Teams Abu Dhabi Triathlon. 2009 haben wir in Südafrika schon ein Mountainbikerennen gemeinsam absolviert. Wir sind beide zäh und bringen eine große Erfahrung aus über 20 Jahren Ausdauersport mit“, erzählt der mehrfache IRONMAN-Gewinner.
 
Allerdings weiß Al-Sultan auch „dass wir natürlich nicht mehr so schnell wie früher sind. Wir wollen bei der TOUR Transalp in erster Linie Spaß haben“.Die herausfordernde Strecke haben die beiden noch nicht inspiziert. Und von den schwierigen Pässen wie dem Mortirolo kennt Al-Sultan nur die Horrorgeschichten: "Wir quälen uns gerne, aber wir haben nicht mehr das Messer zwischen den Zähnen“, erklärt Faris Al-Sultan, der mit seinem Partner in der Kategorie Master antreten wird. 
 

„Kaum zu glauben, aber zu zweit sind wir schon über 80 Jahre alt. Hinterherfahren wollen wir aber nicht“, erklärt der Münchner selbstbewusst.

Die TOUR Transalp ist seit ihrem erfolgreichen Debüt 2003 ein absolutes Muss für ambitionierte Hobbysportler, die in Zweierteams die Alpen überqueren. 2017 findet die 15. TOUR Transalp vom 25. Juni bis 1. Juli statt.

Im Verlauf der sieben Etappen von Sonthofen über Imst, Naturns, Bormio, Livigno, Aprica und Ledrosee bis nach Arco müssen die Teilnehmer insgesamt knapp 865,44 km sowie 18.195 Höhenmeter zurücklegen und überqueren dabei Klassiker-Pässe wie das Stilfserjoch, Timmelsjoch, Ofenpass oder den Mortirolo.

Derzeit läuft die Anmeldung für die TOUR Transalp 2017 auf online-registration.de.

TRIATHLONVERBAND KORRIGIERT PROF. SCHRÖCKSNADEL!

(ÖTRV) - Nach der gestrigen Pressekonferenz zum Förderprojekt „Rio 2016“ und den dort formulierten Aussagen des Chef-Koordinators Peter Schröcksnadel, erlauben wir uns als genannter Verband nachstehende Klar- bzw. Richtigstellung zu veröffentlichen.

 

Die Aussage des Chef-Koordinators wonach die Spitzensportförderung Rio im Triathlon ein Fehler war, ist als Meinung des Chefkoordinators zu respektieren und muss seitens des ÖTRVs auch zur Kenntnis genommen werden. Da es bisher nach den Rio-Ergebnissen jedoch noch keine Einladung zu einem Analysegespräch zwischen den Projektverantwortlichen und dem ÖTRV gab, ist diese Aussage aber durchaus kritisch zu hinterfragen, da keine Möglichkeit zu einer sachlich-objektiven Analyse geboten wurde und vielmehr über eine Pressekonferenz der „Förderfehler“ kommuniziert wurde. 
 
Anders verhält sich die Aussage des Chef-Koordinators wonach unsere Athleten nur in der zweiten Kategorie gewonnen hätten und „wenn sie bei der ersten gestartet sind, wurden sie 30.". Er meinte weiters, dass er dies zu Beginn „nicht gecheckt“ habe. Diese Aussage ist uns unverständlich, da wir bereits vor zwei Jahren von unseren Projektbegleitern darauf aufmerksam gemacht wurden, dass der Chef-Koordinator keinen Wert auf Weltcupergebnisse (Anm.: zweite Kategorie) sondern nur auf WM-Serienergebnisse (Anm.: erste Kategorie) im Triathlon legen würde und über diese Ergebnisse auch der jeweilige Weiterverbleib von geförderten Projekt-Rio Athleten beurteilt würde. Demzufolge mussten dem Chef-Koordinator die unterschiedlichen Kategorien bereits 2014 bekannt gewesen sein. Auch wurden die Ergebnisse zwischen den Weltcup- und den WM-Serienrennen von uns klar erkennbar unterschieden und so kommuniziert.
 
Die Aussage, wonach Österreichs Topathleten in der höchsten Triathlonkategorie dreißigste Plätze erreichten, ist falsch und muss im Sinne und aus Respekt gegenüber unseren Athleten unsererseits richtig gestellt werden. Unsere geförderten Projekt Rio Athleten haben im Zeitraum 2013 bis 2016 insgesamt 36 Mal Top-30 Platzierungen in der höchsten Triathlonliga, der ITU WM Serie, erreicht. Neben sechs Top-10 Plätzen konnten 19 Top-20 Plätze erreicht werden. Es ist uns daher unverständlich warum der Chefkoordinator diese Falschinformation kommuniziert hat. Ein, zwei Ergebnisse können sicher mal übersehen werden, 36 Ergebnisse jedoch zu übersehen ist schwer nachvollziehbar, zumal die Athleten einer jährlichen Evaluierung unterzogen wurden und die Folgejahreinstufung auf Basis der Evaluierung erfolgte.

 
 
Aus unserer Sicht scheint es so, dass nun alleinig die Olympiaplatzierungen unserer Athleten als Beurteilung einer richtigen oder falschen Triathlon-Projekt Rio Förderung herangezogen werden. Dies ist ein möglicher Ansatz, jedoch müsste dann der Bogen zur Beurteilung weiter gespannt werden. Eine seriöse, faire Athletenbeurteilung beinhaltet aus unserer Sicht wesentlich mehr Parameter als ein einzelnes Wettkampfergebnis. Der ÖTRV ist mit den Olympia-Resultaten der Olympiastarter ebenso nicht zufrieden, wie vor allem unsere Athleten selbst. Jahrelange Entbehrungen, Training auf höchstem Niveau mit einem Wochenschnitt von rund 25 Ausdauer-Trainingsstunden, Vernachlässigung von Aus- und Weiterbildung, das ständige Risiko von Verletzungen uvm. haben die Athleten auf sich genommen, um bei den Olympischen Spielen erfolgreich zu sein. Sie selbst sind am meisten darüber enttäuscht, dass sie ihre Leistungsfähigkeit am "Tag X" nicht voll ausschöpfen konnten. Wie enttäuscht unsere aussichtsreichste Athletin Lisa Perterer war und ist, nachdem sie kurzfristig auf Grund eines Ermüdungsbruches ihren Olympiastart absagen musste, können jene nachvollziehen, die mit ihr im persönlichen Kontakt standen.
 
Wir sehen nach wie vor Potential in unserem noch sehr jungen Team und respektieren die Leistungen unserer Athleten, auch wenn diese in Rio nicht abgerufen werden konnten. Jeweils rund 1.000 Damen und 1.000 Herren aus über 100 Nationen versuchen auf hohem Leistungsniveau die Qualifikation für die olympischen Triathlonbewerbe zu schaffen. Jenen 55 Damen und 55 Herren die tatsächlich einen internationalen Quotenplatz erreichen, bringen wir unsere Wertschätzung entgegen. Unsere Topathleten sind die Vorbilder für die Olympiastarter von morgen. Sie leben vor, dass ein Olympischer Traum realisierbar ist. Sie motivieren unsere Nachwuchsathleten selbst künftig im Olympischen Glanz zu stehen.
 
Abschließend möchten wir hiermit auch die Gelegenheit nutzen, uns im Namen unserer Athleten und deren Betreuerstab beim österreichischen Sport-Fördergeber für die Unterstützung im Förderprojekt Rio 2016 herzlich zu bedanken.
 
Für den Österreichischen Triathlonverband
 
Walter Zettinig
ÖTRV Präsident