IRONMAN-WELTMEISTER STARTET BEI TOUR TRANSALP

Hamburg, 20. Dezember 2016 - Über das letzte Jahrzehnt gehörte Faris Al-Sultan zu den besten Triathleten der Welt. Seinen größten Triumph feierte der mittlerweile 38-Jährige 2005 als er sich in Hawaii zum Weltmeister auf der Langdistanz krönte. 2015 beendete der Bayer seine Triathlon-Karriere. Nun widmet er sich anderen sportlichen Herausforderungen. Eine davon, die TOUR Transalp 2017.
 
Faris Al-Sultan wird an der Seite von Dr. Werner Leitner die siebentägige Hatz über die Alpen in Angriff nehmen:„Er war Mitbegründer meines Teams Abu Dhabi Triathlon. 2009 haben wir in Südafrika schon ein Mountainbikerennen gemeinsam absolviert. Wir sind beide zäh und bringen eine große Erfahrung aus über 20 Jahren Ausdauersport mit“, erzählt der mehrfache IRONMAN-Gewinner.
 
Allerdings weiß Al-Sultan auch „dass wir natürlich nicht mehr so schnell wie früher sind. Wir wollen bei der TOUR Transalp in erster Linie Spaß haben“.Die herausfordernde Strecke haben die beiden noch nicht inspiziert. Und von den schwierigen Pässen wie dem Mortirolo kennt Al-Sultan nur die Horrorgeschichten: "Wir quälen uns gerne, aber wir haben nicht mehr das Messer zwischen den Zähnen“, erklärt Faris Al-Sultan, der mit seinem Partner in der Kategorie Master antreten wird. 
 

„Kaum zu glauben, aber zu zweit sind wir schon über 80 Jahre alt. Hinterherfahren wollen wir aber nicht“, erklärt der Münchner selbstbewusst.

Die TOUR Transalp ist seit ihrem erfolgreichen Debüt 2003 ein absolutes Muss für ambitionierte Hobbysportler, die in Zweierteams die Alpen überqueren. 2017 findet die 15. TOUR Transalp vom 25. Juni bis 1. Juli statt.

Im Verlauf der sieben Etappen von Sonthofen über Imst, Naturns, Bormio, Livigno, Aprica und Ledrosee bis nach Arco müssen die Teilnehmer insgesamt knapp 865,44 km sowie 18.195 Höhenmeter zurücklegen und überqueren dabei Klassiker-Pässe wie das Stilfserjoch, Timmelsjoch, Ofenpass oder den Mortirolo.

Derzeit läuft die Anmeldung für die TOUR Transalp 2017 auf online-registration.de.

TEAM VORARLBERG - STARKES TEAM FÜR 2017

(Presse Team Vlbg.) - Ein starkes Team zeichnet sich ab: Schelling, Jäger, Kucher, Meiler verlängern – Reinier Honig (NED) und Sebastian Baldauf (GER) wieder zurück im Team Vorarlberg, Martin Meiler (GER) und Maximilian Hammerle aus Vorarlberg neu an Bord!
 
Nach sehr intensiven Wochen und zahlreichen Gesprächen kann man eines vorweg nehmen. Es wird ein sehr interessantes und starkes Team Vorarlberg werden, welches sich nun über den Winter auf die 19. Saison vorbereiten wird.
 
Team Leader Patrick Schelling will hoch hinaus!
Groß war die Freude, als der Leistungsträger Nummer eins in dieser Saison, Patrick Schelling (26 Jahre aus Hemberg – SUI) seine fixe Zusage gegeben hat. Einige Angebote und Möglichkeiten haben sich nach dieser großartigen Saison für ihn aufgetan, allerdings fühlt sich Patrick beim Team sehr wohl und will das gute Rennprogramm auch im kommenden Jahr für die weitere Entwicklung nützen. „Mein Ziel ist ein Spitzenresultat bei der Österreich Radrundfahrt, zudem möchte ich meine Resultate aus dieser Saison toppen!“ so Schelling. Speziell bei den schweren Rundfahrten möchte der sympathische Schweizer nochmals einen draufsetzen! Wie groß das Potential ist, hat er bereits in diesem Jahr gezeigt.
 
Patrick Jäger und Maximilian Hammerle – zwei Vorarlberger im „Ländle Team“, dazu Michael Kucher!
In die fünfte Saison geht bereits Patrick Jäger beim Team Vorarlberg. Der 22 jährige Klauser Eigenbaufahrer möchte dort ansetzen, wo er 2016 aufgehört hat. „Ich bin aus der Lehrzeit heraus und möchte nun zeigen was ich kann!“ so Jäger. Der WM Starter von Doha konnte bei der Tour of Hainan nochmals sein Potential und die Ambitionen für 2017 darlegen. „Patrick ist sehr reif geworden und sollte nun mit seinem optimalen Umfeld bereit sein für Ergebnisse, welcher ein Sportler seiner Klasse im Visier hat!“ so der Team Manager Thomas Kofler über seinen schnellen Vorarlberg.
 
Maximilian Hammerle (23) ist der „Newcomer“ im Team. Er kommt aus Lauterach und war in der vergangenen Saison bei den Amateuren unterwegs. Seine Vorlieben sind die Berge und die langen Anstiege, welche er oft mit seinem Trainingskollegen Matthias Brändle herunterspult. Das kommende Jahr wird mit Sicherheit ein Lehrjahr werden, aber an Motivation fehlt es dem gelernten Physiotherapeuten nicht.
 
Michael Kucher großes Ziel war die Österreich Rundfahrt im vergangenen Jahr. Ein Tag vor dem Rundfahrtstart musste er verletzungsbedingt w.o. geben. Dies möchte der 23 jährige Kärntner im kommenden Jahr ausmerzen. Die fleißige Arbeitsbiene arbeitet sich immer mehr in das Stammteam der schweren Rundfahrten und Eintagesrennen. „Ich möchte mich sportlich weiter entwickeln um einen Schritt nach vorne zu machen und natürlich auch das eine oder andere gute Resultat einfahren!“ so Michael Kucher
 
Meiler & Meiler, dazu Sebastian Baldauf – ein starkes Trio aus dem Allgäu u. Bayern!
Lukas Meiler ist bereits seit 2015 im Team und hat sich hervorragend entwickelt. Der 21 jährige aus Oberammergau zählt zu den besten U23 Rad Crosser in Deutschland. Diesen Drive möchte „Luki“ im kommenden Jahr ummünzen in einen Startplatz an der Ö-Tour. „Hier dabei zu sein wäre mein Ziel. Als Helfer möchte ich das Team weiter unterstützen und auch die ersten UCI Punkte einfahren. Der U23 Meistertitel ist für mich das kurzfristigste Ziel!“ so Lukas Meiler. Direkt von den Junioren zum Team Vorarlberg stößt sein jüngerer Bruder Martin. Mit seinen 18 Jahren wird er alles daran setzen so rasch wie möglich Fahrt im Profizirkus aufzunehmen. Martin Meiler: „Es freut mich dass ich beim Team von Lukas fahre. Ich werde versuchen meine Teamkameraden so gut wie möglich zu unterstützen. Zuerst möchte ich auch in der laufenden Cross Saison noch aufzeigen, um die nötige Härte in die Straßensaison mitzunehmen.“ Sebastian Baldauf (27) ist einer von zwei Wiederkehrer. Bereits 2010 streifte sich der deutsche Bergmeister das Vorarlberg Trikot über. Die Teamleitung freut sich sehr über das neuerliche Engagement von Baldauf, welcher unweit von Vorarlberg wohnt (Niedersonthofen) und ein wichtiger Mann bei den schweren Rennen sein wird. Sebastian Baldauf zur kommenden Saison: „Die vergangenen Jahre habe ich mich kontinuierlich entwickelt. Nun will ich 2017 meinen ersten UCI Sieg einfahren. Das Rennprogramm und das Umfeld im Team Vorarlberg ist perfekt für mich, deshalb freue ich mich bereits jetzt schon auf die kommende Saison!“
 
Reinier Honig is back!
Im Jahr 2014 war der smarte Reinier Honig (33) bereits einer der Routiniers im Team. Seine gute Team Arbeit haben ihm anschließend einen Zweijahresvertrag beim niederländischen Pro Continental Team Roompot Oranje Peleton eingebracht. Die Erwartungen von Reinier Honig: „Ich bin nun sieben Jahre in großen Teams (Vaconsoleil, Landbouwkrediet, Crelan, Aqua e Sapone, Roompot) gefahren. Diese Erfahrung bringe ich im Gepäck mit für die kommende Saison, speziell für die jungen Fahrer. Ich bin glücklich dass es mit der Rückkehr zu „meinem“ Team Vorarlberg geklappt hat und sehr motiviert gemeinsam gute Ergebnisse einzufahren.“
 
Vorschau: Teil 2 des Team Kaders stellen wir Ihnen in Kürze vor!
 

NEUER TRAINER! WAS HAT FEDERSPIEL VOR - HÄLT SICH "WELTMEISTERLICH" BEDECKT!

(Bericht ErnstSpreng) - Seit 2012 trainiert der Schweizer MTB-Profi Thomas Litscher (BILD) den österreichischen Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel. Ab kommendem Jahr wird Daniel Federspiel seinen Trainer wechseln. Der einfache Grund: eine sportliche Neuausrichtung.

Der zweifache Eliminator-Weltmeister Federspiel streut seinem Trainer und Freund Thomas Litscher vorab Rosen: „Thomas hat mich in den vergangenen vier Jahren mit seinen Trainingsplänen in die Weltspitze geführt. Über diese Partnerschaft ist auch eine enge Freundschaft entstanden, wie sie unter sportlichen Konkurrenten nicht alltäglich ist“, beschreibt Daniel Federspiel seine Zusammenarbeit mit dem Schweizer MTB-Profi, der 2011 unter anderem U23-Weltmeister im Cross-Country wurde.

Dennoch geht das ungewöhnliche Paar in Sachen Training ab dem kommenden Jahr getrennte Wege. Der Grund dafür – und gleichzeitig für Federspiel eine große Herausforderung. „Ich werde mich sportlich neu orientieren, denn die Eliminator-Rennen alleine sind für mich nicht mehr befriedigend“, so Federspiel.

Federspiel wird im kommenden Jahr zwar noch die Eliminator-Europameisterschaft und Weltmeisterschaft bestreiten, ansonsten sind die Eliminator-Rennen allerdings so stark im Rückgang, dass der Imster nun eine neue Herausforderung sucht. „Nach dem Aus des Eliminator-Weltcups werden es immer weniger Rennen und die Besetzung ist nicht mehr so hochklassig“, erklärt Federspiel. „In Zusammenarbeit mit dem ÖRV und dem Team Rot Weiß Rot haben wir uns entschlossen, eine neue sportliche Herausforderung anzugehen wo ich professionell zu diesem Ziel geführt werde.“ Wohin die sportliche Reise des weltbesten MTB-Sprinters geht, will Federspiel derzeit noch nicht genau ausführen. So viel sei verraten: Der ÖRV und TRWR stellt Federspiel für diese sportliche Neuausrichtung einen der erfolgreichsten Trainer der Welt. Und dem Radfahren bleibt der Imster natürlich treu.

Lernen von den Besten

Begonnen hat die Zusammenarbeit zwischen Federspiel und Thomas Litscher 2012. „Damals wurde der Eliminator-Weltcup ins Leben gerufen und ich wusste, dass ich mein Training spezialisieren muss“, erzählt Daniel Federspiel. „So bin ich auf Thomas Litscher gekommen, der mit mir gemeinsam ein spezielles Radtraining zusammengestellt hat, das auf Kraft und kurze, sehr hohe Belastungen ausgelegt war.“ Schnell wurde klar, dass diese Zusammenarbeit Früchte trägt. Federspiel wechselt 2012 ins Team Ötztal Scott Racing und gewinnt von diesem Zeitpunkt an ein Eliminator-Rennen nach dem anderen. „Dem Tourismusverband Imst, Ötztal Tourismus und Thomas Litscher verdanke ich in dieser Zeit sehr viel. Wir haben die Weltspitze im MTB-Sprint im Sturm erobert“, so Federspiel.

Für Thomas Litscher ist der Trainierwechsels seines Freund vollkommen verständlich. „Ich bin selbst noch im Mountainbike-Cross-Country als Sportler tätig und werde mich in Zukunft auf die Nachwuchsarbeit konzentrieren. Es hat mir viel Spaß gemacht, neben meiner eigenen sportlichen Karriere mit Daniel im Eliminator zu arbeiten. Jetzt versucht es sich an etwas Neuem und ich bin mir sicher, dass es mit Daniels Ehrgeiz alles möglich ist“, so Litscher.

Wohin die sportliche Reise von Daniel Federspiel führen wird, gibt der Tiroler Ausnahmesportler in den kommenden Wochen bekannt.

TCT HOLT MATTHIAS KRIZEK NACH TIROL, WEISS HÖRT AUF!

(Presse TCT) - Beim Tirol Cycling Team laufen die Planungen für die Saison 2017 auf Hochtouren. Matthias Krizek wird nächstes Jahr für den Tiroler Radrennstall an den Start gehen. Dagegen beendet Martin Weiss seine aktive Radsportkarriere. Bereits vor der offiziellen Teamvorstellung für 2017, welche im Dezember stattfindet, kann das Tirol Cycling Team erste wichtige Änderungen seiner Mannschaft für die kommende Radsaison verkünden.

Krizek verstärkt Tirol Cycling Team

Mit Krizek verpflichtet der Tiroler Radrennstall einen prominenten Neuzugang. Der 28-Jährige, welcher schon von 2008 bis 2010 für das Tirol Team startete, kehrt zur Tiroler Radmannschaft zurück. Krizek verfügt über drei Jahre Erfahrung auf der Pro-Tour, fuhr in seiner Laufbahn bereits für das Team Cannondale und war auch schon bei der Vuelta a España im Einsatz. Der Rad-Profi wechselt vom Team Roth, einem Professional Continental Team aus der Schweiz. Als größter Erfolg des gebürtigen Wieners gilt der Gewinn des Österreichischen Straßenmeistertitels 2011. Thomas Pupp, Teammanager des Tirol Cycling Teams, zeigt sich über die Neuerwerbung erfreut: „Es ist super, dass wir mit Matthias Krizek eine absolute Topverstärkung verpflichten konnten. Von seiner Erfahrung werden auch unsere jungen Fahrer sehr profitieren.“

Weiss beendet Karriere

Mit dem 25-jährigen Weiss beendet hingegen ein langjähriges Ass des Tirol Cycling Teams seine aktive Radsportkarriere. Der größte Erfolg des Allrounders aus Innsbruck war ein Etappensieg bei der Friaul-Rundfahrt 2014. „Martin Weiss war eine ganz wichtige Stütze unseres Teams. Ich bedanke mich bei ihm ganz herzlich für seinen tollen und vorbildlichen Einsatz und bin sehr froh, dass er unserem Team in den Bereichen Sponsoring und Materialentwicklung erhalten bleibt“, erklärt Teammanager Pupp abschließend.

 

TEAM VORARLBERG - SCHELLING IN CHINA WEITER VORNE DABEI!

Fast hätte es geklappt mit Rang drei im Gesamtklassement! Patrick Schelling mit heute Rang zehn auf super schweren Etappe nach spannendem Rennverlauf – und der Gewissheit alles gegeben zu haben! Lutsenko baut mit Etappensieg Gesamtführung aus!

Viel Respekt im Konzert der großen Team hat sich heute die Team Vorarlberg „Squadra“ erarbeitet auf der zweitletzten Etappe über 165 Kilometer von Sanya nach Qiongzhong. Bis zum schweren Finale hervorragend gearbeitet um Schelling zu positionieren. Dann hat Schelling auf den Gashebel gedrückt und sich mit dem Gesamtführenden Astana Fahrer Lutsenko und zwei anderen Fahrern abgesetzt. Fünf Kilometer vor dem Ziel wurden sie aber wieder von Lampre-Merida gestellt. Matej Mahoric der Gesamtdritte stürzt vier Kilometer vor dem Ziel kurz nach der Einholung von Schelling und zitterte bis zum Schluss um seinen dritten Rang in der Gesamtwertung. Er rettet sich ins Ziel u hat nun 13 Sekunden Vorsprung auf den Team Vorarlberg Profi. Es wird aber ein Fight auf der letzten Etappe nach Xinglong, da Schelling zeitgleich mit Fünften sich matchen wird müssen.

Werner Salmen nach dem Rennen: „Diese Etappe hat alles geboten was der Radsport in sich hat. Gewaltig was die Burschen heute gezeigt haben, da die Rennsituation sich ständig geändert haben. Sie haben Eigenverantwortung übernommen und großartig agiert. So lernen die jungen Fahrer gerade zu Saisonende nochmals einiges dazu, und sie können noch viele positiven Gedanken aus dieser Rundfahrt in den Winter nehmen – Motivation pur! Schade dass es nicht für Rang drei in der Gesamtwertung geklappt hat, da Schelling es heute nochmals richtig versucht hat, aber wir fahren hier gegen Lampre und Astana, und müssen daher auch realistisch und dankbar sein, dass es so aussieht wie es ist!“

 

WM DOHA - SAGAN HOLT GOLD

(ÖRV) - Peter Sagan hat heute bei den UCI Straßen-Weltmeisterschaften in Katar seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt! Der Slowake bezwang im Sprint einer rund 20köpfigen Spitzengruppe nach 257,3 Kilometern den Briten Mark Cavendish. Die Bronzemedaille gewann der Belgier Tom Boonen. Marco Haller belegte den 34. Platz.

Die frühe Entscheidung im WM-Rennen ereignete sich bei starkem Seitenwind bereits rund 200 Kilometer vor dem Ziel. Auf Initiative der Belgier und Italiener bildete sich bei Temperaturen an die 40 Grad die entscheidende Spitzengruppe. Im Finale machten rund 20 Fahrer den WM-Titel unter sich aus.

Haller: „Hätte viel Geld verwettet“
Während der frühen Entscheidung im Rennen lag Bernhard Eisel in aussichtsreicher Position. „Ich befand mich in der ersten Gruppe, habe mich aber etwas übernommen und fiel in Marco Hallers zweite Gruppe zurück“, sagte der Steirer, der das Rennen nicht beendete. Diese Verfolgergruppe zersplitterte erneut und Eisel kam in der dritten Gruppe unter. Der Kärntner Marco Haller befand sich in der ersten Verfolgergruppe: „Wegen der großen Hitze hatte ich großen Respekt vor dem Rennen. In meiner Gruppe befanden sich große Namen, unter anderem auch die deutschen Spitzenfahrer. Ich habe mir anfangs überhaupt keine Sorgen gemacht, dass wir die Spitze nicht erreichen. Ich hätte alles Geld der Welt gewettet, dass wir wieder den Anschluss schaffen.“ Doch in der Spitzengruppe sorgten vor allem die Belgier und Italiener für hohes Tempo und bei Haller waren sich die Nationen uneinig. Zudem störten belgischer Fahrer immer wieder den Rhythmus.

„Es war echt schade. Ich hatte so tolle Beine und habe auf der Pearl einige Male attackiert. Ich wollte mich mit einigen Fahrern absetzen, aber es gelang nicht. Vorne haben die Italiener und Belgier alles richtig gemacht. So war unsere Chance dahin“, beschreibt Haller, der zum neuen und alten Weltmeister meint: „Vor Peter kann man nur den Hut ziehen. Unglaublich dieser Mann!“

WM DOHA - JUNIOREN - GALL GIBT WM TITEL WEITER!

Jakob Egholm sicherte sich bei den UCI Rad-Weltmeisterschaften in Katar Gold im Juniorenrennen. Der Däne setzte sich beim 135,5 Kilometer langen Rennen zehn Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe ab und sicherte sich das Regenbogentrikot sieben Sekunden vor dem Deutschen Niklas Märkl. Bronze ging an den Schweizer Reto Müller.

Für die vier ÖRV-Starter lief das WM-Rennen bei Temperaturen um 40 Grad nicht nach Wunsch. Als einziger Österreicher klassierte sich Florian Kierner mit 1:45 Minuten Rückstand auf dem 68. Platz. Titelverteidiger Felix Gall musste ebenso aufgeben wie Marco Friedrich und Markus Wildauer.

„Am Anfang ist es super gelaufen, die ersten Runden waren richtig gut. Doch dann, es lag vielleicht an der Hitze, konnte ich bei den Attacken nicht mehr mitgehen. In der drittletzten Runde dann die Krönung, als ein Fahrer vor mir zu Sturz kam, ich flog drüber und schlitzte mir den Reifen auf. Nach dem Hinterradtausch kam ich nicht mehr in das Feld zurück. Normalerweise schlängelt man sich im Konvoi vor, aber hier gab es leider keinen. Zu Beginn war ich voll motiviert und dachte, dass ich richtig gute Beine habe. Der Einbruck kann von der Hitze sein. Nach dem Rennen klagten auch viele über Magenbeschwerden“, sagte der Osttiroler Felix Gall.

Der 18-Jährige Debanter kam nicht in die Wertung, obwohl er die letzten beiden Runden fertig fuhr. „Wir haben heute auf dem flachen Kurs keine Wunder erwartet, aber ich wollte mit dem Regenbogentrikot halbwegs ein Ergebnis erreichen. Schade, dass die Saison so zu Ende gegangen ist. Aber ich freue mich riesig auf das nächste Jahr, auf die Kategorie U23. Mit meinem neuen Team Giant Sunweb ist ausgemacht, dass ich mich bis zur Matura auf die Schule konzentriere, danach liegt mein Fokus wieder auf den Rennen. Und jetzt im November kommt es zum ersten Teammeeting, wo wir uns alle richtig kennenlernen.“

RAD WM 2018 AUF PROMOTOUR IN DOHA

(ÖRV Foto: Copyright ITS GmbH9 - Gestern Abend statteten eine Delegation der UCI Straßen-Rad-Weltmeisterschaften Innsbruck-Tirol 2018, ÖRV-Präsident Otto Flum und Dr. Willy Kempel, österreichischer Botschafter in Katar, den beiden Profis für das WM-Straßenrennen am Sonntag, Marco Haller und Bernhard Eisel, einen Besuch ab. Dabei wurde den beiden ÖRV-Hoffnungen auch das Innsbruck-Tirol WM-Trikot 2018 übergeben. 

Das Organisationskomitee der 2018 UCI Road World Championships ist mit einer kleinen Delegation in Doha vertreten, um die Werbetrommel für die Rad WM 2018 in Innsbruck-Tirol zu rühren, Kontakte zu knüpfen und operative Erfahrungen zu sammeln. Georg Spazier, Chef des Organisationskomitees, ist begeistert: „Auch wenn vieles nicht vergleichbar ist mit der WM, die wir im Herzen der Alpen haben werden, ist die Dimension der Veranstaltung dennoch beeindruckend. Wir freuen uns schon sehr in rund zwei Jahren mehr als 1.000 AthletInnen und hunderttausende Fans entlang den Strecken in Tirol begrüßen zu können. Die Rad WM 2018 wird die größte Sommersportveranstaltung, die jemals in Innsbruck-Tirol zu Gast sein wird.“ Die Vorbereitungen für die WM in Tirol laufen bereits auf Hochtouren. Insgesamt zwölf Rennen werden an acht Tagen von 22. bis 30. September 2018 in den Regionen Tirols starten und zum Ziel im Herzen der Landeshauptstadt Innsbruck führen.
 
OK-Chef Georg Spazier und sein Team haben für die ÖRV-Athleten Rad WM 2018-Trikots mitgebracht, die gemeinsam mit der Tirol Werbung entstanden und vertrieben wurden. Passend zu den schweren Strecken und den steilen Anstiegen, die auf die AthletInnen 2018 warten, ist der Slogan der WM "Riding the Heart of the Alps" darauf zu lesen. „Selbstverständlich nutzen wir auch die Gelegenheit, hier in Doha unsere AthletInnen anzufeuern. Es macht Spaß zu sehen, wie groß ihre Vorfreude auf die Heim-WM ist“, erzählt Georg Spazier bei der Übergabe der Trikots. ÖRV-Präsident Otto Flum meinte, dass die Radsportwelt in Innsbruck-Tirol im Vergleich zu Katar nicht nur ein klimatischer sondern auch ein kultureller Unterschied erwarte. „Und in Innsbruck fahren die Sportler vom Hotel bis zum Start mehr Höhenmeter als in Doha auf der gesamten Rennstrecke“, ergänzt der ÖRV-Präsident mit Blick auf die geplant schwere Strecke in Tirol.

Bernhard Eisel: „Tirol punktet mit weltweit einzigartiger Hotellerie“
Für Bernhard Eisel, der heuer seine 16. Profisaison bestreitet und der die ganze Welt bereist hat, punkten Tirol und Innsbruck vor allem mit zwei Aspekten: „Natürlich sind unsere Landschaft aber auch die Gastronomie und Hotellerie die absoluten Pluspunkte. Darauf freuen sich die Sportler, Betreuer und natürlich die Fans, die nirgendwo etwas finden werden. Ich habe die ganze Welt gesehen, aber ein Spitzenhotel in Österreich und gerade in Tirol ist weltweit gesehen mit nichts vergleichbar.“ Eine Rad-WM im Herzen der Alpen wird auch viele Fans aus ganz Europa anlocken, davon ist Eisel überzeugt: „Im nächsten Jahr findet der Grand Depart der Tour de France in Deutschland statt, diese Euphorie müssen wir auch nützen. Ich bin mir sicher, dass das Thema Nachhaltigkeit bei unserer WM ein ganz wichtiges wird. Zur WM 2018 werden viele Besucher kommen, die noch öfter Urlaub in Tirol machen werden!“

Marco Haller: „Tirol wird Zuschauermagnet“
„Natürlich werden nach Innsbruck und Tirol im September 2018 viel mehr Zuschauer als hier nach Katar kommen. Wir werden tolle Titelkämpfe bei uns erleben. Und aus sportlicher Sicht könnten viele österreichische Fahrer der jungen Generation in zwei Jahren ihre Hochblüte erleben“, sagt der Kärntner Haller.

 

TEAM VORARLBERG - FINALE & KEIN GLÜCK FÜR PATRICK JÄGER BEI WM

Turbulentes WM Rennen in Doha entreißt auch Patrick Jäger die Chancen auf eine Top Platzierung – trotzdem tapfer gekämpft mit Blick nach vorne!

Der erwartet heiße Tanz war es heute im wahrsten Sinne des Wortes beim Männerrennen der U23 Fahrer an der Rad WM in Doha / Katar. Die enorme Hitze von 40 Grad, der heftige Wind, aber auch die zahlreichen Kreisverkehre auf der 17 Km Runde waren wie schon angekündigt die Mitentscheidungsträger dieses WM Rennens über 166 Kilometer. Am Podium aber allesamt Favoriten. Neuer U23 Weltmeister darf sich der Norweger Kristoffer Halvorsen nennen. Er siegt mit einem Stundenmittel von 45 km/h im Massensprint hauchdünn vor dem Deutschen Pascal Ackermann und dem Italiener Jakub Mareczko.

Patrick Jäger bei WM Rennen glücklos – aber nicht ganz unzufrieden!

Dass es heftig abgehen wird zu Beginn des Rennens war klar. Trotzdem wollte man den größten Stürzen aus dem Weg gehen – umso nervöser das Feld. Das war aber nicht ganz einfach da es praktisch im gesamten Bereich des Feldes immer wieder „geklingelt“ hat. So hat es zu Beginn des Rennens leider auch den 22 jährigen Klauser Patrick Jäger erwischt. Er musste in der Folge das gesamte Rad wechseln. Bis jedoch das Betreuerauto zur Stelle war, dauerte es sehr lange aufgrund der hektischen Rennsituation. Patrick musste in der Folge dem gesamten Feld mit dem Ersatzrad nachjagen und einige Minuten aufholen. Nach geleisteter Arbeit für den Sprinter Daniel Auer und seinen Team Kollegen, beendete er das Rennen mit einem Rückstand von 2 Min. 32 sec. auf Rang 103.

Patrick Jäger O-Ton: „Die Körner was ich hier liegen gelassen habe waren für das Finale geplant. Es war einfach nur ein Pech dass es mich heute erwischt hat, da ich mich soweit gut gefühlt habe. Nachdem ich wieder im Feld retour war, habe ich mich in den Helferdienst der Mannschaft gestellt und meinen Job erledigt. Wenn man nicht auf seinem Originalrad fahren kann, dann macht es das Ganze auch nicht einfacher. Das Gefühl dass ich doch recht souverän in diesem sehr schnellen Rennen mitfahren konnte, war heute der positive Aspekt welchen ich aus Katar mitnehme in Richtung Tour of Hainan in China nächste Woche bzw. auch für das kommende Jahr. Trotz alle dem war es eine tolle Erfahrung an einer Rad WM dabei gewesen zu sein, welche mich festigen wird!“

„grande finale“ für Team Vorarlberg – Die längste Rundfahrt des Jahres in China – Tour of Hainan UCI 2.HC schließt eine super erfolgreiche Saison ab!

Das wird ein großartiger Saisonabschluss. Die Tour of Hainan ist mit der Kategorie HC direkt unter der World Tour angesiedelt. Das Team Vorarlberg hat dazu erstmals eine Wildcard erhalten, und sie ist mit über 1500 Kilometer die längste Rundfahrt des Jahres! Auf der Ferieninsel der Chinesen werden viele Top Mannschaften um das stolze Preisgeld von 320.000 USD fighten. Die Teams von Astana, Lampre Merida, Giant-Alpecin, CCC Sprandi, usw. haben ihre Nennung abgegeben. Start zur ersten Etappe ist am Samstag 22.10. – letzte Etappe am 30. Oktober. Das Team reist am 19. Oktober nach China. Das Ziel ist klar – so viel wie möglich sich zeigen, dann sind einige gute Resultate möglich!

Kader Tour of Hainan:  Patrick Jäger, Michael Kucher (AUT), Patrick Schelling (SUI), Clement Koretzky (FRA), Francesc Zurita (SPA), Sergio Sousa (POR), Der Zsolt (HUN).