TEAM FELBERMAYR - DAS Ö-TOUR TAGEBUCH - TAG 4

Fotocredit: Sophie Hochhauser - Der Radsport ist kein Wunschkonzert - das zeigte die zweite Etappe der 68. Internationalen Österreich-Rundfahrt 2016. Auch wenn uns die heutige Strecke in unser Heimbundesland führte, brachte uns das leider kein Glück und der Tag war erneut von einem Sturz, einem Defekt und einem Ausreißversuch ohne Happy End geprägt – ABER wir lassen uns die Motivation nicht nehmen! Salzburg 8 Uhr: der heutige Morgen startete mit einem Frühstücks-Fotoshooting für unsere drei Spitzenfahrer Markus Eibegger, Stephan Rabitsch und Daniel Auer. Das Frühstück ist ohne Frage die wohl wichtigste Mahlzeit des Tages für die fleißigen Athleten. Dabei werden noch einmal so richtig die Speicher aufgefüllt, bevor es auf die Rennstrecke geht. Nach diesem Pressetermin ging es wie üblich Richtung Start. Dort wurde heute das erste Mal die Sonnencreme ausgepackt weil sich der Wettergott endlich gnädig zeigte.

Um 11 Uhr wurde dann der Startschuss gegeben und bereits wenige Kilometer später wurden die ersten Attacken gestartet. Währenddessen war Pechvogel Andreas Walzel damit beschäftigt sich nach einem Sturz zurück ins Feld zu kämpfen – was ihm trotz der Schürfwunden und leichten Prellungen auch gelungen ist. Nach 20 km bildeten Helmut Trettwer (WSA-Greenlife), William Clarke (Drapac), Jacek Morajko (Wibatsch-Fuji) und Artur Ersov (Gazprom) die Spitzengruppe des Tages. Lange Zeit kümmerte sich kein Team um die Nachführarbeit im Feld und so konnte die vier-köpfige Gruppe einen Maximal-Vorsprung von vier Minuten herausfahren. Nach dem Sturz von Walzel wartete das nächste Problem nicht lange auf sich, denn Stephan Rabitsch bekam plötzlich Probleme beim Schalten und wollte keinen Schaltseil-Riss riskieren, daher wurde das Rad rasch ausgewechselt. Nun ging es endlich Sturz-und Defekt-frei weiter im Renngeschehen. Rund 25 km vor der Zieleinfahrt in Steyr wartete der berüchtigte Porscheberg mit einer Steigung von 22 Prozent auf die 129 Radprofis. Die Ausreißer waren gestellt und der Kampf um die Spitzenpositionen begann von Neuem. Unsere Felbermayr-Jungs konnten sich dabei super in Szene setzen. Daniel Auer startete einen Alleingang auf dem Berg und konnte sich für kurze Zeit an der Spitze zeigen. Auf diese Attacke folgte schon die nächste – nach der Abfahrt setzte sich Stephan Rabitsch mit Vollgas vom Feld ab und das Ziel kam immer näher. Leider war der Traum vom Etappensieg rasch aus, als der erste Teil des zerstreuten Hauptfeldes immer näher kam und ihn schlussendlich einholte.

Wie bereits auf der gestrigen Etappe war ein Massensprint entscheidend – zwei Kilometer, ein Kilometer – das Ziel bereits in greifbarer Nähe und eine gute Position im Feld war nun Goldes wert. Der Schnellste war schlussendlich Clément Venturini von Cofidis (4:48:25). Zeitgleich kamen Andrea Pasqualon vom Team Roth und Sjoerd van Ginneken ins Ziel. Bergspezialist Stephan Rabitsch erreichte als bester Felbermayr-Fahrer Platz 21. Der anfängliche Ärger über den Ausgang des Rennens war nach einer Dusche und einem Sandwich rasch wieder verflogen. Wichtig ist es nun, sich von den Strapazen der heutigen Etappe zu erholen um morgen wieder Vollgas geben zu können.

Ö-TOUR: MAXIMILIAN NICHT IM FERNSEHEN! - ITALIENISCHER SIEG IN SALZBURG

(red) (c)Fotocredit - ÖsterreichRundfahrt - Auf der 1. Etappe der 68. Österreich Rundfahrt, die von Innsbruck nach Salzburg über 186,2 Kilometer führte, siegte der Italiener Nicola Ruffoni im Massensprint klar vor seinem Landsmann Andrea Pasqualon. Bester Österreicher wurde der Steirer Daniel Auer als Fünfter. Damit rollt der Felbermayr Express schon wieder. In der Gesamtwertung übernahm Ruffoni das Gelbe Trikot. Ansonsten hatte der neue Tourdirektor Gernot Schar heute aber einiges zu verdauen.

Sportlich schade ist, dass es gestern beim Prolog die letzten Athleten "eingewässert" hat und es dann heute einen schlimmen Massensturz gab, bei dem TCT Fahrer Daniel Paulus und Hrinkow Athlet Alexander Meier und noch weitere Fahrer einiges davon getragen haben. Wir wünschen Daniel, Alexander und den möglichen weiteren Verletzten  von unserer Seite das ALLERBESTE, dass sie schnell zurückkommen. 

Ziemlich krasse Kommentare im Facebook:

Erhitzte Gemüter gibt es derzeit in den Sozialen Medien. Denn die angekündigte Live(stream)Übertragung der 1. Etappe der Österreich Rundfahrt hat nicht statt gefunden. Schade ist, dass ORF Moderator Peter Brunner mitteilte, dass die Verantwortlichen der Rundfahrt schuld seien und nicht der ORF.

Ein (weiteres) Thema wird auf FB auch diskutiert -  Vergangenes Jahr noch gab es unter Tourdirektor Wolfgang Weiss eine "Art" Aufbruchstimmung der Ö-Tour. "Creating Heroes" war das Motto. Weiss, bekannt als Mann fürs Grobe, hatte ordentlich umgekrempelt und es schien zu funktionieren. Doch hinter den Kulissen ist es zum Teil richtig abgegangen. Über Wolfi Weiss Abgang vor ca. drei Wochen wird momentan immer noch spekuliert, da wird wohl einiges noch herauskommen.

Wer gestern Samstag am Kitzbüheler Horn war, konnte seinen Augen nicht ganz trauen. Denn ausser den Teilnehmern der KRONE Kitzhorn Challenge und den Mitarbeitern der Tour, war da niemand! Daran konnte auch nicht das Wetter schuld sein, denn in den vergangenen Jahren waren am Horn immer massig Leute, egal ob bei Regen, Nebel oder Sonnenschein. Das muss andere Gründe haben.

Viele reagieren aber vorallem auf die heute fehlende TV & LIVESTREAM Präsenz - Denn es hat keine Livebilder gegeben. Das muss für den neuen Tourdirektor der "Wahn" gewesen sein. Wenn man fehlende, bis keine TV- oder Livestream Bilder hat, werden auch die Sponsoren nicht glücklich sein.  Die Tour geht zwar noch lange, aber da wird Gernot Schar nun schnell reagieren müssen. P.S.: Die Produktionsfirma kann einem fast ein bisschen leid tun. Denn sie werden vor allem das "Fett" abkriegen.

Und noch eines war auf FB zu lesen - Maximilian Kuen vom Team Amplatz BMC hat sich nämlich genau heute auf SEINE TV-Präsenz gefreut - Er kommt aus dem Tiroler Unterland und wollte daher nebem der TEAM Präsenz auch Werbung für die Region Kufstein machen. Darum ist er auch gleich zu Beginn rausgefahren.

2. Etappe in Oberösterreich
Die morgige 2. Etappe der Österreich Rundfahrt wird um 11:00 Uhr bei der Basilika Mondsee gestartet. Vorbei am Wolfgangsee, Attersee und Traunsee führt die Etappe in die Industriemetropole Steyr, wo gegen 15:45 Uhr der Zieleinlauf am Stadtplatz erwartet wird. Die Profis werden in die Stadt mit 1.000-jähriger Geschichte mit Höchstgeschwindigkeiten durch eine leichte Abfahrt ankommen.

 

 

 

MTB WM - SILBERMEDAILLE FÜR LISA PASTEINER

Lisa Pasteiner gewinnt Silber Die Juniorinnen eröffneten am Freitag bei den UCI MTB Weltmeisterschaften in Nove Mesto (CZE) die Cross Country-Bewerbe. In einem spannenden Rennen konnte sich die Niederösterreicherin Lisa Pasteiner die Silbermedaille sichern. Die Tirolerin Anna Spielmann wurde hervorragende Fünfte und Corina Druml landete auf Rang 30. Damit gab es nach dem zweiten WM-Gold von Daniel Federspiel beim Eliminator die zweite Medaille für den ÖRV! Von Beginn an des Juniorinnen-Rennens schlug die Schwedin Ida Jansson ein hohes Tempo an, dem nur wenige Fahrerinnen folgen konnten. Lisa Pasteiner und die Vorjahresweltmeisterin Martina Berta aus Italien waren zwei von ihnen. Während die Schwedin Jansson einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte, ging es um Platz zwei und drei zur Sache. In der dritten von insgesamt vier Runden konnte Lisa Pasteiner im Anstieg jedoch alles klar machen. Sie attackierte, ging so als Erste in die technische Abfahrt und konnte ihren Vorsprung ausbauen. Pasteiner aus Payerbach im südlichen Niederösterreich konnte den Rückstand auf Jansson zwar noch verringern, doch die Schwedin war heute eine Klasse für sich. „Ich habe wirklich alles gegeben und bin mit der Silbermedaille überglücklich. Für mich fühlt sich im Moment noch alles wie in einem Traum an“, zeigte sich Lisa im Ziel überglücklich. Bronze gewann Martina Berta. Hinter den Medaillengewinnerinnen rang Anna Spielmann mit der Britin Sophie Wright und der Französin Helene Clauzel um den Ehrenplatz. In der Abfahrt konnte Spielmann einige Sekunden gut machen, jedoch war die Britin im Anstieg ein wenig stärker. Somit ging Rang vier an Großbritannien und Platz fünf an die Tirolerin Anna Spielmann, die ebenfalls ein hervorragendes Rennen absolvierte. Pech am heutigen Tag hatte Corina Druml, die sich nach zwei Defekten mit Rang 30 zufrieden geben musste. „Aber auch sie bestritt ein sehr gutes Rennen und lag zwischenzeitlich an der 17. Stelle“, zeigte sich MTB-Nationaltrainer Christoph Peprnicek sehr zufrieden nach dem erfolgreichen Tag für rot-weiß-rot. Morgen starten im Cross Country die U23-Herren und Elite-Damen.

 

TEAM FELBERMAYR - DAS Ö-TOUR TAGEBUCH

(SoHo) - Endlich geht es los! Seit Wochen laufen die Planungen für das Highlight der Saison auf Hochtouren und nun beginnt das Abenteuer Österreich-Radrundfahrt 2016. Um einen Blick hinter die Kulissen eines Radsportteams werfen zu können, werden wir die ganze Rundfahrt über ein Tagebuch schreiben und Sie mit den spannendsten Infos rund um das Team und das Renngeschehen versorgen. Seien sie mit dabei und begleiten Sie uns auf unserem Weg quer durch Österreich.

Bevor es am 2. Juli mit dem Prolog, 600m Einzelzeitfahren auf das Kitzbüheler-Horn, los geht, muss vorab noch so einiges gemanagt werden. Diese Planung, angefangen von der Personaleinteilung bis hin zur Kaderzusammenstellung erfordert viel Zeit und noch viel mehr Geduld. Je näher aber die Rundfahrt rückt, umso größer wird die Aufregung und Freude auf eine spannende Woche mit hoffentlich vielen Erfolgen. Dieses Kribbeln konnte man auch heute bei der gemeinsamen Anreise nach Kirchberg spüren. Bis spätestens 13 Uhr mussten alle 16 Beteiligten aus verschiedenen Nationen, Bundesländern und Ortschaften sich im Hotel Sportalm einfinden. Als erstes wurden natürlich sofort die exklusiven Zimmer begutachtet, bevor um 14 Uhr die heißersehnten Spaghetti mit Tomatensoße, von denen die Fahrer nie genug bekommen können, auf dem Tisch standen. Im Anschluss machten unsere sieben Athleten noch eine kleine Trainingsausfahrt und erkundeten die wunderschöne Gegend rund um Kirchberg. Wer glaubt währenddessen gibt es Nichts zu tun irrt sich. Denn in der Zwischenzeit werden die Autos gewaschen, der Camper mit Getränken und Lebensmittel befüllt, BetreuerBesprechungen abgehalten und noch vieles mehr. Langweilig wird einem da garantiert nicht! Langsam trudeln dann unsere Spitzensportler wieder im Hotel ein und schon geht es weiter. Unsere Mechaniker „Miro“ und Paul polieren die Räder für den morgigen Prolog auf Hochglanz, „Goli“ und „Didi“ die beiden Betreuer waschen inzwischen die Autos und kümmern sich um die Wäsche, während sich die beiden Masseure und Physiotherapeuten Bettina und „Geri“ um das körperliche Wohl der Athleten kümmern und die sportlichen Leiter Andreas Grossek und Harald Wisiak noch einmal den morgigen Tag besprechen - und nach getaner Arbeit fiebern schon wieder alle auf eines hin – das Abendessen. Dabei können sich alle noch einmal in Ruhe unterhalten, bevor jeder für sich den letzten Abend vor der großen Rundfahrt gemütlich auf seinem Zimmer ausklingen lässt.

 

Ö-TOUR - AMPLATZ BMC SETZT AUF ROUTINE

((c)Foto: Ch.Ku./WernerKapfenberger) - Vom 2. bis 9. Juli 2016 findet die 68. Österreich-Radrundfahrt statt. 133 Fahrer aus 19 Teams stellen sich den großen Herausforderungen. Kitzbüheler Horn, Sonntagberg, Edelweißspitze und Dobratsch stehen am Tourplan.

Das Team Amplatz-BMC setzt auf Erfahrung und nach dem Motto „never change a winning team“ waren 6 der 7 Fahrer auch schon 2015 fürs Team am Start der Ö-Tour.

Das Aufgebot von Amplatz-BMC:

Andi Bajc (Führender der Wiesbauer-Radbundesliga, Sieger in Nenzing)

Marek Canecky (slowakischer Zeitfahrmeister, Sieger in Völkermarkt)

Maximilian Kuen (Sieger von „Rund um Sebnitz“) Peter Kusztor (Sieger in Pöggstall)

Hermann Pernsteiner (erste Rundfahrt in Slowenien und unser Bergspezialist)

Jan Tratnik (slowenischer Straßenmeister, Sieger der Punktewertung 2015)

Andi Umhaller (die Verlässlichkeit in Person)

Neben den bereits erwähnten Erfolgen führt das Team die Wiesbauer-Radbundesliga klar an und mit Jan Tratnik (Platz 2 Porec-Trophy, Platz 1 Punktewertung Istrian-Spring-Trophy, Sieg auf der 5. Etappe der Slowakei-Rundfahrt, Sieg in der Bergwertung der Slowenien-Rundfahrt) steht einer der stärksten Rennfahrer an der Spitze der Mannschaft. Seit der Slowenien-Rundfahrt können wir Hermann Pernsteiner neu im Team begrüßen. Es gibt heuer 4 Bergankünfte (Sonntagberg, Edelweißspitze, Dobratsch und Kahlenberg) und die rund 17.000 Höhenmeter sind ihm wie auf den Leib geschneidert. Das Team hat sich heuer sehr viel vorgenommen und wird Tratnik und Pernsteiner optimal unterstützen. Große Namen haben sich angekündigt. Victor de la Parte (beide CCC), Nicolas Edet (Cofidis), Björn Thurau (Wanty), Gerald Ciolek (Stölting), Pieter Weening (Roompot) und Stefano Pirazzi (Bardiani) sowie die stärksten Österreicher werden mit dem World-Tour-Team Astana um den Rundfahrtsieg kämpfen.

 

FAVORITEN DER 68. ÖSTERREICH RUNDFAHRT

(mr) - Noch zwei Tage, dann beginnt die 68. Auflage der Österreich Rundfahrt mit dem Bergprolog in Kitzbühel. Der ehemalige Rundfahrtsieger Thomas Rohregger, der auch heuer wieder als Co-Kommentator für den ORF im Einsatz ist, beleuchtet das Starterfeld der Tour: Wer sind die Favoriten für das Gesamtklassement und welche Chancen gibt er den ÖRV-Profis? „Grundsätzlich erwarte ich heuer einen sehr offenen Kampf um Etappensiege und in den Wertungen. Große Mannschaften, wie Sky, Trek oder Katusha, die ein Rennen kontrollieren können, sind heuer nicht dabei. Wir haben aber viele ausgeglichene Mannschaften am Start, wobei laut Papierform das polnische Team CCC die stärkste ist. Sie kommen mit einer Doppelspitze: mit dem Vorjahresdritten Jan Hirt, der zuletzt bei der Tour de Suisse bärenstark war, und mit Sylwester Szmyd, der 2009 bei der Dauphine eine Etappe gewann und 2012 Gesamtdritter beim Giro del Trentino wurde. Leider wurden Vorjahressieger Victor De La Parte und vor allem unsere große Hoffnung auf eine Spitzenplatzierung Felix Großschartner wegen Verletzungen aus dem Team genommen“, analysiert der Kramsacher Rohregger.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg

Aus dem WorldTour-Team Astana sticht ein Mann hervor: Der 31-jährige Valerio Agnoli, 2010 Etappensieger beim Giro d’Italia, heuer gewann er mit seinem Team das Mannschaftszeitfahren beim Giro del Trentino und im Vorjahr wurde er Gesamtzweiter bei der Tour de Langkawi. Das italienische Team Bardiani CSF schickt mit Stefano Pirazzi ebenfalls einen Giro-Etappensieger (2014) und heuer gewann er vor Clemens Fankhauser die 4. Etappe der schweren Coppi e Bartali. Seine starke Form zeigte er heuer auch bereits beim Giro d’Italia, wo er Gesamt-18. wurde. Stark einzuschätzen ist auch Cofidis-Profi Stephane Rossetto, der im Laufe seiner Karriere drei Rundfahrten gewann!

Tour de France- und Giro-Etappensieger dabei

Im Team Roompot zählt der Tour de France- und Giro d’Italia-Etappensieger Pieter Weening, der zuletzt auch bei der Tour de Suisse eine schwere Bergetappe gewann, zu den Top-Stars. Mit an seiner Seite kommt der frisch gebackene Gewinner der Tour de Suisse-Bergwertung Antwan Tolhoek! Wanty - Groupe Goubert hat mit dem Belgier Thomas Degand, im Vorjahr Achter bei der Österreich Rundfahrt und 2014 Zehnter, einen starken Rundfahrer am Start. Zu beachten ist in der belgischen Mannschaft auch der Franzose Martin Guillaume. Der kletterstarke 23-Jährige hat im letzten Jahr Lüttich-Bastogne-Lüttich der U23-Fahrer gewonnen. Im Team Delko Marseille Provence KTM zählt der Franzose Julien El Fares, 2009 Gesamtsieger der Tour de Wallonie und im selben Jahr Etappensieger bei Tirreno-Adriatico, zu den Favoriten. Ebenso wie sein spanischer Teamkollege Delio Fernandez, vor zwei Jahren Gesamtdritter bei der Portugal-Rundfahrt.

Ein ehemaliger Podiumsfahrer ist auch heuer wieder dabei: Der Slowene Jure Golcer, der 2007 bei der Rundfahrt den dritten Platz belegte. Im Schweizer Team Roth gilt der Portugiese Bruno Pires, 2012 Gesamtvierter bei der Slowenien-Rundfahrt, zu den Hoffnungsträgern. Starke einzuschätzen ist auch die australische Equipe Drapac. „Die kommen mit einer jungen Truppe, allen voran Brandan Canty, der heuer zweit Tage lang das Leadertrikot bei der Oman-Rundfahrt trug und schließlich Gesamtsiebenter wurde. Bei den Oceanic-Meisterschaften belegte er heuer auch den zweiten Platz. Und 2015 holte auch Gavin Mannion bei der USA Pro Challenge einen respektablen vierten Platz“, erläutert Rohregger.

3 ÖRV-Eisen im Feuer

Aus österreichischer Sicht hat Thomas Rohregger drei Hoffnungsträger für das Gesamtklassement im Köcher: „Tirol-Profi Clemens Fankhauser (Silber bei den Zeitfahrmeisterschaften und Gewinner der Irland-Rundfahrt 2016), der ebenso wie die beiden Felbermayr Simplon-Wels-Profis Markus Eibegger (Gewinner Aserbeidschan-Rundfahrt 2016) und dem OÖ-Rundfahrtssieger Stephan Rabitsch eine starke Saison bestreitet.“

Sprinter im Feld

Für den Bergprolog in Kitzbühel hat Rohregger vor allem Bahn-Crack Andreas Graf (Hrinkow) auf der Rechnung, ebenso wie Roth-Profi Matthias Krizek, der wieder in Fluchtgruppen den Erfolg suchen wird. Neben den starken Sprintern Gerald Ciolek (U23-Weltmeister und Sieger Mailand-San Remo), Anthony Turgis (2. Platz Paris-Roubaix 2012, 4. Platz LÜttich-Bastogne-Lüttich), Björn Thurau, Marco Marcato (Paris-Tours-Sieger), dem Bardiani-Fahrer Simone Sterbini zählt Astana-Profi Alessandro Vanotti zu den schnellsten Leuten. „Alessandro ist quasi der Bernhard Eisel von Astana, ein endschneller Mann, der schon zwei Etappensiege bei der Vuelta zu Buche stehen hat.“

Die Chancen der heimischen Teams

Von den heimischen Teams zählt der Schweizer Vorarlberg-Legionär Patrick Schelling zu den Hoffnungen. „Leider ist dem Team der starke Portugiese Sousa durch eine Verletzung ausgefallen“, sagt Rohregger. Für das WSA-Greenlife-Team soll der Deutsche Florian Bissinger, 2011 und 2014 Gewinner der Wiesbauer-Radbundesliga und 2011 Gesamtsieger der Tour of Szeklerland, die Kohlen aus dem Feuer holen. Bei Amplatz-BMC sind der neue slowenische Staatsmeister Jan Tratnik, Gewinner der „Flyeralarm“-Punktewertung 2015, Andi Bajc und Maximilian Kuen die Stützen. „Gespannt bin ich hier auf die Leistungen des ausgezeichneten Mountainbikers Hermann Pernsteiner“, so Rohregger. Für Hrinkow sollen Josef Benetseder, Andreas Graf und Dominik Hrinkow bei Etappenankünften brillieren und das Team Tirol schickt neben Clemens Fankhauser vor allem zwei sehr gute Sprinter - Alexander Wachter und Martin Weiss - ins Rennen. Und last but not least das Team Felbermayr Simplon Wels, das mit dem Routinier Markus Eibegger und Nachwuchshoffnung Stephan Rabitsch zwei heiße Eisen im Feuer hat! „Alles in allem sind viele junge Fahrer am Start. Ich denke, dass gerade das die große Chance für die Österreicher sein kann“, schließt Rohregger.

FELIX DARF NICHT DABEI SEIN - STARTVERBOT BEI Ö-TOUR

(Quelle ÖRV & FB) - SCHADE! Felix Großschartner, der Glocknerkönig und Bergpreissieger der Tour 2015 sowie große rot-weiß-rote Hoffnung für ein Top-Ergebnis in diesem Jahr, darf nicht bei der 68. Österreich Rundfahrt antreten. Er bekam von seinem CCC-Sportdirektor ein Startverbot nach seinem schweren Sturz am Wochenende bei den Zeitfahrmeisterschaften. Sein linker Oberschenkel schillert grün-gelb und schlägt sich mit dem Orange seines Profi-Rennstalls CCC Sprandi Polkowice, seine linke Hüfte und der Rücken schmerzen noch immer – die Nachwehen seines 50-Meter-Abflugs mit 80 km/h bei den österreichischen Zeitfahr-Staatsmeisterschaften von letzten Samstag sind nicht wegzuleugnen. „Ich sitze aber bereits wieder täglich vier Stunden im Sattel, daneben mache ich Physiotherapie, Massagen und Strombehandlungen“, sagt Felix Großschartner, der noch gestern grünes Licht für einen Start bei der Österreich Rundfahrt signalisierte. Leider sah es CCC-Sportdirektor Piotr Wadecki anders. Der Oberösterreicher soll seine Sturzverletzungen zur Gänze ausheilen, um bei der Polen-Rundfahrt (12.-18. Juli), die zur World-Tour zählt, wieder ganz fit zu sein. „Klar bin ich jetzt traurig und enttäuscht! Die Österreich Rundfahrt wäre einer meiner Saison-Höhepunkte gewesen. Aber das Team CCC Sprandi Polkowice ist eben mein Arbeitgeber und daher muss ich das Startverbot akzeptieren“, seufzt der 22-Jährige Vollblut-Sportler.

Zusätzliches Statement Felix Großschartner auf seiner FB Seite: Gesundheitlich fühl ich mich ganz gut, bin überrascht wie schnell das gegangen ist. Sicher zwickts noch ein bisschen in der Hüfte, aber das stört mich nicht! Doch mein Team will mich doch noch nicht zur Österreichrundfahrt schicken, da ich zu 100% fit sein soll für die Tour de Polonge, das eines der wichtigsten Rennen ist und für das Team, gleich viel Wert ist, wie die Weltmeisterschaft! Ich persönlich hätte mich riesig drauf gefreut, aber ich kann die Entscheidung nachvollziehen!