CAPE EPIC - 3. ETAPPE - STARK! GEISMAYR/ROHRBACH 3.

Elandskloof/Südafrika - (Foto Veranstalter/QM) -  Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy (Investec-Songo-Specialized) holten sich erneut den Etappensieg beim Absa Cape Epic, Nummer 38 für den Schweizer fünffachen Gewinner des Epic. Dazu machten sie auch noch ein wenig Zeit gut auf die Gesamtführenden im Zebratrikot, Manuel Fumic und Henrique Avancini (Cannondale Factory Racing XC).

Knapp geschlagen im Sprintfinish dieser 3. Etappe des berüchtigten MountainbikeEtappenrennens wurden Nino Schurter und Matthias Stirnemann (SCOTT-SRAM MTB Racing) vor Nicola Rohrbach und Daniel Geismayr (Centurion Vaude 2). Geismayr/Rohrbach sind nun schon 5. in der Gesamtwertung.
 
Ergebnisse Etappe 3  - Männer:
1| Platz: Investec-Songo-Specialized Christoph Sauser (SUI) and Jaroslav Kulhavy (CZE)
2| Platz: SCOTT-SRAM MTB Racing Nino Schurter (SUI) and Matthias Stirnemann (SUI)
3| Platz: Team Centurion Vaude 2 Rohrbach Nicola (SUI) and Geismayr Daniel (AUT)
 

Verhältnismäßig kurz fiel Etappe 3 mit 78 km aus, die Strecke führte das Fahrerfeld aus dem Elandskloof Race Village in die kleine Siedlung Genadendal und durch das Trail-Streckennetz von Greyton. Davon sollten die Cross-Country Spezialisten profitieren, vor allem Weltmeister und Olympiasieger Nino Schurter mit seinem Partner Matthias Stirneman. Eigentlich wollten die beiden Schweizer sich einen Etappensieg holen und gingen entsprechend aggressiv in die knackigen Anstiege und die Abfahrten in den angelegete, aber rauen Singletracks. Dadurch legten sie immer Abstand zu den Gesamtführenden Cannondale Factory Racing XC ein. Doch Schurter und Stirnemann konnten die starken Favoriten Christoph Sauser (SUI) und Jaroslav Kulhavy (CZE) nicht abschütteln heute. Das Investec-Songo-Specialized-Team blieb den Schweizern am Hinterreifen und attackierte auf dem letzten großen Anstieg, dem UFOClimb. So genannt, weil auf der Spitze des Bergrückens ein futuristisches Gebäude steht. Bei dieser Attacke fielen die Gesamtführenden Fumic/Avancini wieder zurück und fuhren die Abfahrt mit vollem Risiko, um wieder Zeit gut zu machen. 

Sauser und Kulhavy machten weiter Druck und stellten dadurch sicher, dass nur zwei Teams vorne um den Etappensieg sprinten konnten. Kulhavy führte, Nino Schurter klemmte direkt hinter dem starken Tschechen und so kam es, dass Stirnemann die Distanz zur Ziellinie nicht richtig einschätzte, so dass Sauser noch an ihm vorbeiziehen konnte.

"Ein super Tag für uns" zog der fünffache Epic-Gewinner Sauser Bilanz im Ziel, " wir haben die Etappe gewonnen und noch Zeit gut gemacht. Auf dieser relativ kurzen Distanz hatten wir nicht erwartet, etwas rauszuholen auf Cannondale. Das war der Bonus zum Etappensieg."

 
Kulhavy sah kaum erschöpft aus im Ziel. "Heute liefs viel besser als gestern", meinte der ehemalige Olympiasieger und Weltmeister. Unser Plan, auf den Anstiegen und in den Flachpassagen anzugreifen ist gut aufgegangen."

Zwar ging das Vorhaben von SCOTT-SRAM MTB Racing nicht in Erfüllung, wenn auch nur um Bruchteile von Sekunden, Nino Schurter war aber ganz Sportsmann und umarmte seinen Landsmann Sauser herzlich mit einem breiten Grinsen in der Winners Lounge.

"Eigentlich dachten wir, das ist genau unsere Etappe", meinte der 26-jährige Stirnemann, der erstmals am Epic teilnimmt. "Aber ich habe meinen Zielsprint zu früh gestartet, so dass Susi noch an mir vorbeiziehen konnte. Trotzdem ein super Tag, ich habe die Trails hier wirklich genossen."

Morgen steht eine lange Transferetappe von Elandskloof ins Oak Valley über 112 Kilometer und 2150 Höhenmeter an. Das gibt jede Menge Arbeit für die Top Teams wenn die Reihenfolge nicht durcheinandergewürfelt werden soll. Vor allem für Fumic/Avancini, die komplett ohne Backup-Team auf sich allein gestellt sind. "Es war hart, aber wir haben uns gut geschlagen", sagte der brasilianische Meister Henrique Avancini im Ziel. Ausgerechnet ein Motorrad, die beim Absa Cape Epic Fotografen und Kameramänner fahren, hatte Fumic geschnitten und den Deutschen Spitzenfahrer für die letzten Kilometer aus dem Rhythmus gebracht. "Wir werden auf jeden Fall noch weiter fighten die letzten vier Tage", so Avancini. Die Zebratrikot-Leader liegen nun noch 1.20 Minuten vor den Verfolgern, Schurter/Stirner haben einen Abstand von 4.03 Minuten.

Der fünffache Epic-Gewinner Karl Platt, der bisher seiner Form hinterherfuhr, kam in Elandskloof besser in Tritt: 6. Platz für Team Bulls mit dem Schweizer Urs Huber. Damit auch 6. Gesamtrang mit 15.56 Minuten Rückstand. Stark fuhren Centurion Vaude 2 mit Nicola Rohrbach (SUI) und dem Österreicher Daniel Gaismayr, die sich den 3. Etappenplatz holten vor Fumic/Avancini. Der Sohn von Bike-Legende Thomas Frischknecht (führend in der MixedKategorie mit Olympiasiegerin Jenny Rissveds) holte sich mit dem Niederländer van der Heijden einen guten 9. Platz.

Die Streckendaten: 8 Tage von 19. bis 26. März 2017
691 Kilometer, 15.400 Höhenmeter gesamt

SuperGiroDolomiti - BERND HORNETZ und 999 weitere am Start

(c)Foto - Kuno Messmann - Hornetz beim Ötztaler (ganz links)
Bernd Hornetz, einer der erfolgreichsten Athleten im Marathon-Zirkus, kommt zurück: Bei der 4. Auflage des grenzüberschreitenden Extremmarathons „SuperGiroDolomiti“ will der Deutsche am 11. Juni 2017 um den Sieg fighten.
 
„Die Eckdaten von SuperGiroDolomiti sind beeindruckend, ich meine sogar angsteinflößend“, sagt ein Mann, der schon alles gewonnen hat: Sieger beim Ötztaler im Vorjahr (er war damit mit 48 Jahren der älteste Gewinner der Geschichte), UCI Amateur-Weltmeister 2013 und Triumphator beim Novecolli 2012 – um nur einige Erfolge zu nennen. Am 11. Juni startet Bernd Hornetz zum 2. Mal beim Extremmarathon „SuperGiroDolomiti“ mit Start und Ziel in Lienz. War er bei seinem ersten Start in Lienz gemütlich mit seiner Frau unterwegs, will der Moselfranke heuer in Osttirol nach dem Sieg greifen. Unterstützt wird der Corratec-Fahrer von  starken Teamkollegen.
 
Das Team Corratec des bayrischen Bike- und eBike-Herstellers will beim Kampf um den Sieg beim „SuperGiroDolomiti“ ein Wörtchen mitreden. An der Seite von Hornetz kommen Michael Markolf (2016 Sieger Highlander Marathon und Neunter beim Ötztaler), der belgische Granfondo-Fahrer und TourTransalp-Gewinner Bart Bury und Stefan Öttl. Nicht zu vergessen auf den starken Bergfahrer Wolfgang Hofmann, der schon beim Glocknerkönig brillierte.
 
Schöne Erinnerungen an Osttirol
Bernd Hornetz war bereits 2014 in Osttirol, wo er mit seiner Frau die 1. Auflage bestritt: „Ich habe mich schon damals in dieses Rennen, das Osttiroler Juwel Lienz und die Gegend verliebt. Aus sportlicher Sicht ist er einer der extremsten Alpenmarathons. Für mein Team und mich ist dieses Rennen eines der Highlights des Jahres“, sagt der 48-Jährige. „SuperGiroDolomiti“ - das sind 232 Kilometer und 5.234 Höhenmeter. Über die Europaregionen Osttirol, Kärnten und das Friaul warten mit dem Gailbergsattel, Plöcken-, Lanzen- und Nassfeldpass sowie dem Kartitscher Sattel anspruchsvolle Berge. „Wir haben schon oft diskutiert und glauben, dass der „SuperGiroDolomiti“ mit seinen beeindruckenden Kennzahlen mittlerweile der allerschwerste Marathon seiner Gattung ist“, ergänzt Hornetz.
 
„SuperGiroDolomiti“ mit 1.000 Startern limitiert
Die vierte Auflage des Extremmarathons „SuperGiroDolomiti“ ist heuer mit 1.000 Startern limitiert. „Wer sich anmelden will, sollte das rasch tun. Es gibt nicht mehr allzu viele Startplätze“, sagt Organisator Theurl. Am Tag nach der großen „Kaiserschmarrenparty“ in der Dolomitenhalle Lienz und mit Live-Musik am Hauptplatz fällt am Sonntag, den 11. Juni 2017, um 06:30 Uhr der Startschuss zur großen Herausforderung rund um die Dolomiten!
 
30 Jahre Dolomitenrundfahrt
Geburtstag feiert heuer die Dolomitenrundfahrt (112km/1.870hm)! Einer der traditionsreichsten Marathons in Europa wird heuer zum 30. Mal veranstaltet. Der Start erfolgt am 11. Juni um 09:30 Uhr am Lienzer Hauptplatz. Bei der Dolomitenrundfahrt erhält jeder Teilnehmer ein Jubiläumstrikot, alle die bei „SuperGiroDolomiti“ antreten ein hochwertiges „Finisher“-Trikot. „Zudem sorgen wieder viele Musikkapellen und Dörfer mit eigenen Festen für viel Motivation entlang der Strecke. Jeder unserer Starter ist ein Sieger über sich selbst“, freut sich Organisator Franz Theurl.

DANIEL GEISMAYR: EINMAL CAPE EPIC GEWINNEN

Schade aber Realität - Hierzulande werden MTBer wie Daniel Geismayr ob ihrer sportlichen Leistungen eher so nebenbei beachtet. Nur Insider wissen z. B. in seiner Heimat Vorarlberg, dass der Dornbirner einer der besten Langstrecken MTBer der Welt ist. Und unglaubliches leistet. Nun startet er im Kreis der Mitfavoriten ab Sonntag gemeinsam mit Partner Nicola Rohrbach für das CENTURION VAUDE Team beim Cape Epic in eine Mega Challenge. Wir haben für radstars.at heute noch kurz mit Daniel Geismayr gesprochen. 
 
Wie geht es Euch?
Es geht uns sehr gut. Persönlich bin ich ein bisschen nervös, aber dies mit voller Vorfreude. Es kann starten.
 
Wie habt ihr Euch nun vorbereitet?
Wir sind jetzt schon 14 Tage hier und konnten uns sehr gut auf dem Gelände vorbereiten. Das Fahrerfeld ist heuer das hochkarätigste seit jeher. Gegner gibt es unzählige, aber vor allem gilt es Platt/Huber & Sauser/Kulhavy zu schlagen.
 
RADSTARS
 
Wie hast du dich an Nicola „gewöhnt“, muss man da nicht eingespielt sein?
Ich konnte jetzt gut 2 Wochen mit Nicola trainieren. Jedoch muss man im Rennen auch miteinander reden, um nicht über das Limit des anderen zu gehen. Das Rennen ist wie gesagt die Tour der MtB Fahrer.
 
Von Österreich aus schwer zu sagen, aber alles redet über dieses Rennen?
Unglaublich ist die mediale Aufmerksamkeit – Das ist echt gigantisch. Das Rennen wird z.B. Live in RSA übertragen. Und es sind unglaublich viele Medienvertreter hier.
 
Was wird der schwierigste Tag?
Das wird sicher Tag 6 – da gibt es die Königsetappe – wenn du da mit vorne bist ist vieles möglich.
 
RADSTARS
 
Dein persönliches Ziel gemeinsam mit Nicola?
Mein Traum ist es natürlich, dieses Rennen einmal im Leben zu gewinnen. Aber ein Podestplatz bei diesem starken Fahrerfeld wäre schon super. Wir werden alles versuchen. Das Rennen ist auch für unser Team und unsere Sponsoren enorm wichtig, da auch sehr viel Geld investiert wird.
 
Wir wünschen Euch einen guten Start!

TEAM FELBERMAYR MIT HOHEN ERWARTUNGEN

(Presse/Foto RSW-W/PR) - Das Team Felbermayr Simplon Wels geht mit großen Erwartungshaltungen in die Rennsaison 2017. Mit den Heimkehrern Riccardo Zoidl und Matija Kvasina sowie den arrivierten Fahrern Markus Eibegger und Stephan Rabitsch ist der Felbermayr-Express heuer stärker denn je. Bei der69. Internationalen Österreich-Radrundfahrt haben die Welser Profis zumindest Etappensiege und einen Platz unter den Top 3 der Gesamtwertung im Visier, dazu wollen die Profis wieder bei internationalen Rundfahrten reüssieren und Staatsmeistertitel in die Messestadt holen.Insgesamt besteht der Kader aus 12 Radprofis und setzt sich aus Topfahrern und starken Nachwuchstalenten zusammen. „Wir wollen heuer nahtlos an die Erfolge der vergangenen Jahre anschließen und uns als Team weiterentwickeln“, betont RSW-Geschäftsführer Daniel Repitz. Insgesamt konnte die Welser Equipe im vergangenen Jahr 21 Rennen gewinnen und 51 Podestplätze belegen.

Starkes Welser Team wird für Erfolge sorgen - Sechs Neuzugänge für die Rennsaison 2017
Ein starkes Team wird heuer bei insgesamt 80 Rundfahrten und Eintagesrennen an den Start gehen. Der prominenteste Neuzugang der Welser Radprofis ist Heimkehrer Riccardo Zoidl, der 2013 die Österreich-Radrundfahrt und die Österreichischen Meisterschaften Straße und Berg für Wels gewinnen konnte. Als erster Österreicher gewann er in diesem Jahr auch die UCI Europe Tour. Der 28jährige Eferdinger hat sich nach drei Jahren beim Team Trek-Segafredo trotz des Vorliegens einiger weiterer Angebote für die Welser Equipe entschieden, weil es bei dieser Mannschaft möglich ist, auch in Österreich als Profi-Radrennfahrer optimale Voraussetzungen vorzufinden.

Ein weiterer prominenter Heimkehrer ist Matija Kvasina, der nach einem Jahr beim Team Baku Synergy Cycling Project wieder für Wels fahren wird. Seine Topform konnte er im vergangenen Jahr mit dem Sieg bei der Tour Of Croatia und seinem Start für Kroatien bei den Olympischen Spielen in Rio unterstreichen. Die weiteren starken Neuzugänge sind Lokalmatador Daniel Lehner aus Thalheim bei Wels (22 Jahre, bisher Team Vorarlberg), Lukas Schlemmer (21 Jahre, bisher WSA-Greenlife), Marcel Neuhauser (19 Jahre, bisher Tirol Cycling Team) und der starke bayrische Nachwuchsfahrer Stefan Mangertseder (18 Jahre). Diese Top-Nachwuchsfahrer in Wels optimal betreut und behutsam an die absolute Radsportelite herangeführt.  

 Die Neuzugänge bilden gemeinsam mit den weiterhin für Wels startenden Markus Eibegger (32 Jahre, Sieger der Aserbeidschan-Rundfahrt 2016), Stephan Rabitsch (25 Jahre, Sieg bei der Oberösterreich-Radrundfahrt und beim Welser Innenstadtkriterium 2016), Daniel Auer (Sieg bei der Burgenland-Rundfahrt 2016), Jannik Steimle (Sieg beim Eintagesklassiker Croatia-Slovenija 2016)Johannes Schinnagel und Georg Zimmermann ein international konkurrenzfähiges Team.

RADSTARS

Vorbereitungen für die Rennradsaison 2017 in vollem Gang
Die Vorbereitungen für die Rennradsaison 2017 sind in vollem Gang. Anfang Jänner hat das Team ergänzend zur individuellen Vorbereitung der Fahrer ein 14tägiges Trainingslager in Zadar/Kroatien absolviert. Aufgrund der dort herrschenden Wetterbedingungen konnten sich die Radprofis aus der Messestadt optimal auf die Rennsaison vorbereiten. Insgesamt wurden dabei pro Tag rund 150 Kilometer im Renntempo zurückgelegt. Bis zum ersten Rennen im Jahr 2017 werden die stärksten Fahrer ein Trainingspensum von 9.500 Kilometer absolviert haben. „Die Vorbereitung ist bisher optimal verlaufen und lässt uns optimistisch in die neue Rennsaison blicken“, betont Rennsportleiter Andreas Grossek.
 
Welser Team eröffnet Rennsaison am 5. Februar 2017 in Italien
Die Rennradsaison startet für die Welser Radprofis am 5. Februar 2017 mit dem italienischen Radklassiker Grand Prix Etruschi in der Toskana. Danach startet der Felbermayr-Express beim Grand Prix Laguna am 19. Februar und beim GP Izola am 26. Februar. Im März ist das Welser Team bei einigen Rennen in Kroatien im Einsatz (Umag Trophy am 1. März, Porec Trophy am 4. März und Istrian Spring Trophy vom 9.-12. März 2017). Das Trainingslager in Kroatien findet vom 18. bis 28. Februar 2017 statt.
 
Sieg zum Start der heimischen Rennradsaison am 26. März in Leonding als Ziel
Die heimische Rennradsaison startet mit dem Saisoneröffnungsrennen in Leonding am Sonntag, den 26. März 2017. „Wir wollen nach unserem unglaublichen Dreifacherfolg vom Vorjahr gleich zu Beginn der Saison wieder vorne mit dabei sein und in Leonding den ersten Saisonsieg einfahren“, betont Grossek. Auch beim Kirschblütenrennen am 2. April 2017, einem der traditionsreichsten Klassiker in Österreich und gleichzeitig dem Heimrennen in Wels wollen die Radprofis aus der Messestadt wie im Jahr 2016 die Nase vorne haben.
 
Große nationale Ziele für die Rennradsaison 2017
Das Welser Team hat sich heuer in Österreich zumindest einen Etappensieg und einen Podestplatz in der Gesamtwertung der 69. Internationalen Österreich-Radrundfahrt, die vom 2 bis 9. Juli 2017 stattfindet, zum Ziel gesetzt. Besonderes Augenmerk gilt auch den Staatsmeisterschaften (Staatsmeisterschaft Einzelzeitfahren am 23. Juni in Offenhausen und Staatsmeisterschaft Straße am 25. Juni 2017 in Grein) sowie der Oberösterreich-Radrundfahrt vom 8. bis 11. Juni 2017.
 
Felbermayr-Express als drittstärkstes Continental-Team in der EuropeTour 2017 am Start
Das Welser Profi-Radteam geht aufgrund der Rennerfolge im vergangenen Jahr in der heurigen Rennradsaison als drittgereihtes Continental-Team in die EuropeTour 2017. Diese Topplatzierung hat den großen Vorteil, dass das Welser Team damit laut UCI-Reglement verpflichtend von allen Veranstaltern von Klasse-2-Rennen eingeladen wird. Im Jahr 2017 will das Team Felbermayr Simplon nahtlos an die Erfolge der Saison 2016 anschließen, wo insgesamt 21 Siege und 51 Podestplätze bei 67 Rennen mit 105 Renntagen eingefahren wurden. Herausragend waren die Siege bei der Aserbeidschan-Rundfahrt durch Markus Eibegger sowie der Triumph bei der Internationalen Oberösterreich-Radrundfahrt und beim Welser Innenstadtkriterium vor 8.000 Zuschauern durch Stephan Rabitsch.
 
Firma Felbermayr ist Hauptsponsor des Welser Radteams
Die Firma Felbermayr aus Wels ist seit der Saison 2015 der Hauptsponsor der Radequipe aus der Messestadt. Der Sponsorvertrag mit dem Welser Bau- und Schwergutlogistikunternehmenwurde für weitere zwei Jahre verlängert und ist ein wichtiges Signal für den Radsport in Österreich. „Der Radsport hat auf uns schon immer eine besondere Faszination ausgeübt. Wir haben uns für die weitere Unterstützung des Welser Profi-Radteams entschlossen, weil die RSW optimale professionelle Rahmenbedingungen und Topleistungen bietet“, betont Geschäftsführer DI Horst Felbermayr.
 
RSW GmbH sorgt für solide wirtschaftliche Basis - Nachwuchsförderung von großer Bedeutung
Hinter den Erfolgen der Welser Radsportequipe steht die RSW GmbH (Rad Sport Wels): Die vier Gesellschafter Daniel Repitz, Thomas Illenberger, DI Harald Benesch und Paul Resch haben sich zum Ziel gesetzt, den Stellenwert des Radsports in Österreich zu erhöhen. Die Welser Radsportequipe hat vor allem auch in der Nachwuchsbetreuung große Erfolge zu verzeichnen. Die Nachwuchsfahrer werden optimal betreut und behutsam an die Radsportelite herangeführt. Dazu trägt auch die optimale Mischung von arrivierten Radprofis und heimischen Top-Talenten bei. In den vergangenen Jahren konnten unter anderem Patrick Konrad, Gregor Mühlberger und Felix Großschartner den Sprung zu ausländischen Profiteams schaffen. Diese Fahrer betonen übereinstimmend, wie wichtig die Zeit in Wels für ihre sportliche und menschliche Weiterentwicklung war. „Es freut uns sehr, dass immer wieder Radprofis über den Welser Radclub den Weg zu internationalen Topteams finden. Dies ist nur durch ein absolut professionelles Umfeld, wie es die Fahrer in Wels vorfinden möglich“, so die Gesellschafter des RSW.
 
 

IRONMAN-WELTMEISTER STARTET BEI TOUR TRANSALP

Hamburg, 20. Dezember 2016 - Über das letzte Jahrzehnt gehörte Faris Al-Sultan zu den besten Triathleten der Welt. Seinen größten Triumph feierte der mittlerweile 38-Jährige 2005 als er sich in Hawaii zum Weltmeister auf der Langdistanz krönte. 2015 beendete der Bayer seine Triathlon-Karriere. Nun widmet er sich anderen sportlichen Herausforderungen. Eine davon, die TOUR Transalp 2017.
 
Faris Al-Sultan wird an der Seite von Dr. Werner Leitner die siebentägige Hatz über die Alpen in Angriff nehmen:„Er war Mitbegründer meines Teams Abu Dhabi Triathlon. 2009 haben wir in Südafrika schon ein Mountainbikerennen gemeinsam absolviert. Wir sind beide zäh und bringen eine große Erfahrung aus über 20 Jahren Ausdauersport mit“, erzählt der mehrfache IRONMAN-Gewinner.
 
Allerdings weiß Al-Sultan auch „dass wir natürlich nicht mehr so schnell wie früher sind. Wir wollen bei der TOUR Transalp in erster Linie Spaß haben“.Die herausfordernde Strecke haben die beiden noch nicht inspiziert. Und von den schwierigen Pässen wie dem Mortirolo kennt Al-Sultan nur die Horrorgeschichten: "Wir quälen uns gerne, aber wir haben nicht mehr das Messer zwischen den Zähnen“, erklärt Faris Al-Sultan, der mit seinem Partner in der Kategorie Master antreten wird. 
 

„Kaum zu glauben, aber zu zweit sind wir schon über 80 Jahre alt. Hinterherfahren wollen wir aber nicht“, erklärt der Münchner selbstbewusst.

Die TOUR Transalp ist seit ihrem erfolgreichen Debüt 2003 ein absolutes Muss für ambitionierte Hobbysportler, die in Zweierteams die Alpen überqueren. 2017 findet die 15. TOUR Transalp vom 25. Juni bis 1. Juli statt.

Im Verlauf der sieben Etappen von Sonthofen über Imst, Naturns, Bormio, Livigno, Aprica und Ledrosee bis nach Arco müssen die Teilnehmer insgesamt knapp 865,44 km sowie 18.195 Höhenmeter zurücklegen und überqueren dabei Klassiker-Pässe wie das Stilfserjoch, Timmelsjoch, Ofenpass oder den Mortirolo.

Derzeit läuft die Anmeldung für die TOUR Transalp 2017 auf online-registration.de.

CROSS COUNTRY: DANIEL FEDERSPIEL WILL ZU OLYMPIA 2020

Nach dem der Imster Daniel Federspiel im MTB-Eliminator alles gewonnen hat, was man gewinnen kann, setzt er sich neue sportliche Ziele. Federspiel wechselt in den olympischen Cross Country und hat dabei prominente Unterstützung. Er wird in Zukunft von Nicolas Siegenthaler trainiert, der seit 16 Jahren auch MTB-Weltmeister und Olympiasieger Nino Schurter unter seinen Fittichen hat.

Daniel Federspiel kann auf eine erfolgreiche Saison 2016 zurückblicken, deren Höhepunkt sicherlich die Verteidigung seines Weltmeistertitels im MTB-Eliminator war. Dennoch ist es für den erfolgreichsten Sprinter der Mountainbike-Szene Zeit, sich sportlich neu zu orientieren. „Der Eliminator entwickelt sich leider in die falsche Richtung“, so Federspiel. „Seit dem Aus im Weltcup gibt es kaum noch hochwertige Rennen bis auf die Europameisterschaft und Weltmeisterschaft und das ist leider sehr wenig.“

Federspiel wird in den kommenden vier Jahren seinen sportlichen Fokus daher auf die olympische Mountainbike-Disziplin Cross Country (XCO) legen. Konkret heißt das: Das langfristige Ziel ist die Teilnahme für Österreich bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Der Weg dorthin ist allerdings nicht leicht.

„Ich werde natürlich für Österreich bei den Europameisterschaften und Weltmeisterschaften im Eliminator an den Start gehen und meinen Titel zu verteidigen versuchen“, so Federspiel. „Aber ansonsten ist mein Terminplan für die kommenden Jahre auf den Cross Country und kürzere Stage Races ausgelegt.“ In einem ersten Schritt muss Federspiel im kommenden Jahr vor allem sein UCI-Punktekonto im Cross Country auffüllen. „Da im Cross Country die Startplätze anhand der Weltranglisten-Punkte vergeben werden, muss ich mich vorerst hinten anstellen. Im ersten Jahr heißt es also bei jedem Rennen Punkte sammeln und sich konstant nach vorne arbeiten“, so Federspiel

Prominenter Trainier
Für dieses engagierte Unternehmen hat sich der Tiroler zusammen mit dem ÖRV einen prominenten Trainer gesucht. Der 58-jährige Nicolas Siegenthaler (siehe Interview unten) ist in der Mountainbike-Szene vor allem als Weltmeister und Olympiasiegertrainer des Schweizers Nino Schurter bekannt, den er seit rund 15 Jahren betreut. Siegenthaler betreut aber derzeit rund 17 Sportler, von Mountainbiker bis hin zu Biathleten. „Mit Nicolas haben wir den idealen Trainer gefunden, der mich bei der Umstellung von den kurzen Sprints hin zu den Cross-Country-Rennen führen kann“, ist Daniel Federspiel überzeugt. Gemeinsam wurde auch bereits eine Strategie für das erste Jahr im Cross Country ausgearbeitet: Federspiel wird sehr ausgewählte XCO-Rennen bestreiten und gezielt auf die wichtigen Rennen hinarbeiten. Oberstes Ziel für das erste Jahr ist es, in der Weltrangliste möglichst weit nach vorne zu kommen. Langfristig will sich Federspiel für die Olympischen Spiele 2020 qualifizieren. Ermöglicht wurde dieser Spitzentrainer für Federspiel durch gute Kontakte des ÖRV und mit finanzieller Unterstützung des „Teams Rot-Weiss-Rot“. 

„Ich freue mich schon sehr auf diese Herausforderung“, erklärt Federspiel. „Es wird auch wieder toll sein, im Weltcup-Zirkus der Mountainbiker mit dabei zu sein. Und bei der WM in Australien möchte ich nicht nur mein Regenbogentrikot im Eliminator verteidigen, sondern auch im Cross Country eine gute Figur machen.“

Kurzinterview Nicolas Siegenthaler:
Herr Siegenthaler, wie beurteilen Sie die neue Zusammenarbeit mit Daniel Federspiel?
Siegenthaler: „Das freut mich wirklich sehr, denn es ist auch für mich eine vollkommen neue Aufgabe. Ich bin aber überzeugt davon, dass er das Potenzial hat, auch im Cross Country Top-Platzierungen zu erreichen.“

Wie sieht jetzt die Trainingsumstellung für Federspiel aus?
Siegenthaler: „Wir müssen seine Baseline verstärken. Daniel muss in Zukunft mehr auf Ausdauerkraft trainieren und weniger im Hypertrophie-Bereich. Er hat aber schon mehrmals bewiesen, dass er Ausdauer hat. Trotzdem ist die Anpassung seiner Muskulatur an den Cross Country nicht einfach. Aber ich glaube, ich kann Daniel einen Schlüssel zum Erfolg anbieten.“
 
Es ist also auch für einen erfahrenen Trainer wie Sie eine Herausforderung?
Siegenthaler : „Auf alle Fälle. Wir haben aber vom ersten Gespräch an gemeinsam beschlossen, dieses Projekt mit sehr viel Engagement und Einsatz voranzutreiben. Ich bin aber fest der Meinung, dass es einfacher ist, einen extrem schnellen wie Daniel Federspiel zu einem Cross-Country-Fahrer zu machen als aus einem Marathonläufer einen Sprinter zu machen.“ Danke für das Gespräch.

PATRIC GRÜNER WAGT SICH AN RAAM 2017

(Bericht/Fotos M.Ribis) -  Der Ötztaler Extremradsportler Patric Grüner hat es nun endlich geschafft. Der große Lebenstraum, die Teilnahme am Race Across America soll im Juni 2017 Wirklichkeit werden. Jahrelanges Training, hunderttausende Höhenmeter und zehntausende Kilometer ist der 31 jährige schon geradelt. Die Teilnahme am Race Across America wird nun zur Realität!
 
Begonnen hat die Karriere von Patric wie so oft im örtlichen Radverein. Von dort aus ging der Weg erst über ein paar Semiprofiteams und dann relativ schnell in die Richtung der Sportart Ultracycling. Ultracycling beginnt dort, wo die Ironmans dieser Welt die Segel streichen. AB 24 Stunden nonstop. Was ist die Faszination sich über solche Extremdistanzen  zu schinden? “Die einzige Blockade ist der Kopf. Solange man dem Körper ausreichend Treibstoff in Form von Nahrung zuführt, läuft die Apparatur! Das Race Across America ist dabei die absolute Königsdisziplin“ so Grüner,

Das Race Across America (RAAM) ist ein jährlich ausgetragenes, ultralanges Radrennen, das von der Westküste der Vereinigten Staaten zur Ostküste verläuft. Ziel ist es, die Strecke von etwa 4.800 km bei einer Gesamthöhendifferenz von Rund 52.000 m innerhalb eines festen Zeitlimits zurückzulegen. Dieses Zeitlimit liegt bei 288 Stunden, also 12 Tagen. Patric möchte dieses Ziel allerdings weit unterschreiten und die enorme Strecke in nur 8 Tagen und 8 Nächten schaffen.
 
Auf die Frage ob das alles mit rechten Dingen zugehen kann lächelt Patric keck. “Wenn dir nach ca. 50 Stunden die Augen zufallen, nützt auch das beste Heilmittel nichts mehr.” Da hilft nur noch schlafen. Hier beginnt dann der eigentliche Kampf mit sich selber. Durch mein jahrelanges Mentaltraining habe ich meinen Körper soweit im Griff, dass ich mich auch nur mit ein paar Powernaps von einigen Minuten “ausgeschlafen” fühle. Es kann ja jeder versuchen 50 Stunden ohne Sport wach zu bleiben.
 
In den Jahren 2014, 2015 und 2016 feierte Patric jeweils den zweiten Platz beim Race Around Austria. Beim längsten Langstreckenrennen Europas hat er die 2200km, 30.000 Höhenmeter entlang der Österreichischen Landesgrenzen in 91 Stunden nonstop bewältigt. Geschlafen wurde in dieser Zeit knapp 45 Minuten. Das Race Around Austria in der Szene als die “Eiger Nordwand” bekannt. Das Race Across America, das prinzipiell doppelt so lang ist, als der Mount Everest.
 
Stichwort Mount Everest: Der Trainingsplan für Amerika ändert sich im Vergleich zu den letzten Rennen natürlich ganz extrem. 10-12 Skitouren pro Woche und stundenlanges Radeln in der Sauna bei 70° und 0% Luftfeuchtigkeit sollen den Ötztaler auf die klimatischen Verhältnisse in den Rocky Mountains (über 3500m) und dem Death Valley (-85m) vorbereiten. 

Zahlen und Daten: Erfolge: 2009 Vize Europameister 24h Mountainbike 2012 Weltmeister Glocknerman Ultraweltmeisterschaft 2. Platz Race Across The Alps (RATA) 2013 4. Platz Tortour (Rund um die Schweiz) 2014 2. Platz Race Around Austria 2015 2. Platz Race Around Austria Weltmeister Glocknerman Ultraweltmeisterschaft 2016 2. Platz Race Around Austria

CHRISTOPH STRASSER HOLT 24H WM TITEL!!!

(Bericht&Foto mr-PR) - Christoph Strasser hat seiner langen Erfolgsliste einen weiteren Meilenstein hinzugefügt: In Kalifornien krönte er sich heute zum 24h-Weltmeister im Einzelzeitfahren! Damit machte er sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk.

Heute Nacht endete in Borrego Springs, Kalifornien, die 24h-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren. In den ersten fünf Stunden des Rennens bildete sich ein Führungsquartett, dann drehte der Kraubather auf: „Ich habe das Tempo verschärft, für zwei Runden die Watt auf über 300 geschraubt, und konnte mich entscheidend absetzen. Nach 24 Stunden hatte ich über 80 Kilometer Vorsprung auf den Zweiten Marko Bahlo, den Titelverteidiger. Bahlo war auch der einzige Fahrer der ersten Gruppe, der von dem Quartett übrig blieb. Dritter wurde der US-Amerikaner Jamshed Jehangir.“ Christoph Strasser bewies erneut, dass er derzeit der weltbeste Ultraradfahrer ist. Sein Ziel war die 800km-Marke, doch der Steirer schaffte unglaubliche 886 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,18 km/h! „Das hätte ich nicht erwartet. Ich lag damit nur zehn Kilometer hinter meinem 24h-Weltrekord im Vorjahr in Berlin!“

Heiße Bedingungen - Abstecher in den Pool

Die Bedingungen bei der 24h-Weltmeisterschaft waren sehr gut. In der Nacht hatte es rund zwölf Grad, nur tagsüber stieg das Thermometer auf bis zu 33 Grad. „Es war richtig heiß und alle haben gelitten. Die letzten acht Stunden standen unter dem Motto: durchkommen und irgendwie die Runden überleben. In der letzten Rennstunde wechselten wir von der langen 29 Kilometer Runde auf eine mit sieben Kilometern Länge. Kurz vor der letzten Rennstunde, ich passierte jede Runde mein Hotel, entschloss ich eine schnelle Abkühlung zu nehmen. Ich stieg kurz vom Rad und stecke meinen Kopf in den Pool. Das hat mich extrem gepusht und konnte wieder Vollgas geben. Auch Marko Bahlo kämpfte mit der Hitze, er erlitt sogar einen Hitzschlag“, beschreibt Strasser.

Fast keine Pausen

Während der 24 Stunden legte Christoph - abgesehen von dem kurzen Abstecher in den Pool - nur eine kurze, erzwungene Pause ein: „Durch den schlechten Straßenbelag wurde der Getränkehalter locker. Den mussten wir anschrauben. Und einmal musste ich vom Rad, um die Batterien des Lichtes zu wechseln. Verpflegung und Bekleidungswechsel wickelte ich alles am Rad ab.“ Christoph Strasser spulte die Runden ab wie ein Schweizer Uhrwerk. Seine unglaubliche Leistung spiegelt sich auch in den Wattzahlen wider: In den ersten zehn Stunden radelte er im Schnitt mit 260 Watt!

„Großartiger Erfolg“

„Ich bin hin und weg. Natürlich habe ich mit dem ersten Platz spekuliert, aber nicht mit so vielen Kilometern. Zudem bin ich nach der Verschiebung des 24h-Bahnweltrekordversuches kurzfristig hierhergefahren. Für mich selbst ist der WM-Titel das schönste Geburtstagsgeschenk.“ Christoph feierte am 4. November seinen 34. Geburtstag. 

 

EIGENTLICH GENIAL - ÖTZTALER SCHREIBT ERNEUT GESCHICHTE - WENN DIE PROFIS SICH QUÄLEN

„Pro Ötztaler 5.500“ im UCI Rennkalender - Große Sportereignisse gehören zum Ötztal. In seiner Referenzliste an Großevents hat das Ötztal einiges vorzuweisen: Ob beim jährlich stattfindenden Audi FIS Ski Weltcup Opening oder als Gastgeber von Königsetappen der Deutschland Tour sowie zuletzt der Tour de Suisse mit Zielankünften am Rettenbachferner.

Die UCI, der internationale Radsportverband, verfolgt seit einiger Zeit die Idee zu großen Radmarathons für Hobbysportler auch ein internationales Profiradrennen zu etablieren. Ein bekanntes und inzwischen arriviertes Beispiel dafür sind die Cyclassics in Hamburg. In diese Reihe internationaler Top-Rennen begibt sich nun auch der Ötztaler Radmarathon. OK-Chef und Initiator Ernst Lorenzi erklärt: „Einen Tag vor den 4.000 Hobbysportlern welche beim Ötztaler Radmarathon an den Start gehen werden, wird bereits 2017 der „Pro Ötztaler 5.500“ als Profiradrennen ausgetragen. Internationale Top-Fahrer der bekanntesten Radteams sind exakt auf der gleichen Strecke unterwegs und werden sich jener Herausforderung stellen, über die sich tags darauf die Hobbysportler wagen.“

Von Beginn an Hochklassig

Das Rennen wurde von der UCI gleich als 1.1. Rennen ausgeschrieben; diesem Vertrauensvorschuss der UCI wollen die radsportbegeisterten Ötztaler weit mehr als nur gerecht werden. Vielmehr ist es ihr erklärtes Ziel, sich innerhalb weniger Jahre zum Pro-Tour-Rennen hochzuarbeiten. Einen vergleichbaren Weg ging man in Sölden bereits beim Skisport: Vor der offiziellen Aufnahme in den Alpinen FIS-Ski-Weltcup, der mittlerweile zu den Klassikern zählt, hieß es mehrere Gletscher-Ski Cups und FIS-Rennen auszutragen.

Profis mit Respekt

Die Strecke des „Pro Ötztaler 5.500“ und zugleich auch des Ötztaler Radmarathons wird im Profi-Zirkus für Respekt sorgen. 238 Kilometer Länge und 5.500 Höhenmeter findet man im Rennkalender der UCI praktisch gar nicht. Kühtai, Brenner, Jaufenpass und das Timmelsjoch werden den Top-Profis alles abverlangen. Davon ist Ex-Profi Thomas Rohregger überzeugt, der bei den Vorbereitungen für den „Pro Ötztaler 5.500“ eine wesentliche Rolle spielte: „Ich glaube, dieses Rennen wird sehr schnell als das schwierigste Eintagesrennen im Profikalender Fuß fassen. Das ist so ein Rennen, das jeder einmal gewinnen will. Der „Pro Ötztaler 5.500“ verbindet allein landschaftlich alles in einem Rennen, wovon Profis und Zuschauer schwärmen.“. Durchfahren werden die Nord- und Südtiroler Seitentäler: Ötztal, Sellraintal, Wipptal, Jaufental und das Passeiertal. Von der Ötztaler Gletscherwelt über das Tiroler Mittelgebirge, durch die Südtiroler Weinberge wieder zurück in die Gletscherregion von Sölden.

Ötztal schreibt erneut Radsportgeschichte

Neben der perfekten Symbiose aus Hobbyrennen und hochkarätigem Kampf der besten Profis am selben Wochenende zeigt das Ötztal einmal mehr, dass es seine Leidenschaft für den Radsport gerne aktiv lebt. „Gleichzeitig mit den massiven Investitionen in das Mountain Bike Angebot in Form der Bike Republic Sölden, dem in Bau befindlichen talweiten Radweg und dem bereits bestens etablierten Ötztaler Radmarathon, ist dieses neue UCI-Rennen auf den Spuren des „Ötztalers“, die wohl bedeutendste Entwicklung, um das Ötztal als die Radsport-Destination in den Alpen zu positionieren.“, so Oliver Schwarz, Geschäftsführer des Ötztal Tourismus.